Ludwig Acker

deutscher Chemiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Acker (* 17. September 1913 in Mannheim; † 25. Juli 1998) war ein deutscher Chemiker und Lebensmittelchemiker. Er wirkte als ordentlicher Professor für Chemie und Technologie der Lebensmittel in Münster.

Leben

Ludwig Acker war der Sohn des gleichnamigen Bäckermeisters und dessen Ehefrau Susanne Acker, geborene Betz, und studierte Chemie an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main, das er 1939 als Diplom-Chemiker abschloss. Karl Freudenberg schlug ihm 1941 eine Arbeit über Schardinger-Dextrine vor, „eigenartige“ ringförmige Einschlussverbindungen aus Glucosebausteinen, die beim Abbau von Stärke durch Bacillus macerans entstehen. Er wählte jedoch ein anderes Thema. Nach seiner Promotion im Jahr 1943 wandte er sich der Lebensmittelchemie zu. Über zehn Jahre arbeitete er anschließend im Lebensmitteluntersuchungsamt der Stadt Frankfurt am Main, von 1949 bis 1953 als Lebensmittelchemiker. Im Jahr 1947 hatte er die Staatsprüfung für Lebensmittelchemie abgelegt. Nach seiner Habilitation 1953 war er bis 1958 Privatdozent an der Frankfurter Universität.[1] 1959 wechselte er als Dozent an die Universität Gießen, wo er im selben Jahr Wissenschaftlicher Rat und außerplanmäßiger Professor, ab 1961 außerordentlicher Professor wurde. 1965 wurde er ordentlicher Professor an der Universität Münster, übernahm den Lehrstuhl für Chemie und Technologie der Lebensmittel und wirkte dort bis 1979, dem Jahr seiner Emeritierung, als Direktor des Instituts für Lebensmittelchemie. 1973 war er Mitglied des Bundesgesundheitsrats geworden.

Ludwig Acker war evangelisch, ab 1945 verheiratet mit Josefine Acker, geborener Bechtum, und hatte zwei Kinder (Barbara und Rolf-Dieter).

Ehrungen

Für seine Untersuchungen über Getreidelipide und seine Forschungen über Enzymaktivitäten und über persistente Insektizide erhielt er mehrere Auszeichnungen.

Auszeichnungen

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Lipide der Stärken – ein Forschungsgebiet zwischen Kohlenhydraten und Lipiden. In: Fette, Seifen, Anstrichmittel. 79. Jahrgang (1977), S. 1–9 (auch Überblick über Forschungen von Acker, mit Arbeitskreisen und Lebenslauf).

Literatur

  • Walter Habel: Wer ist wer? Band 1 (West), Berlin 1967, S. 4.
  • Acker Ludwig. In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 3.
  • Prof. Dr. Ludwig Acker 80 Jahre. In: Fat. Science and Technologie. 95. Jahrgang, 1993, Nr. 9, S. 398.

Einzelnachweise

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