MP85
Musikalbum von Michel Portal
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MP85 ist ein Musikalbum von Michel Portal. Die vom 26. bis 29. Juni 2020 im Studio Gil Evans in der Maison de la Culture d’Amiens entstandenen Aufnahmen erschienen 2021 auf Label Bleu. Es ist das letzte Album, das Portal zu Lebzeiten veröffentlichte; der Musiker starb im Februar 2026.[1]
| MP85 | ||||
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| Studioalbum von Michel Portal | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
LP, CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
10 | |||
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49:33 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Studio Gil Evans, Maison de la Culture d’Amiens | |||
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Hintergrund
Der Holzbläser Michel Portal nahm das Album MP85 zur Feier seines 85. Geburtstags auf, mit dem Posaunisten Nils Wogram, dem Pianisten und Keyboarder Bojan Z, dem Bassisten Bruno Chevillon und dem Schlagzeuger Lander Gyselinck. Bojan Z war zudem für die Arrangements und künstlerische Leitung verantwortlich.
Titelliste
- Michel Portal: MP85 (Label Bleu – LBLV 6736)[2]
- African Wind 4:13
- Full Half Moon (Bojan Z) 6:27
- Armenia 4:12
- Jazzoulie 4:55
- Mino-Miro 5:18
- Split the Difference (Nils Wogram) 4:04
- Desertown 5:18
- No Hay 5:11
- Mister Pharmacy 5:41
- Euskal Kantua (Chant Basque) 4:14
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Michel Portal.
Rezeption

Nach Ansicht von Giuseppe Segala, der das Album in All About Jazz rezensierte, verblüfft und bezaubert Michel Portal noch immer mit seinen musikalischen Kreationen. Obwohl seine verblüfft und bezaubert Michel Portal noch immer mit seinen musikalischen Kreationen. Obwohl seine internationalen Konzerttourneen naturgemäß seltener geworden seien, beweise dieses Album eindrucksvoll, dass der Künstlercharakter, seine kreative Vitalität und seine musikalische Substanz nach wie vor ungebrochen sind. In seiner über 60-jährigen Karriere habe sich Portal als eine der führenden Figuren aller Musikgenres etabliert. Während die Musik auf einer düsteren Verschmelzung von Klangfarben basiere, reich an blitzartigen Blasinstrumenten-Einsätzen und verwoben mit Bojans unermüdlichem Klavierspiel, sei ihr charakteristisches Merkmal das ständige Zusammenspiel aller Instrumente, das Wechselspiel zwischen Kombinationen und Brüchen, zwischen rhythmischen Impulsen und klanglichen Nuancen. Dies kenne man bereits von Portals meisterhaftem Werk, doch interpretiere dieses Quintett es mit einem ständigen Fokus auf Überraschung, Verschleierung und Kontrast.[3]
Portal würde eine Atmosphäre schaffen, bei der niemand zu jemandem aufschauen müsse, vielmehr spiele sich alles auf Augenhöhe ab, lobte Wolf Kampmann in Jazz thing. Die flüssigen Improvisationen, die heitere Eleganz der Stücke seien eine Klasse für sich. Portal werde auf seinen Klarinetten und Saxophonen zum Sänger, in den Unisonoparts würde sogar die ganze Band wie ein Chor klingen. Vielleicht sei den Musikern die Erleichterung nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr anzuhören, wie es Portal in den Liner Notes beschreibe. Ein weiteres einendes Band aller fünf Beteiligten sei ihre Sensibilität für den Sound, die sich hier mit großer Leidenschaft manifestiere.[4]