Lossatal

Gemeinde im Landkreis Leipzig, Sachsen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Lossatal ist eine Gemeinde im Landkreis Leipzig in Sachsen.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Lossatal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lossatal hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 51° 24′ N, 12° 52′ O
Bundesland:Sachsen
Landkreis: Leipzig
Höhe: 144 m ü. NHN
Fläche: 111,17 km²
Einwohner: 6067 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 04808
Vorwahlen: 034262, 034263
Kfz-Kennzeichen: L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR
Gemeindeschlüssel: 14 7 29 245
Gemeindegliederung: 18 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Karl-Marx-Str. 14
04808 Lossatal
Website: www.lossatal.eu
Bürgermeister: Uwe Weigelt
Lage der Gemeinde Lossatal im Landkreis Leipzig
Karte
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Geografie

Lage

Lossatal liegt östlich von Leipzig und nordöstlich von Wurzen. Durch das Gemeindegebiet fließt die namensgebende Lossa durch Müglenz, Hohburg, Klein- und Großzschepa zur Mulde. Falkenhain liegt am Westrand der Dahlener Heide. Um den Ort Hohburg befinden sich die Hohburger Berge mit dem 240 m hohen Löbenberg.

Nachbargemeinden sind Mockrehna im Norden, Dahlen und Belgern-Schildau im Osten, Wurzen im Süden und Thallwitz im Westen.

Gemeindegliederung

Zur Gemeinde Lossatal gehören 18 Ortschaften. Sitz der Verwaltung ist Falkenhain.

Müglenz

Geschichte

Die Gemeinde Lossatal entstand zum 1. Januar 2012 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Falkenhain und Hohburg mit ihren Ortsteilen.

Weitere Informationen Ehemalige Gemeinde, Datum ...
Eingemeindungen und Zusammenschluss
Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Dornreichenbach[2]1. April 1997Eingemeindung nach Falkenhain
Dornreichenbach, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Dornreichenbach
Falkenhain[2]1. Januar 2012Zusammenschluss mit Hohburg zu Lossatal
Falkenhain, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Falkenhain
Frauwalde[3]1. Juli 1972Eingemeindung nach Frauwalde
Frauwalde, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Heyda
Großzschepa15. Februar 1993Eingemeindung nach Hohburg
Großzschepa, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Großzschepa
Heyda[3]1. Dezember 1972Eingemeindung nach Falkenhain
Heyda (mit Mark Stolpen), Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Heyda
Hohburg[2]1. Januar 2012Zusammenschluss mit Falkenhain zu Lossatal
Kapsdorf[4]vor 1875Eingemeindung nach Hohburg
Kleinzschepa[3]15. September 1961Eingemeindung nach Hohburg
Knatewitz[5]1. April 1936Eingemeindung nach Meltewitz
Körlitz[3]1. Juli 1977Eingemeindung nach Kühnitzsch
Kühnitzsch[2]1. April 1997Eingemeindung nach Falkenhain
Kühnitzsch, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Kühnitzsch
Lüptitz[2]15. Februar 1993Eingemeindung nach Hohburg
Mark Schönstädt[4]vor 1875Eingemeindung nach Meltewitz
Meltewitz[2]1. Januar 1999Eingemeindung nach Falkenhain
Müglenz[3]1. Juli 1972Eingemeindung nach Hohburg
Müglenz, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Müglenz
Thammenhain[2]1. Januar 1999Eingemeindung nach Falkenhain
Thammenhain, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Thammenhain
Voigtshain[3]1. Januar 1973Eingemeindung nach Thammenhain
Voigtshain, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Voigtshain
Watzschwitz[3][6]1. Juli 1950Eingemeindung nach Hohburg
Zschorna[3][6]1. Januar 1952Eingemeindung nach Lüptitz
Zschorna, Gutsbezirkum 1922Eingemeindung nach Zschorna
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Politik

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 71,6 % (2019: 63,2 %)
 %
30
20
10
0
22,5 %
22,4 %
20,3 %
16,8 %
8,4 %
3,6 %
3,6 %
2,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2019
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
+4,6 %p
+8,6 %p
−8,9 %p
−0,4 %p
+8,4 %p
−1,8 %p
−8,3 %p
−2,2 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Bündnis – Freie Wähler – Lossatal e. V.
d Bürger für Lossatal
e Wählerinitiative Für ein starkes Lossatal

Gemeinderat

Seit der Gemeinderatswahl am 9. Juni 2024 verteilen sich die 15 Sitze des Gemeinderates wie nebenstehend dargestellt auf die einzelnen Gruppierungen. Ergebnisse früherer Wahlen sind unten tabellarisch aufgelistet.

Weitere Informationen Liste, Sitze ...
letzte Gemeinderatswahlen
Gemeinderat ab 2024
1
1
3
4
1
4
1
1 1 3 4 1 4 1 
Insgesamt 15 Sitze
  • Linke: 1
  • SPD: 1
  • BFL: 3
  • BFWL: 4
  • WFSL: 1
  • CDU: 4
  • AfD: 1

Die AfD kann drei Sitze nicht besetzen. Der Gemeinderat verkleinert sich entsprechend.

