Maekiaphan Phillips

amerikanisch-jungferninselige Indigenenaktivistin und Stammesführerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Maekiaphan Phillips (geboren vor 1980 auf Saint Thomas) ist eine Indigenenaktivistin von den Amerikanischen Jungferninseln. Sie ist seit 2011 Geschäftsführerin der von ihr gegründeten gemeinnützigen Organisation Opi'a Taíno International [dt.: Ich bin Taíno] und fungiert als Kazike (Häuptling) des Taíno Guainía-Stammes (Taíno: iukaieke Guainía) auf den Jungferninseln, einer Gemeinschaft für Nachkommen der Taíno. 2022 erließ der Gouverneur des US-Außengebietes Albert Bryan Jr. vor allem aufgrund ihrer Bemühungen am US-amerikanischen Indigenous Peoples' Day eine Proklamation, die dem Taíno Guainía-Stamm eine wichtige Rolle im sozialen und kulturellen Leben der amerikanischen Jungferninseln zuwies.

Maekianphan Phillips beim Besuch heiliger Petroglyphen

Biographie

Maekiaphan Phillips ist die Urenkelin von Francisca Almestica Delgado, die im Alter von 14 Jahren von dem Piraten James Abbott von der zu Puerto Rico gehörenden Insel Vieques entführt und nach Salt Island (heute Britische Jungferninseln) verschleppt wurde, wo sie später mit einem afrikanischen Mann Kinder bekam.[1]

Saint Thomas, die im Westen gelegene Hauptinsel der amerikanischen Jungferninseln

Maekiaphan Phillips und ihr Ehemann Tesroy Phillips, die gemeinsam 12 Kinder haben, setzen sich für die bundesweite Anerkennung indigener Gemeinschaften ein.[2] Phillips gründete und leitet die gemeinnützige Organisation Opi'a Taino International, Inc., eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, das kulturelle Erbe wiederherzustellen, das Bewusstsein für die Völker der Taíno, Arawak und Kalinago zu schärfen und über sie aufzuklären.[2]

2012 wurde Phillips Kasike des Stammes der Guainía Taíno auf den Jungferninseln.[1] Im selben Jahr hielt sie am Zentrum des Virgin Islands Humanities Councils eine Vorlesung über die Taíno-Kultur.[3] Im März 2016 sprach Phillips vor dem Ausschuss für Kultur, Denkmalschutz, Jugend und Freizeit des Parlaments der Jungferninseln über den Schutz indigener Kultur.[4] Im Jahr 2017 veranstaltete sie am Internationalen Tag der indigenen Völker ein Powwow auf der Insel Saint Thomas.[2]

Nach dem Hurrikan Irma im September 2017 verteilten Phillips und Opi'a Taino, Inc. kostenlose Mahlzeiten. Sie arbeitete für die gemeinnützige Organisation All Hands and Hearts – Smart Response und leitete auch den Wiederaufbau nach Hurrikan Maria, der im September folgte. Phillips baute dabei die Küche ihres Hauses in eine Großküche um, um täglich 50 bis 80 Menschen zu versorgen.[5][6] Im Juni 2021 unterzeichnete Gouverneur Albert Bryan nach einer fast zehnjährigen von Phillips geleiteten Kampagne eine Proklamation zur Anerkennung des Stammes der Guainía Taíno auf den Jungferninseln. Roberts erklärte, der Stamm könne "… Anspruch auf staatliche Gesundheitsleistungen, staatliche Bildungsleistungen, Wohngeld, Berufsausbildung, Landnutzung usw. begründen." und habe das Recht, "an traditionellen religiösen Praktiken und Zeremonien teilzunehmen."[7] Seitdem betont er regelmäßig auch die Beiträge ihres Stammes zur Bewahrung der indigenen Geschichte und Bildung.[8] In den Folgejahren leitete Phillips die Registrierung von Menschen mit Taíno-Abstammung.

Phillips setzte sich für die Stärkung des regionalen Tourismus ein, so auch für die Entwicklung eines Naturschutzgebiets auf St. Thomas, wo Bateys (Wohn- und Verarbeitungseinheiten einer karibischen Zuckerrohrfarm) als Unterkünfte genutzt werden sollen.[1]

Commons: Maekiaphan Phillips – Sammlung von Bildern und Videos
  • Webpräsenz von Opi'a Taino, Inc.
  • Indigenous Archive of the Caribbean (Hrsg.): Maekiaphan Phillips Interview. 28. September 2022 (englisch, youtube.com).
  • PBS (Hrsg.): Are the Taino extinct? This woman knows otherwise. 25. März 2025 (englisch, youtube.com).
  • Eagle clan Lokono-Arawaks (Hrsg.): Historic Caribbean Indigenous Inter-Tribal Meeting with Governor of the US Virgin Islands. 13. November 2022 (englisch, youtube.com).

Einzelnachweise

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