Manuela Lenzen
deutsche Philosophin
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Manuela Lenzen (* 1967)[1] ist eine deutsche Philosophin und Wissenschaftsjournalistin, die sich in ihrer publizistischen Arbeit mit Digitalisierung, Kognitionsforschung und Künstlicher Intelligenz befasst.[2] Ihre Texte und Bücher nutzen die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zur Erläuterung von Intelligenz und menschlichem Denken.[3]
Leben
Lenzen wuchs nach eigenen Angaben am südlichen Rand des Ruhrgebiets auf. Sie studierte Philosophie, Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaft und Ethnologie in Bochum und Bielefeld, wo sie 2002 in Philosophie promoviert wurde.[4] Seit 2005 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in Teilzeit[4] am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld im Bereich Wissenschaftskommunikation tätig.[5]
Lenzen arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin und schreibt über Themen der Digitalisierung, Künstlichen Intelligenz und Kognitionsforschung.[6] Ihr fachlicher Hintergrund ist in der Philosophie des Geistes verankert und führte sie zur Kognitionsforschung sowie zur KI-Forschung.[7] Sie veröffentlicht sie für Medien und Magazine wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, Psychologie Heute, Bild der Wissenschaft und Gehirn und Geist.[8]
Wirken
Im Jahr 2018 stellte Lenzen ihr Buch Künstliche Intelligenz. Was sie kann & was uns erwartet vor.[8] Das Buch erschien mittlerweile in einer 4. überarbeiteten Auflage (2023) und führt Grundlagen wie auch gesellschaftliche Folgen der KI-Entwicklung verständlich zusammen.[9] 2020 erschien ihr kompakter Band Künstliche Intelligenz: Fakten, Chancen, Risiken in der Reihe Politische Studien (Bd. 71, Heft 492/2020).[10] In Der elektronische Spiegel. Menschliches Denken und künstliche Intelligenz (2023) zeichnet Lenzen nach, wie das Nachbauen von Intelligenz die Sicht auf natürliche Intelligenz verändert.[3] Der Streifzug durch fast 70 Jahre KI-Forschung macht immer wieder Korrekturen an Annahmen über menschliche Intelligenz sichtbar.[11] Das Buch bereitet interdisziplinäre Ansätze von Psychologie bis Informatik für eine nicht spezialisierte Leserschaft auf.[3] In Der elektronische Spiegel wird der Bau künstlicher Systeme als Erkenntnisweg über den menschlichen Verstand und den „gesunden Menschenverstand“ diskutiert.[12] KI-gestützte Verfahren verändern an Hochschulen Forschung, Lehre, Prüfungswesen und Verwaltung und ermöglichen zugleich neue Formen der Täuschung.[13]
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Natürliche und künstliche Intelligenz - Einführung in die Kognitionswissenschaft. Campus, 2002, ISBN 978-3-593-37033-0.
- Künstliche Intelligenz - Was sie kann & was uns erwartet. Beck, 2018, ISBN 978-3-406-81282-8.
- Der elektronische Spiegel - Menschliches Denken und künstliche Intelligenz. Beck, 2023, ISBN 9783-406-79209-0.
- Künstliche Intelligenz - Fakten, Chancen, Risiken. Beck, 2024, ISBN 978-3-406-81558-4.