Łupawsko
Dorf in Polen
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Łupawsko (deutsch Lupowske, ab 29. Dezember 1937 Grünenwalde) ist ein Dorf im Verwaltungsbezirk Gmina Czarna Dąbrówka im Powiat Bytowski in der polnischen Woiwodschaft Pommern.
| Łupawsko | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Bytów | |
| Gmina: | Czarna Dąbrówka | |
| Geographische Lage: | 54° 17′ N, 17° 35′ O | |
| Einwohner: | ||
Geographische Lage
Das Dorf liegt im östlichen Hinterpommern, am Jassener See (poln. Jezioro Jasień), etwa 13 Kilometer nordnordöstlich von Bytów, acht Kilometer nordnordöstlich des Kirchdorfs Pomysk Wielki und drei Kilometer südwestlich des Kirchdorfs Jasień am gegenüberliegenden Ufer des Sees.
Zwei Kilometer westsüdwestlich des Dorfkerns liegt an einem Ausfluss des Großen Schottow-Sees die Ortschaft Lipieniec.
Geschichte

Im Jahr 1310 gab Markgraf Waldemar dem Kloster Oliva das Dorf Pomisco (Groß und Klein Pomeiske) mit 70 Hufen und allen Seen im Zubehör, insbesondere mit dem See Lupansko (Lupowske, später Jassener See), halben Obrowe (Wobberow) und einem Zug im Scotansko (Schottow) mit Lypeniza (Liebgen, früher Libienz), mit Heide, Jagden, Waldhonig; diese Schenkung bestätigte 1374 der pommersche Herzog Kasimir.[1] Auf der Lubinschen Karte von 1618 ist das Dorf unter dem Namen Thom Lupafsken verzeichnet, der Jassener See, an dem es liegt, als Lupofke Lacus. Um 1628, als der Ort Grunenwalde genannt wurde, gehörte er zum fürstlichen Domänenamt Butaw.[2]
Zur Zeit der kurbrandenburgischen Besitzergreifung des Landes Butaw am 18. Juni 1658 hatte Lupowske einen Schulzen, vier Bauern und einen Schützen (Jäger), der im Wald bei Lipinetze (Libienz oder Liebgen) am Ausfluss des Schottow-Sees wohnte, zugleich Holzwärter war und über Fischereirechte für den Hechtfang verfügte. Der Schulze und die vier Bauern besaßen zusammen vier Kühe, vier Ochsen und zwei Pferde.[3] Um 1782 hatte Lupowske einen Freischulzen, vier Bauern und einen Krüger.[4]
Um die Mitte des 19. Jahrhunderts sprachen in Lupowske fast alle Einwohner kaschubisch.[5]
Am 25. Juni 1881 wurde in Lupowske eine Postagentur eröffnet, die eine Filiale des Postamts in Damerkow war.[6]
Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 868,3 Hektar großen Gemarkung der Landgemeinde Lupowske 38 viehhaltende Haushaltungen gezählt, die zusammen 29 Pferde, 86 Stück Rindvieh, 33 Schafe und 109 Stück Borstenvieh hielten.[7]
Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Dampen eine Flächengröße von 8,7 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 34 bewohnte Wohnhäuser an sieben verschiedenen Wohnplätzen:[8]
- Forsthaus Wobbrow
- Forsthaus- und Waldarbeiterkolonie Liebgen
- Lupowske
- Waldarbeiterkolonie Abbau Lupowske
- Waldarbeiterkolonie Herrmannshof
- Waldarbeiterkolonie Jassewo
- Waldarbeiterkolonie Neukrug
Um 1935 hatte Lupowske unter anderem einen Gasthof und eine Mühle.[9]
Am 29. Dezember 1937 wurde die Gemeinde Lupowske in Grünenwalde umbenannt.[10]
Bis 1945 bildete Grünenwalde eine Landgemeinde im Landkreis Bütow im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Grünenwalde war dem Amtsbezirk Pomeiske zugeordnet. Das Standesamt befand sich in Jassow.
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Region im März 1945 durch die Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende wurde Grünenwalde zusammen mit ganz Hinterpommern von der Sowjetunion der Volksrepublik Polen zur Verwaltung überlassen. In der darauf folgenden Zeit wanderten Polen zu, und die allermeisten Dorfbewohner wurden von der polnischen Administration aus Grünenwalde vertrieben. Der Ortsname wurde zu „Łupawsko“ polonisiert.
Demographie
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1782 | – | Dorf, mit einem Freischulzen, vier Bauern, einen Krüger und sechs Feuerstellen (Haushaltungen), zum königlichen Domänenamt Bütow gehörig, eingepfarrt zu Jassen[4] |
| 1818 | 35 | Dorf, königliche Besitzung, zum Kirchspiel Groß Pomeiske gehörig[11] |
| 1825 | 70 | Dorf am See gleichen Namens, mit den Büdnerwohnungen Libienz, Schluppe und Woberow sowie der Försterei Jassewe[12] |
| 1846 | 197 | Dorf[13] |
| 1852 | 206 | Dorf[14] |
| 1855 | 215 | am Jahresende, davon 189 Evangelische und 26 Katholiken[15] |
| 1864 | 262 | am 3. Dezember, Gemeindebezirk[16] |
| 1867 | 258 | am 3. Dezember, Landgemeinde[17] |
| 1871 | 263 | am 1. Dezember, Landgemeinde, davon 256 Evangelische, fünf Katholiken und zwei Juden[17] |
| 1885 | 206 | am 1. Dezember, Landgemeinde, davon 203 Evangelische und drei Katholiken[18] |
| 1895 | 219 | am 2. Dezember, Landgemeinde, davon 204 Evangelische und 15 Katholiken[19] |
| 1905 | 236 | am 1. Dezember, Landgemeinde, davon 207 Evangelische (205 mit deutscher Muttersprache, zwei mit einer anderen Sprache) und 29 Katholiken (drei mit deutscher und 26 mit polnischer Muttersprache)[20] |
| 1910 | 246 | am 1. Dezember[21] |
| 1925 | 275 | Landgemeinde, in 54 Haushaltungen, sämtlich Evangelische[8] |
| 1933 | 259 | [22] |
| 1939 | 226 | [22] |
Kirche
Kirchspiel bis 1945
In Grünenwalde waren die Einwohner mit seltenen Ausnahmen Evangelische. Das evangelische Kirchspiel war in Groß Promeiske.
Das katholische Kirchspiel war in Bütow.
Polnisches Kirchspiel seit 1945
Die seit 1945 und Vertreibung der einheimischen Dorfbewohner anwesende polnische Einwohnerschaft gehört mit seltenen Ausnahmen der Römisch-katholischen Kirche in Polen an.
Das polnische evangelische Kirchspiel ist in Bütow.
Literatur
- Lupowske, Dorf, am Jassener See, Kreis Bütow, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Lupowske (meyersgaz.org).
- Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 1056, Nr. (16) (Google Books).
Weblinks
- Amtsbezirk Pomeiske (Territorial.de)
- Die Gemeinde Lupowske im ehemaligen Kreis Bütow in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011)
- Historische Ortsbeschreibungen Kreis Bütow: Lupowske (buetow-pommern.info)
