Margret Middell

deutsche Bildhauerin und Grafikerin (geb. 1940) From Wikipedia, the free encyclopedia

Margret Middell (* 8. Mai 1940 in Marienwerder) ist eine deutsche Bildende Künstlerin und Grafikerin.

Margret Middell (1969)

Leben und Werk

Margret Middell kam mit ihrer Familie in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus Westpreußen in die Sowjetische Besatzungszone.

Von 1958 bis 1959 absolvierte sie eine Tischlerlehre. Von 1959 bis 1965 folgte ein Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake, Waldemar Grzimek und Ludwig Engelhardt. Dann lebte sie als freischaffende Künstlerin in Berlin.

Seit 1976 lebt und arbeitet sie in Barth-Glöwitz. Sie gehörte mit Norbert Blum, Arno Fischer, Peter Flierl (* 1929), Hans Gutheil, Friedrich Nostitz, Solweig Steller (* 1942–2019), Werner Stötzer und Peter Voigt zum Kollektiv für die bildhauerische, bildkünstlerische und architektonische Gestaltung des Marx-Engels-Forums Berlin und erhielt mit diesem 1986 den Nationalpreis II. Klasse.[1] Sie war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und gehörte der Zentralen Sektionsleitung Plastik des Verbands an. In der DDR war sie auf vielen wichtigen Ausstellungen vertreten, u. a. von 1967 bis 1988 von der VI. Deutschen Kunstausstellung bis zur X. Kunstausstellung der DDR in Dresden.

Rezeption

Margret Middell „ist die profilierteste Bildhauerin ihrer Generation in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Lebenswerk steht in der Tradition der klassischen Moderne. Neben der Skulptur hat sie ein reiches grafisches Werk geschaffen, das eingehend mit dieser korrespondiert.“[2]

Werke (Auswahl)

  • 1965: Sportler, Prenzlauer Allee vor dem Zeiss-Großplanetarium in Berlin
  • 1966: Porträt Dr. Georg Benjamin, Bronze[3]
  • 1967: Männlicher Akt, Eichenallee im Zoo Rostock
  • 1968: Porträt Martin E., Porträtbüste, Bronze[4]
  • 1968: Sportler, Fritz-Lesch-Straße in Berlin-Alt-Hohenschönhausen
  • 1969: Große Sitzende, Schwanenteich nahe Kunsthalle Rostock
  • 1972: Große Sitzende, Lindenallee in Schwedt/Oder
  • 1974: Schönheit des Menschen in der Natur[5][6], Dreiergruppe, Bronze; Potsdam, Freundschaftsinsel
  • 1978: Kinderporträt Josephine, Porträtbüste, Bronze[7]
  • 1979: Porträt Sabine, Porträtbüste, Bronze[8]
  • 1984: Torso G. N., Bronze[9]
  • 1985/86: Die Würde und Schönheit freier Menschen, Bronze, zwei Reliefwände; Berlin, Marx-Engels-Forum
  • 1986: Porträt Jens, Porträtbüste, Bronze[10]
  • 1994: Frauengruppe im Gespräch, Bronze, auf dem Gelände des Klosters Ribnitz[11]
  • 2003: Flügel, nahe Nikolaikirche in Rostock
  • 2003: Die Stille, nahe Nikolaikirche in Rostock
  • Liegender Torso, Bronze, seit 2017 im Garten hinter dem Kunstmuseum Ahrenshoop[12]

Weitere Auszeichnungen

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2005: Rostock, Kunsthalle (Plastik und Zeichnungen)[13]
  • 2020: Ribnitz-Damgarten, Galerie im Kloster (Holzschnitt und Holzskulptur)

Werke in öffentlichen Sammlungen (Auswahl)

  • Ahrenshoop, Kunstmuseum (Holzschnittserie „Tanz“)[14]
  • Rostock, Kunsthalle (Torso G. N.; Bronze, 1984)[15]

Fotos (Auswahl)

Literatur

  • Jutta Schmidt: Ein vielversprechender Beginn. Zu Arbeiten der jungen Bildhauerin Margret Middell. In: Bildende Kunst, Berlin, 2/1968, S. 92/93
  • Middel, Margit. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 605/606.
Commons: Margret Middell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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