Maria Ceppi
* 7.3.1963 Visp; Malerin. Zeichnung, Installation, Konzeptkunst und Radierung
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Maria Ceppi (* 7. März 1963 in Visp; Heimatberechtigt ebenda und in Novazzano) ist eine Schweizer Künstlerin.
Leben
Herkunft, Bildung
Von 1980 bis 1985 besuchte sie die École cantonale d'art in Sion.[1] Anschliessend besuchte sie die Beaux-Arts de Paris von 1985 bis 1987. Von 2004 bis 2006 absolvierte sie einen Master of Arts in Public Spheres an der École de design et haute école d’art du Valais in Siders.[2]
Werk
In den 1990er-Jahren arbeitete Ceppi gerne mit Rasen als Bestandteil ihrer Kunst.[3] 1993 stellte sie in Bern im Rahmen der Ausstellung Work in Progress Gemälde aus Gras aus.[4] 1995 stellte Ceppi in der Fulcrum Gallery in New York aus. Zu sehen war unter anderem das Werk Holzkiste auf Grasteppich.[5]
1998 schuf sie die Figur auf dem Plakat des Open Air Gampel. In einem Rückblick schrieb das Openair zum Plakat: «Kaum ein Plakat aus der 15 jährigen Open Air Geschichte polarisierte dermassen wie dieses!»[6]
Ab 2002 schuf sie zusammen mit Freiwilligen das Werk Zeitdokument, das den Bau der NEAT dokumentiert. Das Bild ist aus 40 handgestickten Teilen 70 × 70 cm aufgebaut. 2004 wurde als möglicher Abschluss des Projekts das Jahr 2005 angegeben.[7] Das fertiggestellte Werk mit einer Grösse von 350 × 550 cm war 2007 erstmals im Kunstmuseum in Sitten zu sehen.[8] Das Bild gehört heute der Sammlung des Walliser Kunstmuseums.[9] Bereits 2001 hatte sie während der NEAT-Arbeiten, ihre Installation Innenwelt/Aussenwelt gezeigt.[10] Dabei erstellte sie erst 24 Porträts von Tunnelarbeitern, die von Freiwilligen mit Stickereien so ergänzt wurden, dass nur noch die Gesichter freilagen.[11]
2011 gestaltete sie zusammen mit Lernenden einen Kunstvorhang unter dem Titel Habitat in der Turnhalle der Berufsschule in Martigny.[12] Teilgenommen am Gestaltungsprozess haben 195 von insgesamt gut 1200 Lernenden. Auf dem Vorhang sind laut der Künstlerin zwei Kategorien von Gegenständen zu sehen: Einmal aus der Arbeitswelt, andererseits auch Freizeitobjekte.[13]
Während ihrer Ausstellung in der Kunsthalle Wil stellte sie 2019 mit dem Werk Chute d'eau aus Plastikschläuchen Wasserfälle dar.[14][15]
2022 zeigte sie bei ihrer Einzelausstellung Insights im Sittener Kunstmuseum Wallis unter anderem das neuste Werk, dass in die Sammlung aufgenommen wurde, die Skulptur Karmin aus dem Jahr 2019. Das Werk kombiniert auf «absurd surreale Weise» eine Fahrradbremse mit einem Sanitärrohr und eine getrocknete Kaktusfeige. Die Skulptur entstand während dem Projekt reVSITed, welches durch ein kantonales Stipendium ermöglicht wurde.[16][17]
Privates
Sie lebt seit 2003 in Siders.[18]
Sie war 2013 Mitglied der Gruppe VerSus13 die sich für ein «offenes Wallis» einsetzte.[19]
Auszeichnungen
Weblinks
- Maria Ceppi auf ihrer persönlichen Website
- Maria Ceppi. In: Sikart