Maria Hochhaus
katholische Filial- und Wallfahrtskirche, flacher Rechtecksaal aus Bruchsteinmauerwerk mit eingezogenem gotischem Chor und Dachreiter, um 1500 über romanischen Langhausmauern erbaut, später verändert; mit Ausstattung.
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Die Wallfahrtskirche Maria Hochhaus liegt in Hochhaus in der Gemeinde Rechtmehring im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.


Geschichte
Hochhaus wurde um das Jahr 1130 erstmals in Zusammenhang mit einer Schenkung an das Kloster Gars erwähnt.
Nach dem Traditionskodex des Klosters Gars von diesem Jahre waren bei einem Schenkungsakt an das Kloster Gars ein Ascwin und dessen gleichnamiger Sohn von Hohinhus (zum hohen Haus) als Zeugen gegenwärtig.
Die katholische Filialkirche St. Mariä Heimsuchung wurde im 12./13. Jahrhundert über dem etwas abseits gelegenen, bewaldeten Burgstall erbaut. Die Kirche in Hochhaus wird in der Konradinischen Matrikel aus dem Jahr 1315 neben 14 anderen Kirchen als Filialort von Kirchdorf bei Haag erstmals erwähnt. Mit Übergang des Kirchenpatronats an die Grafschaft Haag kam im Jahr 1380 die Kirche an die Pfarrei Rechtmehring.[1]
Die Inneneinrichtung verfügt über einen Hochaltar aus dem späten 17. Jahrhundert mit spätgotischer Muttergottes um 1500.
Die bemalte Holzfigur-Madonna auf dem Hochaltar und die Muttergottesfigur auf dem rechten Seitenaltar stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Figur „Gottvater“ vom Hochaltar ist ca. aus lern 17. Jahrhundert. Die Holzfigur auf dem linken Seitenaltar, die Christus mit der Dornenkrone und Purpurmantel darstellt, geht ins 15. Jahrhundert zurück. Eine bemerkenswert feine Arbeit eines Schnitzers ist die Christophorusfigur links des Hochaltares (17.–18. Jhd.)
Möglicherweise sind einige Figuren aus der ehemaligen St. Wolfgangskirche, z. B. der linke und der rechte Engel (17. Jhd.). Die Altäre wurden barockisiert, typisch sind die Marmorsäulen an den Seiten. Die Kanzel ist aus dem Spätbarock. Das Bild des Barbara-Altares wurde 1858 von Anton Rick gemalt. Das Deckengemälde (Christi Geburt) wurde 1939 von Josef Albrecht gemalt und das Kreuz rechts ist eine Schnitzerei im Nazarener Stil.
Die Kirche ist eine Marienwallfahrtskirche. Bei der letzten Renovierung wurden an der Ostseite der Kirche Wallfahrerinschriften, die auf Wallfahrten seit dem 16. Jahrhundert hinweisen, freigelegt. Ein Teil dieser Inschriften ist an der Außenmauer (Ostseite) zu sehen, da man hier auf eine neue Außenputzschicht verzichtet hat.
Die Kirche ist auch heute noch eine beliebte Marienwallfahrtskirche.[2]
1993 bekam die Kirche eine Orgel, die zum Großteil durch Spenden finanziert wurde. Am 24. Oktober 1993 wurde sie in einem Festgottesdienst eingeweiht.
Baubeschreibung
Die Kirche ist in der Liste der Baudenkmäler in Rechtmehring des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege gelistet:
Wallfahrtskirche Maria Hochhaus: Katholische Filial- und Wallfahrtskirche, flacher Rechtecksaal aus Bruchsteinmauerwerk mit eingezogenem gotischem Chor und Dachreiter, um 1500 über romanischen Langhausmauern erbaut, später verändert; mit Ausstattung.[3]