Luis Piazza
italienischer Bildhauer und Maler (Südtirol)
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Luis Piazza (* 29. Januar 1908 in St. Ulrich in Gröden; † 15. November 1977 ebenda) war ein Bildhauer in Gröden.

Biographie
Am Hof Cudan geboren, verbrachte Piazza lange Zeit seiner Kindheit im nahen Raschötzer Wald als Hirte der hofeigenen Tiere. In der Werkstatt des Vaters, Johann Piazza, erlernte er die Bildhauerkunst. Er besuchte die Kunstschule in St. Ulrich unter Ludwig Moroder, Guido Balsamo Stella und Adolf Keim. Er unterrichtete von 1943 bis 1975 an derselben Kunstschule.
Luis Piazza war 1958 mit Robert Moroder, Alex Moroder, Albino Pitscheider, Hermann Moroder, Gilo Prugger und Heinrich Moroder sen. Mitbegründer des Museum Gherdëina in St. Ulrich.
Er wirkte im Kreis der Kunstschaffenden und in der Gruppe Ruscél in St. Ulrich bei jährlichen Ausstellungen mit und war Mitglied des Südtiroler Künstlerbundes.
Beim Zersägen eines Baumstammes verunglückte Piazza 1977 tödlich im Raschötzer Wald.
Werke

Zahlreiche Werke schuf er aus dem bodenständigen schwarzen Bellerophon-Gestein. Luis Piazza betätigte sich auch als Aquarellist von Berglandschaften, experimentierte aber auch mit abstrakter Malerei[1].

Ausstellungen
- 1940: VII Triennale von Mailand
- 1942: IX Sindacale d'arte di Bolzano, Bozen
- 1978: Gedächtnisausstellung in St. Ulrich
- 1989: Ausstellung mit Peter Demetz-Fëur im Museum Gröden.
Bibliographie
- Frida Piazza, Carlo Galasso, Mathias Frei, Liliana Marchetto, Rudolf Moroder-Rudolfine: Luis Piazza Cudan-Pinoi. Eigenverlag, St. Ulrich in Gröden 1978 (deutsch, italienisch, ladinisch).
- Toni Senoner: Na mostra de lecurdanza de doi artistc de Gherdëina Luis Piazza Peter Dmetz. Calënder de Gherdëina 1989, Union di Ladins de Gherdëina St. Ulrich 1988 (ladinisch).
- Gert Ammann: Graphik. 1900-1950. Grafica. Südtirol Alto Adige Tirol Trentino. Ausstellungskatalog, Bozen/Trient/Innsbruck 1980/1981, S. 142 Aquarell Hof in Grödental, S. 143 6 Holzschnitte Höfe im Grödental.