Maria Vogt

deutsche Theater- und Filmschauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Maria Vogt (* 22. April 1980 in Steinheim am Albuch) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Ausbildungen, Schauspielerin

Vogt absolvierte eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule der Keller im Theater der Keller in Köln. Anschließend war sie am Theater Bonn engagiert. Von 2005 bis 2010 gehörte sie als festes Ensemblemitglied zum Mainfranken Theater Würzburg. Als Gast war sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und ab 2010 als freie Schauspielerin am Staatstheater Nürnberg tätig.[1] 2007 erhielt Vogt den Theaterförderpreis Würzburg, 2009 den Schauspielförderpreis bei den Bayerischen Theatertagen. Parallel zu ihrer Theaterarbeit wirkte Vogt in Film- und Fernsehproduktionen mit. Ihr Fernsehdebüt gab sie 2002 in der ZDF-Krimireihe Wilsberg. 2006 spielte sie die Hauptrolle der Paula in der ARD-Jugendserie Paulas Sommer.[2][3][4]

Ab 2013 studierte Vogt Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie war Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie schloss ihr Studium 2021 mit dem Master ab.[5][6]

Kollektiv KGI

Vogt ist Mitglied des Kollektivs KGI – Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten. Das Kollektiv verfolgt einen gesellschaftspolitischen Ansatz, der Theater als Gedächtnis im gesellschaftlichen Diskurs verortet und untersucht. KGI arbeitet schwerpunktmäßig zu nationalsozialistischen Gefühlserbschaften und deren transgenerationaler Weitergabe. Im Zentrum der Arbeit steht die Aneignung und Transformation unterschiedlicher darstellender und performativer Kunstformate von Theater, Film, Tanz, Oper bis hin zum Computerspiel. Dies geschah über mehrere Jahre in Zusammenarbeit mit Menschen aus hochkulturfernen Schichten und Sozialisationen, dem von KGI gegründeten Ensemble "Transformers".[7][8]

Antropka

2023 erhielt Vogt das Wim Wenders Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW für die Entwicklung ihres Science-Fiction-Drehbuchs Antropka. Mit dem Projekt wollte Vogt „der Phalanx männlicher Weltraum-Erzählungen eine eigene, queerfeministische Sicht aufs Reisen in ferne Galaxien entgegensetzen“. Das Projekt erzählt von elf Frauen aus vier Generationen, die im Jahr 2182 auf einer interstellaren Arche Noah um das Überleben der Menschheit kämpfen.[9][10]

Am 29. August 2025 hatte Antropka am Theater an der Ruhr Premiere. Die Inszenierung vereinte Theater und Virtual Reality: alle Zuschauenden, Darstellenden und virtuellen Objekte existieren gemeinsam in einem geteilten Echtzeit-Raum. Kritiken würdigten besonders die technische Innovation und das immersive Bühnenbild.[11][12][13]

Auszeichnungen

  • 2007: Theaterförderpreis Würzburg
  • 2009: Schauspielförderpreis bei den Bayerischen Theatertagen in Coburg
  • 2011: Bayerischer Kunstförderpreis im Bereich Darstellende Kunst[14]
  • 2023: Wim Wenders Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW[15]

Einzelnachweise

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