Maik Machulla

deutscher Handballspieler und -trainer From Wikipedia, the free encyclopedia

Maik Machulla (* 9. Januar 1977 in Greifswald) ist ein deutscher Handballtrainer. Als aktiver Handballspieler wurde er überwiegend auf der Position Rückraum Mitte eingesetzt. Seit der Saison 2025/26 ist er Cheftrainer bei den Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga.

Schnelle Fakten Spielerinformationen, Vereinsinformationen ...
Maik Machulla
Maik Machulla bei der Saisoneröffnung der Rhein-Neckar Löwen 2025
Maik Machulla Juli 2025
Spielerinformationen
Geburtstag 9. Januar 1977
Geburtsort Greifswald, DDR
Staatsbürgerschaft DeutscherDeutschland deutsch
Körpergröße 1,89 m
Spielposition Rückraum Mitte
Wurfhand rechts
Vereinsinformationen
Verein Rhein-Neckar Löwen Rhein-Neckar Löwen
Trikotnummer T
Vertrag bis 30. Juni 2028
Vereine in der Jugend
von – bis Verein
0000–1991 DeutschlandDeutschland BSG Einheit Halle-Neustadt
1991–1997 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg
Vereinslaufbahn
von – bis Verein
1997–12/2001 DeutschlandDeutschland SC Magdeburg
12/2001–2002 DeutschlandDeutschland SG Hameln
2002–2010 DeutschlandDeutschland HSG Nordhorn
2010–2011 DeutschlandDeutschland HSG Ahlen-Hamm
2011–2012 DeutschlandDeutschland ASV Hamm-Westfalen
2012–2014 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
2015–2015 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
Nationalmannschaft
Debüt am 10. März 1998
gegen Schweden Schweden in Ellwangen
  Spiele (Tore)
Deutschland Deutschland 12 (20)[1]
Stationen als Trainer
von – bis Station
2009–2010 DeutschlandDeutschland HSG Nordhorn
08–10/2011 DeutschlandDeutschland ASV Hamm-Westfalen
2012–2017 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt (Co-Trainer)
2017–2023 DeutschlandDeutschland SG Flensburg-Handewitt
2024–2024 DanemarkDänemark Aalborg Håndbold
2025– DeutschlandDeutschland Rhein-Neckar Löwen
Stand: 5. Juli 2025
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Karriere

Spieler und -trainer

Der gelernte Kfz-Mechaniker begann seine Karriere in der Jugend bei Einheit Halle-Neustadt und der Sportschule Halle.[2] 1991 ging er mit 14 Jahren in das Internat vom SC Magdeburg und blieb im Verein bis zum Jahr 2002. Mit dem SCM wurde er 2001 Deutscher Meister, zum zweiten Mal nach 1999 EHF-Pokalsieger, DHB-Supercup-Sieger und Vereins-Europameister. Auch beim Champions-League-Sieg 2002 gehörte er noch zum Kader, der in dieser Zeit von Alfreð Gíslason trainiert wurde.

Nachdem er Ende 2001 vom SCM an die SG Hameln ausgeliehen worden war, wechselte er zur Saison 2002/03 dann zur HSG Nordhorn, wo er bis zum Sommer 2010 aktiv war. Höhepunkt dieser Phase war der Gewinn des EHF-Pokals 2008. Nach dem insolvenzbedingten Zwangsabstieg im Jahr 2009 bildete er in der Saison 2009/10 zusammen mit Heiner Bültmann das Trainergespann der HSG. Machulla stand dabei seinem Team auch als Spieler zur Verfügung und wurde mit 245 Toren Torschützenkönig der 2. Handball-Bundesliga.

