Mark Derlago

kanadischer Eishockeyspieler From Wikipedia, the free encyclopedia

Mark Derlago (* 17. Januar 1986 in Brandon, Manitoba) ist ein ehemaliger kanadischer Eishockeyspieler und derzeitiger -trainer, der in Nordamerika besonders in der ECHL erfolgreich spielte und in den höchsten Eishockeyligen in Dänemark, Asien und Großbritannien aktiv war. In Deutschland spielte er in der 2. Eishockey-Bundesliga für die Lausitzer Füchse.

Schnelle Fakten Kanada Mark Derlago, Karrierestationen ...
Kanada  Mark Derlago

Geburtsdatum 17. Januar 1986
Geburtsort Brandon, Manitoba, Kanada
Größe 180 cm
Gewicht 89 kg

Position Linker Flügel
Schusshand Links

Karrierestationen

2003–2007 Brandon Wheat Kings
2007–2009 Bakersfield Condors
Manitoba Moose
2009–2010 Idaho Steelheads
Providence Bruins
2010–2011 Idaho Steelheads
Texas Stars
2011–2012 Lausitzer Füchse
2012–2013 Anyang Halla
2013–2014 Aalborg Pirates
2014–2015 Esbjerg Energy
2015–2017 Nikkō IceBucks
2017–2018 Nottingham Panthers
2018–2019 Esbjerg Energy
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Karriere

Junioren

Derlago begann seine Karriere als Eishockeyspieler bei den Portage Terriers in der Manitoba Junior Hockey League. Da er als Jugendlicher sehr klein und schmächtig war, wurde er trotz guter Leistungen als 15-jähriger von keinem Team der kanadischen Juniorenligen gedraftet. Trotzdem erfüllte sich 2003 als 17-Jähriger sein Traum für das Juniorenteam seiner Heimatstadt den Brandon Wheat Kings, welche in der Western Hockey League, einer der wichtigen kanadischen Junioren-Liga organisiert sind, zu spielen. Er entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Torschützen seines Teams und war in seiner letzten Spielzeit als Junior deren Mannschaftskapitän. Schon in seiner Juniorenzeit wurde er Billy genannt, nach seinem Onkel Bill Derlago, welcher in den 1970er Jahren ebenfalls bei den Wheat Kings spielte und später in seiner Karriere mehr als 500 NHL-Spiele absolvierte.[1]

ECHL

Als 21-Jähriger wechselte er 2007 für zwei Saisons nach Kalifornien, wo er von den Bakersfield Condors in der ECHL verpflichtet und während beider Spielzeiten auch von den Manitoba Moose in der American Hockey League eingesetzt wurde. In beiden Spielzeiten war er dabei der erfolgreichste Torschütze der Condors. Zur Spielzeit 2009/10 wechselte er innerhalb der ECHL wieder näher zu seiner Heimatregion in den Nordwesten der USA zu den Idaho Steelheads. Mit den Steelheads erreichte er das Finale um den Kelly Cup, war dabei der Tor- und Punktbeste Spieler seiner Mannschaft und der Spieler mit der höchsten Plus/Minus-Bilanz der gesamten Liga. Auch in der Folgesaison 2010/11 war er wieder sowohl erfolgreichste Scorer seines Teams als auch einer der punktbesten Spieler der gesamten Liga. Während seiner Zeit in Idaho hatte er auch einige Einsätze in der AHL, für die Providence Bruins und die Texas Stars.[2] Bei einer Wahl 2018 von den 30 wichtigsten (Greatest) ECHL Spielern aller Zeiten wurde Derlago auf Platz 29 aufgeführt.[3][4]

Asien und Europa

Derlago hegte die Absicht, nach Europa zu wechseln und so konnten ihn im April 2011 die Lausitzer Füchse für die 2. Bundesliga verpflichten.[5] Für den Verein aus Ostsachsen war er die Topverpflichtung für die Saison 2011/12 und Derlago war am Saisonende der erfolgreichste Torjäger seines Teams, welches mit Platz 6 nach der Hauptrunde eines der besten Resultate seiner Zweitligageschichte erreichte.[6]

Nach der Spielzeit, wechselte der Kanadier in die Asia League Ice Hockey zum südkoreanischen Verein Anyang Halla. In dieser Liga war er auch zwei weitere Spielzeiten für das japanische Team Nikkō IceBucks aktiv. Sehr gut gefiel ihm nach eigener Aussage seine Zeit, welche er in der dänischen Eishockeyliga Metal Ligaen spielte.[7] Hier lief er für die Vereine Aalborg Pirates und Esbjerg Energy auf das Eis. Mit den Esbjergs erreichte er in der Saison 2014/15 das Play-off-Finale, als Andrew Clark, mit welchem er schon als Junior für die Wheat Kings zusammen spielte, sein Sturmpartner war.[7] Als den ehemaligen Spielort, in welchem er am liebsten Leben würde, bezeichnete er jedoch Nottingham für deren Eishockeyteam die Panthers er in der Spielzeit 2017/18 in der britischen Eishockeyliga aktiv war.[3] Bei allen seinen Auslandsstationen war Derlago entweder erfolgreichster Torschütze oder gehörte zu den erfolgreichsten Scorern seiner Vereine.

Nach seiner aktiven Karriere übernahm er im Sommer 2019 die Position des Assistenztrainers bei seinem Juniorenverein Brandon Wheat Kings und spielte in der Tiger Hills Hockey League, einer kanadischen Seniorenliga seiner Heimatregion.[8]

Erfolge und Auszeichnungen

Karrierestatistik

Weitere Informationen Reguläre Saison, Playoffs ...
Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2003/04 Brandon Wheat Kings WHL 658202829 110004
2005/06 Brandon Wheat Kings WHL 7228255347 63032
2006/07 Brandon Wheat Kings WHL 7246358134 1155108
2007/08 Bakersfield Condors ECHL 6839185765 62464
2007/08 Manitoba Moose AHL 42352
2008/09 Bakersfield Condors ECHL 4932457739 76394
2008/09 Manitoba Moose AHL 214596
2009/10 Idaho Steelheads ECHL 6042509236 15571214
2009/10 Providence Bruins AHL 51012
2010/11 Idaho Steelheads ECHL 6745368154 93368
2010/11 Texas Stars AHL 80114
2011/12 Lausitzer Füchse 2. Bundesliga 4822224454 53582
2012/13 Anyang Halla ALIH 4130417128 32022
2013/14 Aalborg Pirates Metal Ligaen 3325244977 10110
2014/15 Esbjerg Energy Metal Ligaen 3625406538 1511162743
2015/16 Nikkō IceBucks ALIH 4821426364 21232
2016/17 Nikkō IceBucks ALIH 4826325860 622410
2017/18 Nottingham Panthers EIHL 5418335136 43142
2018/19 Esbjerg Energy Metal Ligaen 3617183518 73470
WHL gesamt 2098280162110 28851314
ECHL gesamt 244158149307194 3716173330
AHL gesamt 38791614
ALIH gesamt 13777115192152 1154914
Metal Ligaen gesamt 1056782149133 2314213543
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(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation; Kursiv: Statistik nicht vollständig)

Einzelnachweise

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