Luca Aerni

Schweizer Skirennfahrer From Wikipedia, the free encyclopedia

Luca Aerni (* 27. März 1993 in Châtel-Saint-Denis[1]) ist ein Schweizer Skirennfahrer. Er gehört dem A-Kader von Swiss-Ski an,[2] Er startet in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom. Den grössten Erfolg feierte er 2017 mit dem Weltmeistertitel in der Kombination.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Luca Aerni
Luca Aerni (2018)
Nation Schweiz Schweiz
Geburtstag 27. März 1993 (32 Jahre)
Geburtsort Châtel-Saint-Denis, Schweiz
Grösse 176 cm
Gewicht 77 kg
Karriere
Disziplin Slalom, Riesenslalom,
Kombination
Verein CS Les Barzettes
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Winterspiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Junioren-WM 0 × Goldmedaille 3 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold Pyeongchang 2018 Mannschaft
 Alpine Skiweltmeisterschaften
Gold St. Moritz 2017 Kombination
Silber Saalbach 2025 Mannschaft
 Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Bronze Roccaraso 2012 Mannschaft
Silber Québec 2013 Mannschaft
Silber Jasná 2014 Slalom
Silber Jasná 2014 Mannschaft
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 1. Januar 2013
 Gesamtweltcup 25. (2017/18)
 Riesenslalomweltcup 20. (2024/25)
 Slalomweltcup 7. (2017/18)
 Kombinationsweltcup 15. (2016/17)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Riesenslalom 0 1 0
 Slalom 0 1 0
 Mannschaft 1 0 0
letzte Änderung: 13. Dezember 2025
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Biografie

Aerni stammt aus Grosshöchstetten im Kanton Bern, verbrachte aber einen grossen Teil seiner Jugend in Crans-Montana im Kanton Wallis. Ab November 2008 nahm er im Alter von 15 Jahren an nationalen Juniorenrennen teil, ab Januar 2009 auch an FIS-Rennen. Nachdem ihm im Januar 2011 der erste Sieg in einem FIS-Rennen gelungen war, folgten die ersten Einsätze im Europacup. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2012 in Roccaraso gewann er die Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb. Ende der Saison 2011/12 gewann er den Schweizer Meistertitel in der Super-Kombination.

Zu Beginn der Saison 2012/13 konnte sich Aerni im Europacup etablieren und erzielte mehrere Top-10-Platzierungen. Er wurde daraufhin für den City-Event-Parallelslalom am Neujahrstag 2013 in München nominiert, wobei er den Quotenplatz des verletzten Beat Feuz übernahm. Obwohl er bereits im Achtelfinale ausschied, erhielt er seine ersten Weltcup-Punkte gutgeschrieben.[3] Zwei Tage später, am 3. Januar 2013, entschied Aerni erstmals ein Europacuprennen für sich. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2013 gewann er die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb und wurde Vierter im Slalom. Beim Slalom von Bormio am 6. Januar 2014 stiess er im zweiten Lauf vom 27. auf den 10. Schlussrang vor und realisierte so seine erste Top-10-Klassierung in einem Weltcuprennen. 18 Tage später erzielte er sein bis dahin bestes Weltcupergebnis mit Platz 5 im Slalom von Kitzbühel. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2014 gewann er zwei weitere Silbermedaille (Mannschaftswettbewerb und Slalom). Letztlich war er mit dem Schweizer Team beim Saisonfinale in Lenzerheide am 14. März 2014 vor den USA und Österreich siegreich.

In der Saison 2014/15 konnte sich Aerni nur einmal in den Top 10 eines Weltcuprennens klassieren; fünfmal schied er entweder aus oder schaffte er nicht die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Ein ähnliches Bild bot sich in der Saison 2015/16: Dem fünften Platz im Slalom von Madonna di Campiglio am 22. Dezember 2015 standen weitere fünf Nuller entgegen. Auch die Saison 2016/17 verlief zunächst im gleichen Muster, mit drei Top-10-Platzierungen und vier Ausfällen. Dank eines siebten Platzes in der Kombination von Santa Caterina am 29. Dezember 2016 sicherte er sich auch in dieser Disziplin einen Startplatz für die Weltmeisterschaften 2017 in St. Moritz. Dort erhielt er von den Trainern den Vorzug gegenüber Lauberhorn-Kombinationssieger Niels Hintermann und fuhr in der Kombinationsabfahrt auf den 30. Platz, was es ihm erlaubte, im Slalomlauf als Erster anzutreten. Mit deutlicher Bestzeit liess er sämtliche nach ihm Gestarteten hinter sich, woraufhin er mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Marcel Hirscher überraschend die Goldmedaille gewann.[4] Zum Abschluss der Saison gewann er zwei Schweizer Meistertitel.

