Lufingen
Gemeinde in der Schweiz
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Lufingen ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz. Ihr Mundartname ist Lufige.[5]
| Lufingen | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Bülach |
| BFS-Nr.: | 0063 |
| Postleitzahl: | 8426 |
| Koordinaten: | 687081 / 260556 |
| Höhe: | 459 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 434–590 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 5,18 km²[2] |
| Einwohner: | 2840 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 548 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 21,1 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Gemeindepräsidentin: | Yvonne Dorenkamp (parteilos) |
| Website: | www.lufingen.ch |
Reformierte Kirche Lufingen | |
| Lage der Gemeinde | |
Geographie

Lufingen liegt zwischen dem Glatttal und dem Tösstal im Zürcher Unterland. Zur Gemeinde Lufingen gehört auch die Ortschaft Augwil. Der Landwirtschaft dienen 42,1 % der Gemeindefläche, 37,6 % ist Wald, 3,7 % dienen dem Verkehr, 16,4 % sind Siedlungsfläche, und 0,2 % sind Gewässer (Stand 2018).[6]
Geschichte
Im Jahr 1157 wurde Lufingen als Luvingen erstmals urkundlich erwähnt, als Domherr Domenicus in Strassburg Ländereien in Lufingen dem Kloster St. Blasien im Schwarzwald schenkte. Luvingin 1157 = bei den Leuten im Loch (mhd. lûf <Loch, Abgrund>). 1496 bis 1498 war Heinrich Brennwald Rektor der Pfarrkirche Lufingen. Die Gerichtsherrschaft Lufingen wurde im Dezember 1645 vom Kloster St. Blasien an seinen Zürcher Amtmann in Stampfenbach, Gerold Edlibach, verkauft. Der Rat von Zürich billigte diesen Kauf und verlieh Edlibach die Lehnsrechte, da die Stadt oberster Lehnsherr ihres Untertanengebietes war. 1647 verkaufte er die Gerichtsherrschaft an seinen Schwager, Johann Heinrich Waser, Vogt von Kyburg und danach Bürgermeister von Zürich.[7]
Im Ancien Régime gehörte Lufingen zum Embracher Amt der Landvogtei Kyburg. Von 1798 an bildete es eine politische Gemeinde, zunächst bis 1803 im helvetischen Distrikt Bassersdorf, 1803–1814 bzw. ab 1831 im Bezirk Bülach und 1814–1831 im Oberamt Embrach. 1870–1871 wurden Lufingen Moosbrunnen und Hintermarchlen (zuvor Gemeinde Embrach) sowie Augwil und Vordermarchlen (zuvor Gemeinde Oberembrach) zugeteilt.[8]
Bevölkerung
| Jahr | 1634 | 1836 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2020 | 2022 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 148 | 262 | 259 | 332 | 343 | 1159 | 1472 | 1756 | 2066 | 2561 | 2763 |
2022 waren 26,2 % der Bevölkerung evangelisch-reformiert, 22,5 % römisch-katholisch, und 51,3 % hatten eine andere oder keine Konfessionszugehörigkeit.[10]

Sehenswürdigkeiten
Politik
Gemeindepräsidentin ist Yvonne Dorenkamp (parteilos).[11]
Bei der Nationalratswahl 2019 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 44,73 %, glp 13,66 %, FDP 11,25 %, SP 8,31 %, Grüne 7,46 %, EVP 3,54 %, CVP 3,43 %, EDU 3,20 %, BDP 2,61 % und andere (8) 1,82 %.[12]
Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 45,83 % (+1,10 %), glp 12,19 % (−1,48 %), FDP 11,86 % (+0,61 %), SP 11,65 % (+3,35 %), Die Mitte 5,94 % (−0,10 %), Grüne 3,84 % (−3,62 %), EVP 2,86 % (−0,68 %), EDU 2,47 % (−0,73 %), Aufrecht Zürich 1,85 %, andere (11) 1,52 %.[13]
Wappen
- In Gold auf gleichgipfligem, grünem Dreiberg wachsend eine rotstämmige grüne Tanne
Dieses offizielle Wappen löste 1861 ältere, nicht einheitlich verwendete Darstellungen ab.
Persönlichkeiten
- Romano Spadaro (* 1948), Manager und ehemaliger Sportfunktionär
Literatur
- Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. xxx (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1943, DNB 365803049, S. 62–64 (Digitalisat).
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Lufingen
- Statistische Daten der Gemeinde Lufingen
- Ueli Müller: Lufingen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Burgstelle Gelsberg auf burgenwelt.org (mit Fotos)

