Ludwig Brahm
deutscher Theaterschauspieler
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Ludwig Brahm, geboren als Louis Abrahamson; 1893 erfolgte die offizielle Änderung des Nachnamens in Brahm, 1919 die des Vornamens in Ludwig (* 28. November 1862 in Hamburg[1]; † 27. Juni 1926 in Bad Tölz[2]), war ein deutscher Theaterschauspieler.
Leben
Brahm war der Sohn des Hamburger Kaufmanns Julius Abrahamson und seiner Frau Emilie, geb. Simon. Sein älterer Bruder war Otto Brahm. Er begann, nachdem er bei Carl August Görner dramatischen Unterricht genossen hatte, in Gera seine Bühnenlaufbahn, war dann in Chemnitz, Berlin, Bremerhaven, Köln, Dessau, Salzburg, Karlsbad und Breslau engagiert und kam 1890 nach Hamburg ans Thaliatheater. Bei Gründung des Deutschen Schauspielhauses 1900 trat er an diese Bühne über und debütierte als „Hafenarbeiter“ in Jugend von heute (Otto Ernst). Dort blieb er bis zu seinem Tod tätig; Brahm war vor allem als Charakterkomiker beliebt und geschätzt und wurde später zum Ehrenmitglied dieses Hauses ernannt.[3]
Zu seinen beliebten Rollen gehörten u. a.: „Blumenkranz“ in Gold-Onkel (Emil Pohl), „Schmock“ in Die Journalisten (Gustav Freytag), „Adam“ in Adam und Eva und „Börsianer Wiener“ in Agnes Jordan (Georg Hirschfeld).
Ludwig Brahm starb 1926 im Alter von 63 Jahren auf einer Erholungsreise an einem Herzleiden.
1892 heiratete er Martha Biesenthal (* 1868 in Hamburg; † 1966 in Santa Monica, Kalifornien). Ihr Sohn war der Schauspieler und Regisseur John Brahm (1893–1982), die Tochter die Schauspielerin Gertrud(e) Brahm (* 1894 in Hamburg).[4]
Literatur
- Ludwig Eisenberg: Großes biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Verlag von Paul List, Leipzig 1903, S. 118, (Textarchiv – Internet Archive).
- P. S.: Der lachende Philosoph der Theaters: Gedenkworte zum Tode von Ludwig Brahm. In: Neues Wiener Journal vom 1. Juli 1926, S. 6