Love Crazy

Film von Jack Conway (1941) From Wikipedia, the free encyclopedia

Love Crazy ist eine US-amerikanische Screwball-Komödie aus dem Jahr 1941, bei der Jack Conway die Regie führte und William Powell sowie Myrna Loy die Hauptrollen übernahmen.

TitelLove Crazy
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1941
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Love Crazy
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1941
Länge 99 Minuten
Produktions­unternehmen Metro-Goldwyn-Mayer
Stab
Regie Jack Conway
Drehbuch David Hertz,
William Ludwig,
Charles Lederer
Produktion Pandro S. Berman
Musik David Snell
Kamera Ray June,
William H. Daniels
Schnitt Ben Lewis
Besetzung
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Handlung

Der New Yorker Architekt Steve Ireland und seine Frau Susan möchten ihren vierten Hochzeitstag zu zweit feiern. Doch unerwartet erscheint Mrs. Cooper, Susans herrische Mutter, und durchkreuzt alle Pläne des Ehepaares. Weil sie sich den Fuß verstaucht hat, schickt Mrs. Cooper Steve los, um einen eher unwichtigen Versicherungsbrief zur Post zu bringen. Im Erdgeschoss trifft Steve zufällig seine frühere Freundin Isobel, die gerade in dasselbe Apartmenthaus eingezogen ist – eine Etage unterhalb von Steves Wohnung. Auf dem Rückweg bleibt der Aufzug stecken. Beim Versuch herauszuklettern wird Steve halb stranguliert und verletzt sich am Kopf, sodass ihm schwindlig wird. Isobel nimmt ihn in ihre Wohnung, versorgt ihn mit reichlich starken Drinks und macht deutlich, dass sie trotz ihrer eigenen Ehe an einer Affäre interessiert wäre. Steve lehnt das ab, denn er ist hoffnungslos in seine Frau verliebt.

Als Steve nach einer halben Ewigkeit in seine Wohnung zurückkehrt, erwähnt er die Begegnung mit Isobel nicht – ein Fehler, denn ihre Schuhe befinden sich in seinen Jackentaschen (er hatte sie ihr beim Heraushelfen aus dem Aufzug abgenommen). Das wirkt äußerst verdächtig. Während Susan für ihre Mutter eine Verwandte abholt, nutzt Steve einen Vorwand, um seiner garstigen Schwiegermutter zu entkommen und mit Isobel zu sprechen. Mrs. Cooper bekommt jedoch Wind davon und informiert ihre Tochter, was Steve in eine peinliche Lage bringt. Aus Eifersucht beschließt Susan, sich zu rächen: Sie ruft Isobels Ehemann Pinky an und schlägt vor, vorzugeben, sie hätten eine Affäre. Pinky stimmt zu, doch Susan betritt versehentlich die Wohnung des Weltmeister-Bogenschützen Ward Willoughby. Dieser ist von Susans Verhalten irritiert, aber nicht abgeneigt, von einer schönen Frau umworben zu werden. Steve und Isobel sehen die beiden zusammen, was zu chaotischen Missverständnissen führt. Schließlich scheint alles aufgeklärt – doch Susan beginnt zu glauben, dass Steve drei Stunden lang allein mit Isobel in deren Wohnung war, was für sie nur eine Affäre ihres Mannes als Schlussfolgerung zulässt.

Susan besteht trotz Steves Bitten auf einer Scheidung und reist nach Arizona, wo sie für Steve nicht erreichbar ist. Als Susan am Tag vor der Scheidungsverhandlung nach New York zurückkehrt, informiert Steves Anwalt George Renny ihn darüber. Steve platzt als ungebetener Gast in eine Party, kann aber Susan nicht umstimmen. Da hat Renny eine Idee: Eine Scheidung kann verschoben werden, falls eine der Parteien für geistig unzurechnungsfähig erklärt wird. Steve gibt sich daraufhin alle Mühe, verrückt zu wirken – sogar so weit, dass er seine Schwiegermutter in den Pool stößt. Da er sich jedoch auch in der Vergangenheit oft exzentrisch verhalten hat, halten ihn fast allfe einfach für betrunken. Trotzdem erreicht Renny vor Gericht, dass die Scheidung verschoben wird, um Steves Zurechnungsfähigkeit zu überprüfen.

