Markus Draper

deutscher Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Markus Draper (* 1969 als Markus Richter[1] in Görlitz) ist ein zeitgenössischer deutscher Künstler.

Leben und Werk

Von 1991 bis 1996 studierte Draper Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, von 1998 bis 2000 als Meisterschüler bei Professor Ralf Kerbach. Draper geht über die Malerei auf Leinwand hinaus. Er nutzt verschiedene Medien, um alltägliches Bildmaterial zu bearbeiten, das er Printmedien oder dem Fernsehen entnimmt. „Im Prozess der Veränderung [erfahren seine Arbeiten] eine neue Ästhetik zwischen Realität und Abstraktion.“[2]

Im Gemäldezyklus „Demotape“ (2013) sowie in den umfangreichen Installationen „Rentfort Nord“ (2011) und „Inge zu Fuß zur Arbeit“ (2015) reflektiert Draper prägende Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte wie die Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989, die Geiselnahme von Gladbeck oder die Aufnahme von RAF-Aussteigern in der DDR. „Bedeutende geschichtliche Ereignisse neu zu betrachten, dabei Ambivalenzen herauszuarbeiten und zuzulassen, das ist ein zentrales Anliegen in Drapers Werk.“[3] Dabei wird der Betrachter „dank Drapers Kunst zum Spurensucher, zum Archäologen seiner eigenen Geschichte“.[4]

In seiner jüngsten Arbeit, „Haus in der Nähe eines großen Waldes“ (2023), lässt Draper eine Fliege Hintergründe zu Wladimir Putins ehemaliger Arbeitsstätte, der KGB-Residentur, in Dresden erzählen.[5][6]

Andauernde Vorhaben sind die Schaffung von Bilderzyklen zur Eruption des Vulkans Mount St. Helens im Jahr 1980 und den Konfettiparaden in New York.

Werke von Draper befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Albertinum, dem Museum Folkwang, Essen[7] und in der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin.[8]

Stipendien

  • 2025: Arbeitsstipendium Bildende Kunst des Berliner Senat
  • 2015: Arbeits- und Recherchestipendium Bildende Kunst des Berliner Senat
  • 2013: Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds
  • 2001: Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
  • 1999: Philip-Morris-Stipendium, Columbia University, New York
  • 1996–1997: DAAD-Stipendium, Central St. Martins College, London

Preise

Einzelausstellungen (Auswahl)

  • 2024 Focus Albertinum: Haus in der Nähe eines großen Waldes, Albertinum, Staatliche Kunstsammlung Dresden[9]
  • 2023 Haus in der Nähe eines großen Waldes, Künstlerhaus Bethanien, Berlin[10]
  • 2023 Wow!, Galerie Poll, Berlin
  • 2021 More than a story, Galerie Poll, Berlin
  • 2015 Inge zu Fuß zur Arbeit, Kulturhistorisches Museum Görlitz
  • 2014 Demotape, Kunsthaus Dresden
  • 2014 Markus Draper: Werke aus der Sammlung der Berlinischen Galerie. Installation, Video, Malerei. Berlinische Galerie[11]
  • 2013 Demotape, Galerie Bourouina, Berlin[12]
  • 2011 Häuser und Schatten, Neue Galerie Gladbeck[13]
  • 2011 Film, b-05, Montabaur
  • 2011 N.O.E., Vogt Gallery, New York
  • 2010 Weiss auf Schwarz, Galerie Gebr. Lehmann, Berlin
  • 2009 Sun Settings, Sun Gallery, München
  • 2008 Boden Null, Galerie Gebr. Lehmann, Dresden
  • 2007 Fire Beats 2, Residenzschloss, Staatliche Kunstsammlung Dresden
  • 2007 Fire Beats, Vattenfall Europe, Cottbus
  • 2006 Skulpturenkino: House of Darkness, Autocenter Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Publikationen

  • Markus Draper: Haus in der Nähe eines großen Waldes, Leipzig 2024
  • Markus Draper: More than a story, Spector Books, Leipzig 2021
  • Markus Draper: Inge zu Fuß zur Arbeit, Spector Books, Leipzig 2015
  • Markus Draper: Demotape, Dresden 2014
  • Markus Draper: Haus Wand Spiegel, Distanz Verlag, Berlin 2013
  • Markus Draper: Fire Beats, Cottbus/Berlin 2007

Artikel

Einzelnachweise

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