Marcus Bensmann

deutscher Journalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Marcus Bensmann (* 1969) ist ein deutscher Investigativjournalist für das Recherchenetzwerk Correctiv. Schwerpunkt seiner Rercherchen ist die AfD.

Lesung von Marcus Bensmann in der Kulturkirche Köln (2024)

Karriere

Bensmann wurde bekannt für seine Augenzeugenberichte über die Unruhen in Usbekistan 2005 in Andijon.[1] Er bereiste intensiv die Staaten Zentralasiens und verfolgte von seiner Basis in Bischkek aus die tagespolitischen Ereignisse. Wegen seiner Berichterstattung wurde er anschließend wegen „informeller Unterstützung des Terrorismus“[1] angeklagt und gezwungen, das Land zu verlassen.[2] Im Jahr 2008 überfielen unbekannte Täter Bensmann in der kasachischen Hauptstadt Astana. Er erlitt schwere Kopfverletzungen und Erfrierungen, woraufhin er zur medizinischen Versorgung mit einem Ambulanzflugzeug nach Deutschland ausgeflogen werden musste.[3][4] Im Jahr 2014 erklärte er, dass er die russische Urheberschaft des MH-17-Abschusses beweisen könne.[5] Bensmann arbeitet für die Deutsche Welle, ARD, taz, Neue Zürcher Zeitung.[1] Seine Reportagen erschienen unter anderem in Geo, Stern und Le Monde diplomatique. Bensmann ist seit 2014 Investigativjournalist für das Recherchenetzwerk Correctiv.[6] Seit 2016 arbeitet er zur AfD, zu deren Finanzierung, Machtkämpfen und deren Verstrickungen ins völkische Lager.[7] 2017 erschien das Schwarzbuch AfD. Bensmann war bis 2016 mit der usbekischen Gewinnerin des International Press Freedom Award[8] und Überlebenden der Unruhen von Andijon, Galima Bukharbaeva, verheiratet und lebt in Düsseldorf.[2][9]

Publikationen

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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