Löhmar

Ortsteil von Schwarzenbach am Wald From Wikipedia, the free encyclopedia

Löhmar ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Der Ort liegt in der Gemarkung Löhmar.[3]

Schnelle Fakten Stadt Schwarzenbach am Wald ...
Löhmar
Koordinaten: 50° 16′ N, 11° 34′ O
Höhe: 566 (520–575) m ü. NHN
Einwohner: 31 (31. Dez. 2020)[1]
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 95131
Vorwahl: 09289
Karte
Lage von Löhmar in Schwarzenbach am Wald
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Geografie

Das Dorf befindet sich in nordwestlicher Hanglage auf einer Hochfläche, die zwischen den Tälern der Wilden Rodach im Südosten und der Zegast im Nordwesten liegt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schwarzenstein (2,5 km nordöstlich). Ein Anliegerweg führt nach Zuckmantel (0,5 km nordöstlich).[4]

Geschichte

Zur Realgemeinde Löhmar gehörten Löhmarmühle, Oberleupoldsberg, Schmölz, Schübelhammer, Überkehr, Unterleupoldsberg, Viceburg und Zuckmantel. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Löhmar aus 16 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das bayreuthische Verwaltungsamt Schwarzenbach am Wald, das Rittergut Schwarzenstein, Rittergut Schwarzenbach und das Rittergut Lippertsgrün gemeinsam inne. Grundherren waren das Verwaltungsamt Schwarzenbach (3 Gütlein) und das Rittergut Schwarzenstein (Oberes Schloss: 2 Frongüter, 1 halbes Frongut, 5 Häuser; Unteres Schloss: 4 Frongüter, 1 Tropfhaus).[5]

Von 1797 bis 1810 unterstand Löhmar dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Löhmar dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bernstein zugewiesen.[6] Zugleich entstand die Ruralgemeinde Löhmar. Zu dieser gehörten die Orte Hühnergrund, Löhmarmühle, Oberleupoldsberg, Oberschmölz, Schübelhammer, Überkehr, Unterleupoldsberg, Unterschmölz und Zuckmantel. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Löhmar zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 4,806 km².[7] Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Löhmar im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schwarzenbach am Wald eingemeindet.[8]

Einwohnerentwicklung

Gemeinde Löhmar

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 181918401852185518611867187118751880188518901895190019051910191919251933193919461950195219611970
Einwohner 332465530545551505509503534483459482466456430396382339314376326305265228
Häuser[9] 65676563706668
Quelle [6][10][10][10][11][12][13][14][15][16][17][10][18][10][19][10][20][10][10][10][21][10][7][22]
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Ort Löhmar

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr 001799001819001861001871001885001900001925001950001961001970001987002020
Einwohner 75 *13817115415914611910684706531
Häuser[9] 13242324212325
Quelle [23][6][11][13][16][18][20][21][7][22][24][1]
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* 
inklusive Löhmarmühle

Religion

Löhmar ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Schwarzenbach am Wald gepfarrt.[5][7]

Literatur

Commons: Löhmar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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