Maisbirbaum
Ortschaft im Bezirk Korneuburg
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Maisbirbaum ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Ernstbrunn im Bezirk Korneuburg in Niederösterreich mit 232 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
| Maisbirbaum (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Maisbirbaum | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Korneuburg (KO), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Korneuburg | |
| Pol. Gemeinde | Ernstbrunn | |
| Koordinaten | 48° 30′ 29″ N, 16° 18′ 24″ O | |
| Höhe | 225 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 232 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 9,57 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04103 | |
| Katastralgemeindenummer | 11040 | |
Ortsansicht | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Geografie
Das an der Landesstraße L26 liegende Dorf, in dem hier die L1096 abzweigt, wird vom Maisbirbaumer Bach durchflossen, der im Süden des Ortes in den Senningbach mündet. Im Norden von Maisbirbaum befindet sich der namensgebende Maishof. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 136 Adressen.[3]
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 88 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Ernstbrunn besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Kreutzenstein ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Ernstbrunn, Loebendorf, Wullersdorf, Niederhollabrunn, Mailberg, Asparn an der Zaya udn dem Stift Klosterneuburg sowie den Pfarren Maisbirbaum, Loosdorf und der Pfarrkirche Maisbirbaum.[4]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Maisbirbaum ein Bäcker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, drei Gemischtwarenhändler, zwei Kalkhändler, ein Landesproduktehändler, ein Maurermeister, eine Milchgenossenschaft, ein Sattler, drei Schmiede, zwei Schneider und drei Schneiderinnen, drei Schuster, eine Sparkasse, ein Tischler, zwei Viktualienhändler und einige Landwirte ansässig.[5] Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung trat mit Wirkung vom 1. Jänner 1972 die damaligen Ortsgemeinde Maisbierbaum der Marktgemeinde Ernstbrunn bei.[2]
Persönlichkeiten
- Othmar Skala (1895–1958), Lehrer und Heimatforscher, ergrub hier Keramiken, die namensgebend für den Zeithorizont wurden
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 389 (Ausgabe 1769; Masbierbaum in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Leis bis Neusiedl. Sollinger, Wien 1834, S. 68 (Maisbirbaum – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 151.