Liste 2024[7] 2019[8] 2014[9]
Sitze in % Sitze in % Sitze in %
Bündnis – Freie Wähler – Lossatal e. V. 4 22,5 3 17,9
AfD 1 22,4 2 13,8
CDU 4 20,3 6 29,2 8 36,6
Bürger für Lossatal 3 16,8 3 17,2 4 22,0
Wählerinitiative Für ein starkes Lossatal 1 8,4
SPD Sachsen 1 3,6 1 5,4 1 7,6
Linke 1 3,6 2 11,9 3 15,0
Grüne 2,4 1 4,6 3,9
UWV e. V. 1 7,9
FWVH e. V. 1 6,9
Wahlbeteiligung 71,6 % 63,2 % 55,4 %
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Bürgermeister

Der Zusammenschluss zur Gemeinde Lossatal machte die Neuwahl des ersten Bürgermeisters notwendig. Zur Wahl stellten sich Wolfram Ebert (CDU), Martina Lehnigk (Unabhängige Wählervereinigung) und Uwe Weigelt (Einzelbewerber). Bereits nach dem ersten Wahlgang am 25. März 2012 konnte der Diplom-Verwaltungswirt Uwe Weigelt (* 1963), der bisherige Bürgermeister der Gemeinde Hohburg, mit 71 % der abgegebenen gültigen Stimmen die Wahl für sich entscheiden.[10]

Am 10. März 2019 wurde Weigelt mit 82,9 % der gültigen Stimmen im Amt bestätigt. Mitbewerber war Ulrich Fandrey (CDU), der die restlichen 17,1 % der Stimmen erringen konnte. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,1 %.

Weitere Informationen Wahl, Bürgermeister ...
letzte Bürgermeisterwahlen
Wahl Bürgermeister Vorschlag Wahlergebnis (in %)
2019 Uwe Weigelt Weigelt 82,9
2012 71,1
Neugründung (siehe Falkenhain, Hohburg)
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Wappen

Auf seiner Sitzung am 10. September 2014 fasste der Gemeinderat den Beschluss über das neue Wappen. Das Wappen wurde am 13. November 2014 durch das Landratsamt Leipzig genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine mit zwei Rädern auf der mittleren Kuppe eines mit einem silbern konturierten blauen Wellenbalken belegten grünen Dreiberg stehende schwarze Lore, darauf ein silbernes Steinmetzgezähe (gekreuzte Hämmer mit Meißel), auf den äußeren kleinen Bergkuppen je zwei beblätterte grüne Ähren, an den Seiten je ein angeschnittener grüner Eichenbaum.“

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und nach Beschluss des Gemeinderates vom 10. September 2014 ins Genehmigungsverfahren geführt. Die Wappensymbole beziehen sich auf die durchs Gemeindegebiet fließende Lossa, den Abbau von Quarzporphyr, die umliegenden Berge, die Landwirtschaft und die baumreiche naturelle Umgebung mit Eichenbeständen.[11]

Die Farben der Gemeinde sind grün und weiß.[12]

Partnerschaften

Partnergemeinden von Lossatal sind Bodelshausen in Baden-Württemberg, ehemals Partnergemeinde von Hohburg, und Přemyslovice im Okres Prostějov in Tschechien. Außerdem bestehen freundschaftliche Kontakte der ehemaligen Gemeinde Thammenhain zur Gemeinde Siegelsbach in Baden-Württemberg, die von Lossatal weiter aufrechterhalten werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Lossatal
  • Dornreichenbach: Schloss, Schlosspark (Gartendenkmal), Kirche, Tiergehege mit Damwild, stillgelegter Steinbruch, Rittergut mit Eiscafé
  • Mark Schönstädt: Waldbad, Steinarbeiterkantine (älteste erhaltene Steinarbeiterkantine in Sachsen)
  • Heyda: Schloss mit Schlosspark
  • Falkenhain: Kirche, Schloss
  • Frauwalde: Museum für Ur- und Frühgeschichte mit Hügelgräber und Teufelsstein
  • Kühnitzsch: Schloss mit Dorfmuseum und Schlosspark, Bockwindmühle, Kirche, Naturbad
  • Meltewitz: Kirche und Turmwindmühle
  • Voigtshain: Herrenhaus, Turmwindmühle
  • Thammenhain: Schloss mit Schlosspark
  • Falkenhain: Dorfkirche Falkenhain (Lossatal)
  • Hohburg: ehemaliger Kaolintagebau (Badesee mit Liegewiesen und Wanderwegen), Hohburger Berge mit Naturdenkmal Schwarze Wand, „Nationales Geotop“ Wind- und Gletscherschliffe am Kleinen Berg, Museum Steinarbeiterhaus (Geoportal des Geopark Porphyrland)
  • Großzschepa: Heimatmuseum Großzschepa
  • bei Lüptitz: Wolfsberg-Steinbruch und Spitzberg
  • Müglenz: Kirche und Schloss
  • Zschorna: Schloss

Naturschutz

Wirtschaft und Infrastruktur

Durch das Gemeindegebiet führen die B 6, die Bahnstrecke Leipzig–Dresden sowie die für den Güterverkehr genutzte Bahnstrecke Wurzen–Eilenburg.

In Lossatal befinden sich eine Grund- und eine Oberschule. Das nächstgelegene Gymnasium befindet sich in Wurzen. Seit Januar 2017[13] verfügt die Gemeinde über ein modernes Sportzentrum im Ortsteil Falkenhain.

Söhne und Töchter der Vorgängerorte

Einzelnachweise

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