Lupitz

Wohnplatz im Ortsteil Kusey der Stadt Klötze From Wikipedia, the free encyclopedia

Lupitz ist ein Wohnplatz von Kusey, einem Ortsteil der Stadt Klötze im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Schnelle Fakten Stadt Klötze ...
Lupitz
Stadt Klötze
Koordinaten: 52° 35′ N, 11° 6′ O
Höhe: 68 m
Fläche: 2,76 km²[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Kusey
Postleitzahl: 38486
Vorwahl: 039005
Lupitz (Sachsen-Anhalt)
Lupitz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Lupitz in Sachsen-Anhalt
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Geografie

Lupitz, heute Lupitzer Straße in Kusey

Das altmärkische Dorf Lupitz liegt im Südosten des Ortsteils Kusey, etwa sechs Kilometer südwestlich von Klötze sowie nördlich des Naturparks Drömling und des EU-Vogelschutzgebietes „Feldflur bei Kusey“. Südlich wird Lupitz vom Kuseyer Abzugsgraben begrenzt, der nach Westen fließt.[2]

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Die erste urkundliche Erwähnung von Lupitz stammt aus dem Jahre 1555 als Luptz aus den Sentenzenbüchern des Kurmärkisches Kammergerichtes.[1][3] Wilhelm Zahn berichtet: Bei einer Grenzbesichtigung im Jahre 1555 zeigte der Pfarrer von Clötze an, dass die wüste Dorfstelle Lubitz, welche ehemals von der Familie von Alvensleben zu einem geistlichen Lehn der Kirche in Clötze geschenkt, jetzt von Gebhard von Alvensleben wieder entzogen sei.[4] Weitere Nennungen sind 1598 wüste dorff Lubitz, 1646 wüste dorff Lübitz[1] und 1804 Lubitz, Lupitz.[5]

Im Jahre 1760 wurde ein Kolonistendorf angelegt, um 1780 wurde der Lubitzer Krug genannt. 1789 lebten im Kolonistendorf 12 Kätner und Büdner, 3 Hausleute oder Einlieger. 1872 wird ein nicht kreistagsfähiges Gut genannt. Ein Rittergut Lupitz (Gutsbezirk) wurde 1885 erstmals und 1900 letztmals genannt. Es muss vor 1905 mit der Landgemeinde Lupitz vereinigt worden sein.[1]

Schon im Jahre 1855 kaufte Albert Schultz-Lupitz das heruntergewirtschaftete Gut Lupitz und entwickelte dort im Laufe von Jahrzehnten erfolgreich neue Methoden, um die Fruchtbarkeit der Sandböden zu erhöhen.[6] Heute ist eine Straße in Kusey nach ihm benannt.

Bei der Bodenreform 1946 wurden 170 Hektar enteignet, davon kamen 157,3 Hektar an 36 Siedler. 1948 waren es dann 37 Erwerber, davon 3 Neusiedler.[1]

Eingemeindungen

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Lupitz aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Kusey im Landkreis Gardelegen eingemeindet.[7] Lupitz wurde damit ein Wohnplatz von Kusey, jedoch kein Ortsteil.[8]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
1789052
1798060
1801061
1818065
1840126
1864166
Jahr Einwohner
1871179
1885168
1892[0]200[9]
1895166
1900[0]196[9]
1905206
Jahr Einwohner
1910[0]226[9]
1925230
1939208
1946181
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Gutsbezirk

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner
188534
189524
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946[1]

Religion

Die evangelischen Christen aus Lupitz gehören zur Kirchengemeinde Neuferchau, die früher zur Pfarrei Immekath gehörte.[10] Heute werden sie betreut vom Pfarrbereich Steimke-Kusey im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Der Ortsfriedhof befindet sich am Ostausgang des Wohnplatzes.
  • In Lupitz auf Friedhof steht der Rest eines Denkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.[12]

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII). Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-2235-5, S. 1417–1419, doi:10.35998/9783830522355 (E-Book zur zweibändigen Druckausgabe).
  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, OCLC 614308966, S. 146 (Reprint 2018, SelbstVerlag Eugen & Constanze Gliege).
  • J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Hrsg.: J[ohann] A[ugust] F[riedrich] Hermes, M[ichael] J[ulius] Weigelt. Zweiter, oder topographischer Teil. Selbstverlag und W. Heinrichshofen in Kommission, Magdeburg 1842, OCLC 1071081004, S. 339–340, 108. Lupitz (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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