Madlyn Davis

amerikanische Bluessängerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Madlyn Davis (* um 1899; † unbekannt) war eine amerikanische Bluessängerin, die Allmusic zufolge die einflussreichste der klassischen Bluessängerinnen wurde.[1]

Wirken

Über das Leben von Davis ist fast nichts bekannt. 1927 und 1928 nahm sie zehn Titel für das Label Paramount Records in Chicago auf.[1]

Davis’ erste Aufnahmesitzung fand im Juni 1927 statt. Bei „Worried Down with the Blues“ und „Climbing Mountain Blues“ wurde sie von ihren Red Hot Shakers begleitet, einem Quartett, dem vermutlich der Pianist Cassino Simpson angehörte. Im September 1927 nahm sie „Hurry Sundown Blues“ und „Landlady's Footsteps“ mit einer ähnlichen Besetzung auf, diesmal angereichert mit Kazoo- und Trillerpfeifenklängen. Im November 1927 nahm sie mit ihren Hot Shots, einem Trio um Richard M. Jones, zwei Titel auf. „Kokola Blues“ verwendet eine Formel, die später als „Sweet Home Chicago“ populär werden sollte. Die B-Seite, „Winter Blues“, beginnt wie eine Bessie-Smith-Platte und mündet im letzten Refrain in einen mitreißenden Swing. Davis feuerte ihre Musiker dabei auf eine Weise an, die an die Fröhlichkeit von Louis Armstrong erinnert und bald darauf mit Fats Waller & His Rhythm in Verbindung gebracht werden sollte. Bemerkenswert ist, dass sie dabei, obwohl die Aufnahme 1927 entstand, den Begriff „Swing“ verwendete und die Band zum freien Spiel animierte.[1] Die letzte Aufnahme der Sängerin fand im Oktober 1928 mit dem Pianisten Georgia Tom Dorsey und dem Gitarristen Tampa Red als ihren Hot Shots statt. Das Trio spielte „Gold Tooth Mama Blues“, „Death Bell Blues“, „It’s Red Hot“ und „Too Black Bad“ ein.[2] „It’s Red Hot“ wurde unter dem Namen Red Hot Shakin’ Davis veröffentlicht und erinnert an Bertha Hill auf Scrapper Blackwells „Non Skid Tread“.[1]

Was Davis nach Ansicht von Allmusic von vielen ihrer Kolleginnen unterschied, war ihre Bereitschaft, auf einigen ihrer Aufnahmen die getragene Form des Bluesvortrags zu durchbrechen und mitreißendere, kraftvollere Rhythmen zu präsentieren.[1] Die historischen Aufnahmen wurden auf der Kompilation Female Blues Singers, Vol. 5: C/D/E (1921–1928) 1997 von Document Records wiederveröffentlicht.[3]

Einzelnachweise

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