Zum Auftakt der Saison 2017/18 erzielt Aerni mit Platz 4 im Slalom von Levi das bis dahin beste Weltcupergebnis seiner Karriere. Am 22. Dezember 2017 belegte er mit nur vier Hundertstelsekunden Rückstand auf Sieger Marcel Hirscher im Nachtslalom von Madonna di Campiglio erstmals einen Podiumsplatz. Bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gewann der 24-Jährige im erstmals ausgetragenen Mannschaftswettbewerb am 24. Februar im Schweizer Team (mit Wendy Holdener, Denise Feierabend, Daniel Yule und Ramon Zenhäusern) die Goldmedaille.

Es wurde ruhig um Luca Aerni und er hat seinen ersten Markenwechsel in seiner Karriere im Jahr 2020 vollzogen, der ihm zu einem Neustart verhelfen soll. In Alta Badia fuhr er mit Startnummer 49 auf den 17. Schlussrang.[5]

In der Saison 2021/22 kämpft sich Aerni zurück mit Slalomplatzierungen in den Top 30, wobei seine beste Platzierung ist der 8. Schlussrang im Slalom in Adelboden ist.[6] An den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking erreicht Aerni den 14. Schlussrang im Slalom. An den Schweizermeisterschaften 2022 in St. Moritz gewinnt Aerni den Meistertitel in der Kombination.[7]

Diverse Ausfälle in den Slaloms und Riesenslaloms der Saison 2022/23 prägen das Bild. Allerdings gibt es mit einem 5. Schlussrang im Riesenslalom des Südamerika-Cups von Cerro Castor (Argentinien) und ebenfalls einen 5. Schlussrang im Slalom von Levi (Finnland) zwei Lichtblicke.[8]

Zum Start der Saison 2023/24 wiederum am Südamerika-Cup in Cerro Castor (Argentinien) gelingt Aerni ein 10. und ein 3. Schlussrang bei den zwei aufeinanderfolgenden Riesenslaloms. In Adelboden glänzt Aerni mit einem 8. Schlussrang im Slalom.[8]

Die Durststrecke scheint 2024 endgültig überwunden, schafft Aerni doch einen 4. Schlussrang im Weltcup-Riesenslalom von Val-d’Isère hinter Marco Odermatt, Patrick Feuerstein und Stefan Brennsteiner mit nur 23 Hundertstelssekunden auf den Führenden.[9] Eine unglaubliche Aufholjagd nach dem ersten Lauf, den er auf Rang 30 absolvierte, sich knapp qualifizierte und im zweiten Lauf mit Laufbestzeit das beste Karriereresultat im Riesenslalom erreichte.[10]

Adelboden schein Aerni zu liegen, denn er erreicht 2025 den hervorragenden 7. Schlussrang im Slalom.[11]

2025 gewann Aerni bei den Weltmeisterschaften in Saalbach gemeinsam mit Wendy Holdener, Delphine Darbellay und Thomas Tumler die Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb. Am 13. Dezember 2025 gelang ihm die erste Podestplatzierung in einem Weltcup-Riesenslalom, als er in Val-d’Isère den zweiten Platz hinter Loïc Meillard belegte. Auf einen 10. Platz im Riesenslalom von Adelboden folgen leider wiederum Ausfälle in den Slaloms von Adelboden, Wengen und Kitzbühl sowie im Riesenslalom von Schladming.

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Cortina d’Ampezzo gelingen Aerni nicht nach Wunsch. Er muss ich im Riesenslalom mit dem 18. Schlussrang begnügen.[12]

Erfolge

Olympische Spiele

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 24 Platzierungen unter den besten zehn in Einzelrennen, davon 2 Podestplätze
  • 1 Sieg bei Mannschaftswettbewerben
  • 4. Schlussrang im Riesenslalom

Weltcupwertungen

Weitere Informationen Saison, Gesamt ...
Saison Gesamt Riesenslalom Slalom Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2012/1394.3736.37
2013/1465.9021.90
2014/1592.5027.50
2015/1687.7529.75
2016/1746.17615.14015.36
2017/1825.33336.287.305
2018/1977.7730.6331.14
2019/2096.5650.1817.38
2020/2146.19714.197
2021/2264.12524.125
2022/2374.7726.77
2023/2454.14549.719.138
2024/2546.19420.12029.74
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Europacup

Weitere Informationen Datum, Ort ...
Datum Ort Land Disziplin
3. Januar 2013ChamonixFrankreichSlalom
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Juniorenweltmeisterschaften

Weitere Erfolge

Commons: Luca Aerni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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