Ludwag

Stadtteil von Scheßlitz From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwag ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Ludwag hat eine Fläche von 5,969 km². Sie ist in 606 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9850,15 m² haben.[1][4]

Schnelle Fakten Stadt Scheßlitz ...
Ludwag
Koordinaten: 49° 57′ N, 11° 5′ O
Höhe: 539 m ü. NHN
Fläche: 5,97 km²[1]
Einwohner: 116 (30. Sep. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96110
Vorwahl: 09542
Blick auf Ludwag
Blick auf Ludwag
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Steinbruch
Pfarrkirche St. Johannes der Täufer

Geografie

Das Pfarrdorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Schweiz. Unterhalb der Ortschaft liegt ein ausgedehnter stillgelegter Kalksteinbruch. Auf einem Berg in der Nähe von Ludwag befindet sich die Wallfahrtskirche Gügel. Im Südosten liegt ein aus zwölf Windrädern bestehender Windpark. Die Staatsstraße 2187 führt nach Neudorf bei Scheßlitz (1,7 km südlich) bzw. nach Zeckendorf (2,4 km nordwestlich). Die Kreisstraße BA 30 führt nach Kübelstein (1,6 km nordöstlich). Die Kreisstraße BA 51 führt nach Poxdorf (3 km südöstlich).[5]

Geologie

Zu Ludwag gehört ein ehemaliger Steinbruch, der allmählich renaturiert wird. Von diesem Steinbruch rührt der Spitzname Staa-Beißer (hochdeutsch: Stein-Beißer) her.[6]

Ortsname

Der Name des Dorfes ist slawischen Ursprungs (lud: Leute, wach: Wacht).

Geschichte

Vermutlich gehörte Ludwag zu den Standorten der Slawenkirchen, die Karl der Große im Jahr 793 im Rahmen der Slawenmission gründen ließ, indem er um 790 den Würzburger Bischof Berowelf beauftragte, 14 Missionskirchen für die christianisierten Slawen an Main und Regnitz zu errichten, deren Lage meist nur vermutet werden kann.

Die erste urkundliche Erwähnung war erst im Jahr 1061, als der Ort dem Hochstift Bamberg übergeben wurde. Im Jahre 1112 war er Herrensitz des Freiherrn von Ludunbach.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ludwag aus 35 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Amt Scheßlitz. Grundherren waren

Im Jahre 1802 kam Ludwag an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Ludwag dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Zeckendorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ludwag. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 21 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Wiesentfels. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).[8] Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,766 km².[9]

Am 1. Mai 1978 wurde Ludwag im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Scheßlitz eingegliedert.[10][11]

Baudenkmäler

In Ludwag gibt es zwei Baudenkmäler:[12]

Bodendenkmäler

In der Gemarkung Ludwag gibt es neun Bodendenkmäler.[12]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1818184018521855186118671871187518801885189018951900
Einwohner 201252243232235227240260284263243215206
Häuser[13] 4041424342
Quelle [8][14][14][14][15][16][17][18][19][20][21][14][22]
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Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 1905191019191925193319391946195019521961197019872025
Einwohner 199219215217209191221229208170167165 *116
Häuser[13] 37373739
Quelle [14][23][14][24][25][25][25][26][25][9][27][28][2]
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Religion

Ludwag ist römisch-katholisch geprägt und bis heute Sitz der Pfarrei St. Johannes der Täufer.[7][9]

Sonstiges

In der Sat.1-Krimiserie Der König, Folge Herz aus Gold, mit Günter Strack, diente der Steinbruch 1994 als Kulisse für die Schlussszene.

Literatur

Commons: Ludwag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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