MATE Desktop Environment

freie Desktop-Umgebung für unixoide Systeme wie z. B. Linux From Wikipedia, the free encyclopedia

MATE ist eine freie Desktop-Umgebung für unixoide Systeme wie z. B. Linux. MATE entstand 2011 als Abspaltung der Desktop-Umgebung Gnome 2. Der Name leitet sich von der Mate-Pflanze ab (spanisch yerba mate), wurde aber auch mit der Interpretation als rekursives Backronym MATE Advanced Traditional Environment belegt.

Schnelle Fakten Basisdaten ...
MATE Desktop Environment
Logo
Bildschirmfoto von MATE 1.26 (in Fedora 34)
MATE 1.26 mit Standard-Theme in Fedora 34
Basisdaten
Entwickler Perberos und andere
Erscheinungsjahr 2011
Aktuelle Version 1.28.2[1]
(11. März 2024)
Aktuelle Vorabversion 1.27.0[2]
(11. November 2022)
Betriebssystem Unixoide Systeme mit X11
Programmier­sprache C[3], C++, Python
Kategorie Desktop-Umgebung
Lizenz GPL, LGPL (Freie Software)
deutschsprachig ja
mate-desktop.org
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Geschichte

Nach Gnome 2 wurde Gnome 3 entwickelt und das Bedienkonzept stark verändert. Viele Benutzer wollten die bewährten Bedienmechanismen von Gnome 2 beibehalten, nur wurde Gnome 2 nicht mehr weiterentwickelt und nicht länger mit Sicherheitsentwicklungen weitergepflegt. Aus Unzufriedenheit darüber ist in der Folge das MATE-Projekt entstanden, dessen Mitwirkende sich dann der Gnome 2-Desktopumgebung angenommen haben.[4] Mit dem Konfigurationswerkzeug MATE Tweak lassen sich verschiedene vordefinierte Kombinationsvarianten für Panel und Menu auswählen.[5]

Versionsgeschichte

Weitere Informationen Version, Veröffentlichung ...
Version Veröffentlichung Anmerkungen
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.0 Juni 2011 Erstveröffentlichung nach Vorstellung im Arch-Linux-Forum im Juni 2011.[6]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.2 16. Apr. 2012 Alle Konflikte mit dem generellen Gnome wurden behoben; alle Konfigurationsdateien wurden nach ~/.config/mate verschoben.[7]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.4 30. Juli 2012 Die Integration von mate-keyring wurde verbessert; Dateimanager wurde verbessert.[8]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.6 2. Apr. 2013 Systemd-logind-Unterstützung wurde verbessert; Dateimanager wurde verbessert.[9]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.8 4. März 2014 verbessert wurden: Dateimanager, Panel (Desktopleisten), Dokumentation, Bildschirmschoner, Applets (Zusatzprogramme), Übersetzungen, Programmcode; Fenstermanager lässt Fenster einrasten; optionaler Fenstermanager Metacity wird unterstützt; Diashow des Bildbetrachters zeigt Bilder auch in zufälliger Reihenfolge; Blueman wird als Bluetoothgrundlage verwendet; Befehls-Applet wurde hinzugefügt; Programm für online-Textveröffentlichung wurde hinzugefügt (für paste.mate-desktop.org); Installationspakete wurden ersetzt; Fehler wurden beseitigt.[10]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.10 11. Juni 2015 Die Portierung auf Gtk+ 3 ist weiter vorangetrieben worden und ist nun in einer experimentellen Form verfügbar: damit ist jede MATE-Komponente derzeit mit Gtk+ 2 oder mit Gtk+ 3 kompilierbar. Der Dateimanager Caja hat einen Erweiterungsmanager erhalten: Mit ihm ist es Anwendern möglich, Plugins zur Laufzeit hinzuzufügen und diese zu aktivieren oder zu deaktivieren. Libmatemixer, eine Audio-Mixer-Objektcodebibliothek kommt neu zur Desktop-Umgebung hinzu; der Dokumentenbetrachter Atril beherrscht mit der neuen Version das E-Book-Format EPUB. Diverse Speicherlecks sind mit der neuen Version beseitigt worden.[11][12]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.12 5. Nov. 2015 Verbesserungen der GTK3-Unterstützung inklusive GTK 3.18, sowie in Multitouch, Natural Scrolling, Multi Monitor, Power Applet, Screensaver (Deaktivierung während Videowiedergabe), und systemd. Unterstützung von win32 und osx wurde entfernt.[13]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.14 8. Apr. 2016 Verbesserungen der GTK3-Unterstützung inklusive GTK 3.20-Unterstützung aller MATE-Themes.[14]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.16 21. Sep. 2016 Verbesserungen der GTK3-Unterstützung inklusive GTK 3.22, Portierung von Anwendungen von GApplication zu GTKApplication.[15]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.18 13. März 2017 Unterstützung nur noch von GTK3+[16]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.20 7. Feb. 2018 Unterstützung von HiDPI.[17]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.22 18. März 2019 Unterstützung von Wayland für das Panel.[18]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.24 10. Feb. 2020 Verbesserungen von Eye of MATE und des Panels für Wayland und HiDPI.[19]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1.26 3. Aug. 2021 Verbesserung der Wayland-Unterstützung, Einführung weiterer Optionen wie Do-Not-Disturb, Bildschirmskalierung; Optimierung von Atril für große Dateien; neu ist auch ein Wiki mit Hilfestellungen für neue Entwickler.[20]
Aktuelle Version: 1.28 12. Feb. 2024 Weitere Verbesserung der Wayland-Unterstützung,[21]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version
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Übernommene Programme

Neben der eigentlichen Desktopumgebung wurden auch die Systemanwendungen von Gnome 2 übernommen und in hauptsächlich spanische Begriffe umbenannt.

  • Caja (Box, Kiste, Gehäuse) – Dateimanager (von Nautilus)
  • Pluma (Schreibfeder, Federkiel) – Texteditor (von Gedit)
  • Eye of MATE (kurz EoM) – Bildbetrachter (von Eye of GNOME)
  • Atril (Lesepult) – Dokumentenbetrachter (von Evince)
  • Engrampa (Hefter) – Archivverwalter (von File Roller)
  • MATE Terminal – Terminalemulation (von GNOME Terminal)
  • Marco ((Fenster-)Rahmen) – Fenstermanager (von Metacity)
  • Mozo (Kellner) – Menüeditor (von Alacarte)

Linux-Distributionen

Mate ist in einigen Linux-Distributionen enthalten. Die offizielle Website listet verschiedene Distributionen von Arch Linux bis Void Linux auf. Die dedizierte Distribution Ubuntu MATE gibt es ab der Ubuntu-Version 14.04 LTS.[22] Die für Linux Mint entwickelten MintTools wie z. B. das Startmenü MintMenu stehen auch anderen Distributionen zur Einbindung in MATE zur Verfügung.

Siehe auch

Einzelnachweise

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