Luftteleskop

optische Vorrichtung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Luftteleskop oder Luftfernrohr ist ein Fernrohr, bei dem das Objektiv und das Okular nicht durch einen Tubus (Rohr) verbunden sind.[1] Dieser Teleskoptyp wurde 1675 von den Brüdern Christiaan und Constantijn Huygens erfunden und 1684 von Christiaan in seinem Werk Astroscopia Compendiaria veröffentlicht.[2]

Rohrfreies Teleskop von Christiaan und Constantijn Huygens
Luftfernrohr von Johannes Hevelius

Dabei befestigten sie die Objektivlinse in einem sehr kurzen Tubus an einem Mast. Das Okular wurde ebenfalls in einem kurzen Tubusstück montiert. Diese beiden Tubusstücke verbanden sie mit einer gespannten Saite, so dass der korrekte Abstand nicht für jede Beobachtung neu justiert werden musste.

Hintergrund für solche Fernrohre war das Bestreben, durch ein kleines Öffnungsverhältnis, also große Brennweite im Verhältnis zum Objektivdurchmesser, die Fehler der Aberration zu minimieren. Wegen des hohen Gewichts eines sehr langen Tubus verfiel man darauf, auf diesen zu verzichten.[3]

Einzelnachweise

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