Susan durchschaut, dass die Verrücktheit nur ein Plan ihres Ex-Mannes ist, und lässt eine psychiatrische Untersuchung anordnen. Steve versucht nun, den Kommissionsmitgliedern seine geistige Gesundheit zu beweisen, doch der Vorsitzende Dr. Klugle ist ausgerechnet jemand, vor dem Steve bereits auf der Party verrückt gespielt hatte. Steve wird in eine Psychiatrie eingewiesen; es gelingt jedoch die Flucht, indem er den Anstaltsleiter Dr. Wuthering austrickst und kopfüber in einem Netz hängen lässt.

Steve macht sich unverzüglich auf den Weg zu seiner Wohnung, um Susan zu sprechen. Jetzt verfolgt ihn aber auch die Polizei und hält ihn für einen gefährlichen Irren. Zudem möchte Ward, der sich Hoffnungen auf eine Beziehung mit Susan macht, seinen Konkurrenten unbedingt fangen. Dank Isobels Hilfe entkommt Steve und verkleidet sich als seine eigene angebliche „Schwester“ aus Saskatchewan, indem er sich Sachen aus Isobels Kleiderschrank bedient und seinen Schnurrbart abrasiert. Steve sucht Susan auf und möchte sie zurückgewinnen, doch dann kommen Ward und Mrs. Cooper hinzu. Steve hat einige Probleme, vor den beiden seine Rolle als „Schwester“ glaubwürdig zu spielen. Zufällig bestätigt Mrs. Cooper im Gespräch, dass Steve das Haus an jenem Hochzeitstag zusammen mit Isobel verlassen hatte, um in einer öffentlichen Bar (und eben nicht in Isobels Wohnung) Zeit zu verbringen. Endlich glaubt Susan an Steves Unschuld. Sie kündigt ihrer Mutter an, mit der „Schwester“ von Steve im Schlafzimmer zu übernachten.

Produktionshintergrund

Love Crazy war der elfte von insgesamt 14 Filmen, in denen das Leinwandpaar Myrna Loy und William Powell gemeinsam auftrat. Die Dreharbeiten fanden zwischen dem 3. Februar und 2. April 1941 statt, seine Premiere feierte der Film am 23. Mai 1941.[1] Für das Szenenbild waren Cedric Gibbons, Edwin B. Willis und Paul Groesse verantwortlich, Robert A. Golden fungierte als Regieassistent und Douglas Shearer war Tonmeister.

Bei einem Drehbudget von rund 900.000 US-Dollar erwirtschaftete der Film rund zwei Millionen US-Dollar Umsatz, was in einem Profit von ca. 514.000 US-Dollar resultierte.[2]

Kritiken

Für Bosley Crowther in der New York Times vom 6. Juni 1941 ist Love Crazy eine der „verrücktesten Liebesgeschichten, die jemals auf einer Leinwand zu sehen waren“. Es sei schon in vorherigen Powell-Loy-Komödie bemerkbar gewesen, dass sie gewisse Verrücktheiten beinhalten würden, aber dieser Film bilde den Höhepunkt. Dieser verrückte Humor sei manchmal etwas forciert, doch sei der Film wunderbar gespielt und inszeniert.[3]

Der TV Guide vergab im Jahr 2001 vier von fünf Sternen: wie immer würden Loy und Powell wunderbar zusammen spielen, auch die Nebenrollen seien hervorragend besetzt. Der Film besitze „mehr Slapstick als den verbalen Witz, der normalerweise die Filme von Powell und Loy auszeichnet, aber es gibt auch genug Biss, um Liebhaber geistreicher Dialoge zufriedenzustellen.“[4]

Für Dennis Schwartz ist der Film vor allem ein „Schwiegermutterwitz“, denn Florence Bates verkörpere die „aufdringlichste, missbilligendste Schwiegermutter aller Zeiten“. Auch Schwartz bemerkt, dass der Humor manchmal mehr Slapstick und weniger Geist besitze, dennoch sei der Film „höchst unterhaltsam“.[5]

Einzelnachweise

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