Maradschil

Mutter des 7. Abbasiden-Kalifen al-Ma'mun, Sklavin From Wikipedia, the free encyclopedia

Maradschil (arabisch مراجل, DMG Marāǧil), geb. vor 767, gest. 786, war eine Sklavin und Konkubine des späteren fünften Abbasiden-Kalifen Harun al-Raschid (reg. 786–809) und als Umm Walad Mutter des siebten Abbasiden-Kalifen al-Ma'mun (reg. 813–833).

Leben

Maradschil war persischer Herkunft und stammte aus Badghis in Chorasan im heutigen Westafghanistan.[1][2][3]

Angeblich war sie die Tochter des Ustadhsis, der während der Regierungszeit des Kalifen al-Mansur (714–775, reg. 754–775) in Chorasan gegen die Abbasiden rebellierte;[4][5] der Aufstand wurde im Jahr 767 von General Khazim ibn Khuzayma al-Tamimi niedergeschlagen.[6][7] Demnach wäre Maradschil als Säugling oder kleines Kind als Kriegsgefangene nach Bagdad gekommen und dort aufgewachsen.[4][6]

Sicher ist, dass Maradschil als Sklavenkonkubine in den Besitz des Abbasiden-Prinzen Harun al-Raschid (766–809) kam und ihm am 14. September 786 den Sohn Abdallah al-Ma'mun gebar.[8]

Maradschil starb bei der Geburt ihres Kindes[1] oder kurz danach,[8] sodass al-Ma'mūn von Harun al-Raschids Hauptfrau Zubaida aufgezogen wurde,[8] der Mutter des späteren Kalifen al-Amīn, den al-Ma'mun letztlich stürzen sollte.[8]

Rezeption

In der klassisch-arabischen Literatur findet Maradschil unter anderem Erwähnung in den Geschichtswerken von al-Tabari (839–923),[9] al-Mas'udi (895–956)[3] und Ibn al-Athir (1160–1233).[6]

Siehe auch

Einzelnachweise

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