Maren Lickhardt
deutsche Literatur- und Medienwissenschaftlerin
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Maren Lickhardt (* 1978[1]) ist eine deutsche Literatur- und Medienwissenschaftlerin und Hochschullehrerin an der Universität Siegen.
Leben und Wirken
Lickhardt studierte ab 1997 Deutsche Philologie, Philosophie und Publizistikwissenschaft an der Universität Mainz, wo sie 2003 ihren Abschluss machte. Anschließend verblieb sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mainz und hatte ab 2006 Lehraufträge inne. 2009 wurde sie dort mit der literaturwissenschaftlichen Schrift Irmgard Keuns Romane der Weimarer Republik als moderne Diskursromane zur Dr. phil. promoviert. 2009 nahm sie eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen auf und wechselte 2010 an die Fernuniversität in Hagen. Noch im selben Jahr kehrte sie indes an die Universität Siegen zurück.
Nach einer Vertretung des Lehrstuhls für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen wurde Lickhardt 2015 von der Universität Greifswald zur Juniorprofessorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Literaturtheorie ernannt. 2017 wechselte sie als Assistenzprofessorin an die Universität Innsbruck, wo sie 2022 ihre Habilitation abschloss. Von 2022 bis 2024 war sie assoziierte Professorin an der Universität Innsbruck. Seit 2024 hat Lickhardt den ordentlichen Lehrstuhl für Neuere deutsche und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Siegen inne.
Forschungsschwerpunkte
Lickhardts Forschungsschwerpunkte liegen in der Pop- und Populärkulturforschung, insbesondere im seriellen und intermedialen Erzählen und der Serienforschung. Hier forscht sie vor allem zum sogenannten Binge Watching.[2] Literaturwissenschaftlich forscht sie insbesondere zur Literaturtheorie, der Romantheorie und Romangeschichte, insbesondere zum Schelmenroman und der Kultur und Literatur der Weimarer Republik und der Zeitschriftenforschung. Zu letzterem Punkt hat sie die Co-Projektleitung von Forschungsprojekten zu Präfigurationen von Pop in Unterhaltungsmagazinen der 1920er und 1930er Jahre.[3]
Publikationen (Auswahl)
- Irmgard Keuns Romane der Weimarer Republik als moderne Diskursromane. Winter, Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8253-5691-0 (Dissertation).
- Pop in den 20er Jahren: Leben, Schreiben, Lesen zwischen Fakt und Fiktion. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6660-5.
- Zur Aktualisierung des Schelmenromans im 20. und 21. Jahrhundert: Verfahren und Funktionen. Winter, Heidelberg 2023, ISBN 978-3-8253-9560-5.
- Das kulturelle Berlin der 1920er-Jahre. Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Erfurt 2023, ISBN 978-3-948643-86-7.
- Binge watching. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 2023, ISBN 978-3-8031-3729-6.
Weblinks
- Literatur von und über Maren Lickhardt im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Maren Lickhardt bei der Universität Siegen
- Maren Lickhardt - Zwischen Innsbruck und der Großstadt, Porträt bei der Universität Innsbruck