Ludwig Vaubel

deutscher Jurist und Unternehmer From Wikipedia, the free encyclopedia

Ludwig Vaubel (* 21. Juni 1908 in Gießen; † 12. November 1988[1]) war ein deutscher Jurist, Unternehmer, Generaldirektor und Vorstandsmitglied der Glanzstoff AG.[2]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung in Gießen studierte Ludwig Vaubel Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg und der Universität Gießen. In Gießen promovierte er 1932 über "Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Oberhessen" und legte dort die beiden juristischen Staatsexamen ab. Nach kurzer Zeit als Rechtsassessor an Gerichten in Hessen begann er 1934 seine Tätigkeit als Mitarbeiter bei der Glanzstoff AG in Wuppertal-Elberfeld. Seit 1941 leitete er dort die Rechtsabteilung und das Direktionssekretariat. 1953 wurde er Mitglied des Vorstands und war von 1969 bis 1972 Vorstandsvorsitzender der Enka Glanzstoff AG. Außerdem gehörte er den Vorständen bzw. Aufsichtsräten der mit der Glanzstoff AG verbundenen Unternehmen an.

Ein besonders wichtiger Aspekt seiner Tätigkeit war sein Wirken in mehreren Industrie- bzw. Arbeitgeberverbänden, in denen er sich vor allem um die Bildungspolitik und Bildungsarbeit kümmerte, d. h. um die Beziehung zwischen Schule und Wirtschaft sowie die Erwachsenenbildung in diesem Bereich. So war er u. a. Mitglied im Kuratorium der 1959 gegründeten Walter-Raymond-Stiftung.

1969 wurde Ludwig Vaubel mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Einer seiner Söhne ist der Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer Roland Vaubel (1948–2024).

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Unternehmer gehen zur Schule. Ein Erfahrungsbericht aus USA. Droste, Düsseldorf 1952.
  • Bildungsprobleme der modernen Industriegesellschaft. Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, Essen-Bredeney 1957.
  • (Mitautor): Eigentum und Eigentümer in unserer Gesellschaftsordnung (= Veröffentlichungen der Walter-Raymond-Stiftung, Bd. 1). Westdeutscher Verlag, Opladen 1960.
  • (Mitautor): Wirtschaft und Schule (= Veröffentlichungen der Walter-Raymond-Stiftung, Bd. 5). Westdeutscher Verlag, Opladen 1965.
  • Zusammenbruch und Wiederaufbau. Ein Tagebuch aus der Wirtschaft 1945–1949. Hrsg. von Wolfgang Benz (= Biographische Quellen zur deutschen Geschichte nach 1945, Bd. 1). Oldenbourg, München 1984, ISBN 3-486-52371-6.
  • Glanzstoff, Enka, Aku, Akzo. Unternehmensleitung im nationalen und internationalen Spannungsfeld 1929 bis 1978. Drei Teile. Enka AG, Haan 1986.

Festschriften

  • Unternehmer und Bildung. Festschrift zum 60. Geburtstag von Ludwig Vaubel (= Veröffentlichungen der Walter-Raymond-Stiftung, Bd. 10). Westdeutscher Verlag, Opladen 1968.
  • Horst Albach (Hrsg.): Lebenslanges Lernen. Festschrift für Ludwig Vaubel zum siebzigsten Geburtstag (= USW-Schriften für Führungskräfte, Bd. 11). Gabler, Wiesbaden 1978, ISBN 3-409-87411-9.

Einzelnachweise

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