Maimundis
Burg im Iran
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Maimundis (oder Maimundiz; persisch میمون دز Maymūn-Diz oder میمون دژ Maymūn-Dizh) war eine Residenzfestung der Nizariten (auch „Assassinen“). Ihre Lokalisierung ist umstritten, aber sie wurde in der Nähe der Hauptfestung Alamut gegründet.[1]
| Maimundis | |
|---|---|
| Alternativname(n) | persisch میمون دز Maymūn-Diz, میمون دژ Maymūn-Dizh |
| Staat | Iran |
| Entstehungszeit | umstritten (zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert) |
| Burgentyp | Höhlenburg, Höhenburg |
| Erhaltungszustand | Bauwerkspuren an Felsen |
| Ständische Stellung | Imam, Adel |
| Bauweise | Steinbauweise |
Lage
Die Lokalisierung der Festung ist umstritten. Historiker haben verschiedene Hypothesen aufgestellt, einschließlich Burg Alamut, Burg Navisar-Schah, Burg Schirkuh, Burg Schahrak, und Schams-Kalaye-Höhle. Laut Enayatollah Madschidi (2005) befindet sich Maimundis auf dem Berg Schatan (کوه شاتان Kūh-e Schātān; Lage) in der Nähe des Berges Choschk-Tschal.[2]
Geschichte
Die Entstehungszeit der Festung ist ebenfalls umstritten: 1097 (laut Dschāmiʿ at-tawārīch), 1103 (laut Kaschani in seinem Zubdat at-Tawarich), April 1126 oder 1211–1255 (laut Tarich-i Dschahanguschay) werden genannt.[3]
Maimundis war eine Höhlenburg, die an der Kante einer senkrecht abfallenden Felswand lag.[4] Ihre Schutzwälle waren aus Kies und Gips.[5]
Am 19. November 1256, während des Feldzugs Hülegüs gegen die Nizariten, übergab Rukn ad-Din Churschah die Festung, die die Mongolen zerstörten.[6]
Der Naturwissenschaftler und schiitische Theologe Nasir ad-Din at-Tusi verbrachte einige Zeit in dem Anwesen, während er auf Seiten der Mongolen gegen die Nizariten kämpfte.[7]