In der Saison 2010/11 spielte Machulla bei der HSG Ahlen-Hamm. Nachdem sich die HSG aufgelöst hatte, blieb er beim Lizenzinhaber ASV Hamm-Westfalen und war dort zunächst, wie in Nordhorn, Spielertrainer.[3] Ab Ende Oktober 2011 war er nur noch als Spieler aktiv und wurde auf der Trainerposition von Manager Kay Rothenpieler ersetzt.[4]

Seit dem Sommer 2012 lief der Rückraumspieler für den Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt auf, assistierte aber hauptsächlich Cheftrainer Ljubomir Vranjes.[5] Nach der Saison 2013/14 beendete er seine Spielerkarriere, bleibt aber als Co-Trainer bei der SG.[6] In dieser letzten Saison gewann er mit den Flensburgern die Champions-League. Als im Februar 2015 insgesamt acht Spieler der SG Flensburg-Handewitt ausfielen, gab er sein Comeback als Spieler[7] und gewann den DHB-Pokal 2015.

Nationalmannschaft

Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er 12 Länderspiele.

Trainer

Ab Sommer 2017 war Machulla als Nachfolger von Ljubomir Vranjes Cheftrainer der SG Flensburg-Handewitt, mit der er in der Saison 2017/18 sowie 2018/19 die Deutsche Meisterschaft gewann. Sein Vertrag wurde im Oktober 2021 vorzeitig bis zum Ende der Saison 2025/26 verlängert.[8] Nachdem im April 2023 innerhalb kürzester Zeit das DHB-Pokal-Finale (31:38 gegen die Rhein-Neckar Löwen) und auch das European-League-Final 4 verpasst wurde, trennte sich die SG Flensburg-Handewitt am 24. April 2023, einen Tag nach einer 19:29-Niederlage im Nordderby gegen den THW Kiel, von Machulla.[9] Er trainierte zwischen Juli 2024 und November 2024 den dänischen Erstligisten Aalborg Håndbold.[10][11] Machulla wurde zum 1. Juli 2025 neuer Cheftrainer der Rhein-Neckar Löwen.[12][2]

Erfolge

Als Spieler

SC Magdeburg Gladiators

HSG Nordhorn

  • EHF-Pokal 2008

SG Flensburg-Handewitt

  • DHB-Supercup 2013
  • EHF Champions League 2014
  • DHB-Pokal 2015

Als Trainer

SG Flensburg-Handewitt

  • Deutscher Meister 2018 und 2019
  • DHB-Supercup 2019
  • Deutscher Vize-Meister 2020 und 2021

Aalborg Håndbold

  • Dänischer Supercup 2024

Bundesligabilanz

Weitere Informationen Saison, Verein ...
SaisonVereinSpielklasseSpieleTore7-MeterFeldtore
1997/98 SC Magdeburg Bundesliga ? ? ? ?
1998/99 SC Magdeburg Bundesliga 13 18 0 18
1999/00 SC Magdeburg Bundesliga 21 30 0 30
2000/01 SC Magdeburg Bundesliga 30 44 0 44
2001/02 SC Magdeburg Bundesliga 13 11 0 11
2001/02 SG Hameln Bundesliga 19 83 1 82
2002/03 HSG Nordhorn Bundesliga 34 110 0 110
2003/04 HSG Nordhorn Bundesliga 28 83 15 68
2004/05 HSG Nordhorn Bundesliga 34 85 24 61
2005/06 HSG Nordhorn Bundesliga 33 111 29 82
2006/07 HSG Nordhorn Bundesliga 23 52 0 52
2007/08 HSG Nordhorn Bundesliga 31 67 0 67
2008/09 HSG Nordhorn Bundesliga 19 27 0 27
2009/10 HSG Nordhorn 2. Bundesliga 32 245 80 165
2010/11 HSG Ahlen-Hamm Bundesliga 30 52 0 52
2011/12 ASV Hamm-Westfalen 2. Bundesliga 26 59 0 59
2012/13 SG Flensburg-Handewitt Bundesliga 25 6 0 6
2013/14 SG Flensburg-Handewitt Bundesliga 0 0 0 0
2014/15 SG Flensburg-Handewitt Bundesliga 5 4 0 4
1997–2015 gesamt gesamt >416 >1087 >149 >938
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aus HBL-Spielerstatistik[13]

Literatur

Commons: Maik Machulla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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