MJ Delaney
britische Regisseurin
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Leben
Delaney wurde in London geboren. Ihre Mutter stammt aus Cardiff, Wales.[2] Delaney hat vier ältere Brüder, darunter der Journalist Sam Delaney.[2]
Delaney studierte an der Oxford-Universität und machte dort 2007 ihren Abschluss in Anglistik.[1][2] Nach Abschluss ihres Studiums entschloss sie sich zunächst für eine Karriere als Journalistin, u. a. beim Männermagazin Shortlist.[2] Ihre Arbeit als Modejournalistin führte sie daraufhin zu freiberuflichen Jobs als Kostümbildassistentin bei Video- und Werbedrehs im Bereich der Modeindustrie.[2] Inspiriert von den Dreharbeiten hinter den Kulissen entschloss sich Delaney sich der Regiearbeit zuzuwenden und drehte zunächst Musikvideos auf eigene Kosten in ihrer Freizeit[2], von ihr selbst als „an expensive hobby“ („ein teures Hobby“) beschrieben.[1]
Delaney hat zwei Kinder, Shirley und Ray (* April 2023), mit Bashan Aquart.[3][4] Arquart ist Executive Creative Director bei AKA NYC, einer Entertainment-Agentur in New York City.[5][6][7]
Karriere
Zum ersten Mal konnte Delaney eine ihrer Regiearbeiten (mit dem Titel Deaf, Dumb & Blind) einem öffentlichen Publikum im Rahmen der Kunstausstellung Black America im Londons East End präsentieren.[2] Anschließend folgten Reportagen für das Magazin Dazed & Confused zu Events der Modeindustrie, u. a. ein Backstage-Bericht zur Vivienne Westwood Red Label Show im Smithfield Market.[2]
2010 erregte ihre Regie-Arbeit „Newport State of Mind“ virale Aufmerksamkeit.[8] Ihr Video, das den Text und das Video des Musik-Hits Empire State of Mind von Jay-Z und Alicia Keys parodiert, wurde auf YouTube von fast 2,5 Millionen Menschen gesehen, bevor es aufgrund von Urheberrechtsverletzung von der Plattform entfernt wurde.[1][8] Eine weiterhin zugängliche Version ist 2011 im Rahmen des Red Nose Day entstanden.[8][9] 2011 zeichnete sie sich für eine Kurzdokumentation für Plan International verantwortlich.[10][2] 2011 drehte Delaney außerdem den Kurzfilm „Ben and Lump“ (mit Veröffentlichung im Jahr 2012) für das Programm Coming Up, das von 2003 bis 2013 Produktionen junger Filmschaffender bei Channel 4 präsentierte.[1] Im selben Jahr wurde auch Delaneys erste Regiearbeit bei einer Werbekampagne veröffentlicht.[11] Die Kampagne „Like Brands“ für Aldi[12] wurde 2011 mit dem British Arrows Craft Award und 2012 mit dem Creative Circle Award ausgezeichnet.[13][14]
2013 folgte Delaneys Spielfilm-Regidebüt Powder Room, das im November und Dezember 2012 gedreht wurde.[1]
2016 und 2017 drehte Delaney Musikvideos für die Kampagnen #WhatIReallyReallyWant und #FreedomForGirls der Initiative The Global Goals.[15][16][17][18]
Delaney war Teil des Regie-Teams des Kurzfilms Morgana Robinson's Summer, der 2018 mit dem BAFTA für Best Short Form Program ausgezeichnet wurde.[19][8]
Ihre größten Karriereerfolge feierte Delaney mit der Regie bei mehreren Episoden der Comedy-Serie Ted Lasso, die ab 2020 ausgestrahlt wurde. Sie erhielt jeweils für ihre Leistung in der ersten und zweiten Staffel der Apple TV+-Serie eine Emmy-Nominierung in der Kategorie Beste Regie bei einer Comedy-Serie. 2022 gewann sie den Preis.
Filmografie
- 2012: Ben and Lump (Kurzfilm)
- 2013: Powder Room (Spielfilm)
- 2017: Summer Comedy Shorts (Kurzfilm: „Morgana Robinson's Summer“)
- 2021: Frank of Ireland (TV-Serie)
- Seit 2020: Ted Lasso (TV-Serie)
- 2022: Gutsy (Kurzdokumentation)
- 2024: Renegade Nell (Miniserie)
Auszeichnungen (Auswahl)
- 2021: Nominierung für Beste Regie bei einer Comedy-Serie für Ted Lasso
- 2022: Auszeichnung für Beste Regie bei einer Comedy-Serie für Ted Lasso
- 2021: Nominierung für Beste Regieleistung bei einer Comedy-Serie für Ted Lasso
- 2022: Nominierung für Beste Regieleistung bei einer Comedy-Serie für Ted Lasso
Weblinks
- MJ Delaney bei IMDb