Luz de Mar
Schiff, Baujahr 2005
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Die Luz de Mar ist ein 2005 gebauter Hochseebergungsschlepper. Es ist, wie auch das Schwesterschiff Miguel de Cervantes, Teil des spanischen Notschleppkonzepts und wird vom öffentlichen Unternehmen Salvamento Marítimo betrieben.[1]
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Geschichte
Die Katastrophe des Öltankers Prestige, die sich im November 2002 vor der Küste Galiciens ereignete, war mit einer Verschmutzung von fast 63.000 Tonnen Schweröl eine der größten Umweltkatastrophen in Spanien. Die Bewältigung dieser Krise machte die Mängel bei der Seenotrettung und der Bekämpfung der Verschmutzung deutlich und führte zur Beschaffung von Spezialschiffen wie der Don-Inda-Klasse und auch der Luz-de-Mar-Klasse. Damals hieß es, Galicien werde bis 2007 über die modernsten Mittel zur Bekämpfung von Umweltverschmutzung und zur Rettung verfügen. Die Ankunft der Luz de Mar (Bugnummer: BS-41) war 2005 der sichtbarste Teil einer Überarbeitung der Sicherheitsmaßnahmen an der Costa da Morte. Die Ankunft der Luz de Mar ging einher mit der Ablösung der Ría de Vigo.[2]
Sowohl die Luz de Mar als auch das Schwesterschiff Miguel de Cervantes wurden zwischen 2003 und 2005 in der Werft Astilleros Armon in Vigo gebaut.[3] Das Design stammt aus der technischen Abteilung von Armon, dem mit dem Bau beauftragten Unternehmen, welches auf die Erfahrungen mit Schleppern und Rettungsschiffen zurückgreifen konnte. Die allgemeine Form der Schiffe vermittelt einen Eindruck von Robustheit, mit einem sehr hohen, am Ende abgerundeten Bug, der fast zwei Drittel der Länge einnimmt. Darüber befinden sich ein weiteres Deck und die Kommandobrücke mit Rundumsicht.[4]
Aufgaben
Das Mehrzweckschiff kann als Plattform zur Unterstützung von maritimen Operationen eingesetzt werden. Aufgabenbereiche[1]:
- Rettung von Personen
- Bekämpfung der Meeresverschmutzung
- Unterstützung und dem Abschleppen von havarierten Schiffen
Ausstattung
Die Besatzung besteht aus 18 Personen plus 8 möglichen Hilfskräften in zwei Vierbettkabinen. Es gibt einen Erste-Hilfe-Raum. Darüber hinaus können bis zu 15 Schiffbrüchige auf Sitzen in einem Raum untergebracht werden, der direkt vom Achterdeck aus zugänglich ist.[4] Es gibt einen speziell ausgestatteten Raum für die Arbeit von Tauchern, ein Seadark-Radar, Nachtsichtkameras (FLIR), Feuerlöschgeräte und zwei verschiedene Systeme zur Bekämpfung von Ölteppichen sowie Dispergiermitteln.[5] Die Luz de Mar verfügt über eine Kapazität von 290 m³ für flüssige Abfälle und ist mit Auslegern zum Einsammeln von Verschmutzungen ausgestattet. Dazu gibt es Saugpumpen, Sperren und Skimmer.[1] Für Schleppvorgänge wurden Winden am Bug und Heck installiert. Beim Pfahlzug werden 128 Tonnen erreicht.
Als Beiboote verfügt es über ein 9,5 Meter langes Arbeitsboot, das von einem Volvo-Dieselmotor mit Düsenpropeller angetrieben wird, und ein RHIB Zodiac Hurricane 733 mit Hydrojets. Diese Beiboote verfügen über entsprechende Davits, um ihren Einsatz auch bei rauer See zu ermöglichen.[4]
Sonstiges
Der deutsche Bergungsschlepper Baltic basiert auf dem Design der Luz de Mar und ihrem Schwesterschiff. Die Baltic wurde am 26. August 2010 als Baunummer V077 ebenfalls auf der spanischen Werft Astilleros Armon S.A. in Vigo fertiggestellt.[6]
Weblinks
- Luz de Mar, Astilleros Armon Vigo
- Luz de Mar, Bildersammlung, Baixamar
