Manfred Otte

deutscher Violinist und Dirigent From Wikipedia, the free encyclopedia

Manfred Otte (* 1941; † 1989) war ein deutscher Violinist und Dirigent. Er war Konzertmeister des Händelfestspielorchesters Halle.

Leben

Manfred Otte wurde während des Zweiten Weltkriegs geboren. Am Konservatorium Halle studierte er Violine.[1] Danach war er 2. Konzertmeister am Theater der Altmark in Stendal.[1] Später wechselte er als 1. Konzertmeister nach Görlitz.[1] 1969 wurde er Mitglied der Dresdner Philharmonie,[1] seinerzeit geleitet von Kurt Masur. Im Anschluss war er unter den Chefdirigenten Thomas Sanderling, Volker Rohde und Christian Kluttig 1. Konzertmeister des Händelfestspielorchesters am Landestheater Halle.[2] Regelmäßig nahm er als solcher an den Händel-Festspielen teil.

Er komplementierte seine musikalische Ausbildung mit privatem Orgelunterricht und entwickelte eine Vorliebe für die Vorklassik.[1] In Halle (Saale) stand Otte dann zwei leistungsfähigen Ensembles vor:[3] Ab 1972 leitete er das auf Barockmusik spezialisierte, aber auf modernen Instrumenten spielende Kammerorchester Collegium instrumentale,[2] mit dem er in den 1970er Jahren im Ostblock (Bulgarien, Polen, Sowjetunion) und in Algerien sowie im nichtsozialistischen Ausland (Argentinien, Italien, Mexiko, Finnland, Tunesien) gastierte.[4] Bewusst ließ er auch teilweise zeitgenössische Musik spielen,[1] so verantwortete er die Uraufführungen der Kammersinfonie II von Gerd Domhardt (1976) und des „Nachtstück“ von Georg Katzer (1979).

Im Jahr 1974 gründete er das Barock-Consort Halle, das in Hallesches Consort umbenannt werden musste.[2] Dieses trat mit historischen Instrumenten auf und bildete den Grundstock für das neue Spezialensemble Händelfestspielorchester.[5]

Auszeichnung

Im Jahr 1978 wurde Otte für seine Verdienste mit dem Händelpreis des Bezirkes Halle ausgezeichnet.[6] Außerdem war er Träger des Ordens Banner der Arbeit.[7]

Diskographie (Auswahl)

Einzelnachweise

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