Magnesiumsulfid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Magnesiumsulfid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Sulfide. Es liegt in Form eines rötlichen bis rotbraunen Pulvers vor, jedoch ist chemisch reines Magnesiumsulfid farblos.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Struktur von Magnesiumsulfid
_ Mg2+ 0 _ S2−
Allgemeines
Name Magnesiumsulfid
Andere Namen
  • Magnesium(II)-sulfid
  • MAGNESIUM SULFIDE (INCI)[1]
  • Niningerit
Verhältnisformel MgS
Kurzbeschreibung

weißes oder rötliches bis rotbraunes Pulver[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12032-36-9
EG-Nummer 234-771-1
ECHA-InfoCard 100.031.597
PubChem 82824
ChemSpider 8305407
Wikidata Q424250
Eigenschaften
Molare Masse 56,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,68 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

> 2000 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser[3]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 252302311314400
P: 264270280260273330302+352321361+364301+330+331363304+340305+351+338391405501[4]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Vorkommen

Natürlich kommt Magnesiumsulfid als Bestandteil des in Meteoriten nachgewiesenen Minerals Niningerit vor.

Gewinnung und Darstellung

Magnesiumsulfid kann durch Reaktion von Schwefel oder Schwefelwasserstoff mit Magnesium gewonnen werden.[5]

Ebenfalls möglich ist die Herstellung aus Magnesiumsulfat durch das Kohlenstoffdisulfid-Verfahren von Tiede und Richter,[5]

und durch Überleiten von Schwefelwasserstoff über Ammonium-Carnallit (auch Redikortsevit, wahrscheinlich identisch mit Novograblenovit[6][7]).[5]

Eigenschaften

Die Kristallstruktur von Magnesiumsulfid ist kubisch und entspricht der von Natriumchlorid.[2]

Bei Kontakt mit Wasser oder Feuchtigkeit hydrolysiert Magnesiumsulfid, wobei Magnesiumhydroxid und Magnesiumhydrogensulfid entstehen:

Verwendung

Magnesiumsulfid wird in Kosmetika als Enthaarungsmittel eingesetzt.[8] Mit Cer und Samarium dotiertes Magnesiumsulfid luminesziert bei Bestrahlung mit UV-Licht nach optischer Stimulierung und wird deshalb als Dosimetermaterial eingesetzt.[9]

Einzelnachweise

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