Luminar Technologies
US-amerikanisches Unternehmen
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Luminar Technologies war[2] ein US-amerikanisches Unternehmen, das sich schwerpunktmäßig mit der Entwicklung und Herstellung von Lidar-Sensoren befasste.
| Luminar Technologies, Inc. | |
|---|---|
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US5504241051 |
| Gründung | 2012 |
| Auflösung | 2026 |
| Auflösungsgrund | Insolvenz |
| Sitz | Orlando, Florida, |
| Leitung | Bis Mai 2025 (entlassen): Austin Russell, Chairman
Ab Juni 2025: Paul A. Ricci Chairman |
| Mitarbeiterzahl | 580 (2024)[1] |
| Umsatz | 75,40 Mio. USD (2024)[1] |
| Branche | Elektrooptische Entfernungsmessung |
| Website | www.luminartech.com |
| Stand: 15. Februar 2026 | |
Geschichte
Das Unternehmen wurde 2012 vom damals erst 16-jährigen Austin Russell gegründet. Der Börsengang erfolgte im Dezember 2020 an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ[3] und wurde unter anderem vom deutschstämmigen Investor Peter Thiel vorangetrieben, der zunächst Großaktionär des Unternehmens war.[3] 2026 war er nicht mehr unter den größten Aktionären aufgeführt. Im Dezember 2025 meldete das Unternehmen Insolvenz an und sämtliche Vermögenswerte wurden im Januar 2026 verkauft. Die Tochterfirma für die Chiptechnologie ging für 110 Millionen Dollar an die Firma Quantum Computing Inc. während die Lidar-Technik für 33 Millionen Dollar von Microvision gekauft wurde.
Technologie
Luminar setzte sowohl bei Hard- als auch bei Software auf die Verbesserung und Miniaturisierung von Lidar-Sensoren, die mittels 3D-Laser-Scanning ein möglichst detailliertes Abbild der Umgebung auch bei hohen Geschwindigkeiten liefern können. Diese Technik gilt insbesondere als Schlüsseltechnologie für autonomes Fahren. Dies führte damals zu Kooperationen mit Mercedes-Benz[4] Daimler Trucks AG,[5] Volvo und Intel, die jedoch allesamt erfolglos blieben und von den Kunden beendet/gekündigt wurden.[6]
Finanzen
Umsätze
2022 erzielte Luminar Einnahmen in Höhe von 40,698 Millionen Dollar, eine Steigerung gegenüber 31,944 Millionen Dollar im Vorjahr.[7]
Verluste
Luminar machte seit seiner Gründung jedes Jahr Nettoverluste. Für die am 31. Dezember 2020, 2021 und 2022 endenden Jahre verzeichnete das Unternehmen Nettoverluste in Höhe von 362,3 Mio. Dollar, 238,0 Mio. Dollar bzw. 445,9 Mio. Dollar. Bis 2023 erwirtschaftete Luminar keinen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und wies zum 31. Dezember 2022 ein kumuliertes Defizit von 1,3 Mrd. Dollar auf.[7]
Nachdem der Kunde Volvo erklärte, in zukünftigen Modellen auf Lidar zu verzichten, beantragte Luminar im Dezember 2025 Gläubigerschutz nach Chapter 11.[8]
