Marc Kennedy

kanadischer Curler From Wikipedia, the free encyclopedia

Marc Kennedy (* 5. Februar 1982 in St. Albert, Alberta) ist ein kanadischer Curler. Zuletzt spielte er als Third im Team von Kevin Koe.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Marc Kennedy
Nation Kanada Kanada
Geburtstag 5. Februar 1982 (44 Jahre)
Geburtsort St. Albert, Kanada
Karriere
Spielposition Third
Spielhand rechts
Status inaktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 2 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
UNI-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Gold 2010 Vancouver Männer
Gold 2026 Mailand-Cortina Männer
 Curling-Weltmeisterschaften
Gold 2008 Grand Forks
Silber 2009 Moncton
Gold 2016 Basel
 Universiade
Gold 2003 Tarvis
letzte Änderung: 13. Dezember 2017
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Kennedy begann seine internationale Karriere bei der Winter-Universiade 2003, an der er als Ersatzspieler im kanadischen Team von Mike McEwen teilnahm und die Goldmedaille gewann. Von 2003 bis 2006 spielte er als Second im Team von John Morris. Danach wechselte er zusammen mit Morris in das neue Team von Kevin Martin. Mit diesem Team gewann er 2008 die kanadische Meisterschaft The Brier und nachfolgend als Vertreter Kanadas bei der Weltmeisterschaft 2008 in Grand Forks durch einen Finalsieg gegen die Schotten um David Murdoch die Goldmedaille. Auch 2009 wurde Kennedy mit dem Team Martin kanadischer Meister. Bei der Weltmeisterschaft 2009 kam es zu einer Neuauflage der Finalbegegnung des Vorjahres; diesmal setzten sich die Schotten mit David Murdoch mit 7:6 durch.

Kennedy gewann am 13. Dezember 2009 die kanadischen Olympic Curling Trails mit dem Team von Skip Kevin Martin, Third John Morris, Lead Ben Hebert, Alternate Adam Enright und vertrat mit diesem Team Kanada bei den XXI. Olympischen Winterspielen im Curling. Mit elf Siegen in elf Spielen gewannen sie schließlich überlegen die Goldmedaille; im Finale besiegten sie Norwegen mit Skip Thomas Ulsrud.

2014 wechselte Kennedy zusammen mit Ben Hebert in das Team von Kevin Koe, um dort auf der Position des Third zu spielen. Nach dem Gewinn der kanadischen Meisterschaft 2016 durch einen Finalsieg über das Team von Brad Gushue nahm er für Kanada an der Weltmeisterschaft 2016 in Basel teil. Das Team gewann zehn der elf Spiele der Round Robin und schlug das dänische Team um Rasmus Stjernesowohl im Page-Playoff-Spiel 1. gegen 2. als auch im Finale. Bei der kanadischen Meisterschaft 2017 zog er erneut in das Finale ein und verlor dort gegen die Mannschaft von Brad Gushue.

Im November 2017 gewann er mit dem Team Koe den kanadischen Ausscheidungswettbewerb (Roar of the Rings) durch einen Finalsieg gegen das Team von Mike McEwen und vertrat zusammen mit seinen Teamkollegen Kevin Koe (Skip), Brent Laing (Second) und Ben Hebert (Lead) Kanada bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang.[1] Die Mannschaft stand nach sechs Siegen und drei Niederlagen nach der Round Robin auf dem zweiten Platz. Im Halbfinale verloren die Kanadier gegen das Team USA um John Shuster und auch das Spiel um Platz drei gegen die Schweiz mit Skip Peter de Cruz ging verloren. Es war das erste Mal, dass eine kanadische Herrenmannschaft keine Medaille bei den Olympischen Winterspielen gewann.

Im März 2018 gab Kennedy seinen vorläufigen Rücktritt vom Curling-Sport zum Ende der Saison 2017/18 bekannt.[2] Für die Saison 2018/19 nahm B. J. Neufeld seinen Platz als Third im Team Koe ein.[3]

Kontroverse bei den Olympischen Winterspielen 2026

Im Februar 2026 geriet Kennedy während der Olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo in die Kritik. In der Vorrundenbegegnung gegen Schweden warfen ihm gegnerische Spieler vor, die Steine beim Abwurf nach dem Loslassen erneut mit den Fingern berührt zu haben (Double-Touching)[4], um deren Laufbahn zu beeinflussen.

Kennedy bestritt die Vorwürfe noch auf dem Eis und reagierte auf die Anschuldigungen von Oskar Eriksson mit verbalen Ausfällen[5], die von den Hallenmikrofonen eingefangen wurden. Obwohl nachträglich veröffentlichte Videosequenzen eine Berührung nahelegten, blieb das Spiel ohne sportrechtliche Folgen, da die Schiedsrichter während der Partie keinen Verstoß feststellten.[6]

Der Vorfall löste eine internationale Debatte über Kennedys sportliche Integrität und den sogenannten Spirit of Curling aus. Kritiker warfen ihm vor, die technischen Grenzen der elektronischen Steinsensoren, die lediglich den Kontakt am Griff registrieren, gezielt ausgenutzt zu haben.

Einzelnachweise

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