Markus Graulich

deutscher Salesianer, römisch-katholischer Theologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Markus J. J. Graulich SDB (* 13. August 1964 in Hadamar) ist ein deutscher Ordensgeistlicher und Kirchenrechtler. Er lebt seit den 1990er Jahren in Rom, war zweieinhalb Jahre lang Rotarichter und ist seit 2014 Untersekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte.

Markus Graulich SDB

Leben

Markus Graulich wuchs in Niedertiefenbach auf. Er trat am 15. August 1984 in Jünkerath dem Orden der Salesianer Don Boscos bei und studierte Sozialpädagogik und Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Benediktbeuern. Am 25. Juni 1994 empfing er die Priesterweihe und war zunächst in Essen in der Seelsorge tätig. Nach einem Promotionsstudium wurde er 1999 an der Päpstlichen Universität der Salesianer zum Dr. iur. can. promoviert, 2004 habilitierte er sich mit einer Schrift über Gottlieb Söhngen bei Ilona Riedel-Spangenberger an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Markus Graulich war Direktor des Istituto storico di diritto Canonico (Institut für Kirchenrechtsgeschichte) sowie Professor für Grundfragen und Geschichte des Kirchenrechts an der Päpstlichen Universität der Salesianer in Rom. Außerdem war er stellvertretender Dekan der Fakultät für Kirchenrecht.

Er war Teilnehmer an der XI., XII. und der XIII. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode und dort für die Synodenberichterstattung in deutscher Sprache verantwortlich.

Am 19. Juni 2009 wurde er durch Papst Benedikt XVI. als Kirchenanwalt (Promotor iustitiae) an den Obersten Gerichtshof, die Apostolische Signatur,[1] und am 22. Dezember 2009 zudem zum Konsultor für das Ständige Generalsekretariat der Bischofssynode berufen.[2]

Im April 2011 wurde Graulich zum Konsultor des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte ernannt.[3] Papst Benedikt XVI. ernannte ihn im am 30. Dezember 2011 zum Auditor (Richter) an der Römischen Rota.[4] Er war damit Nachfolger von Josef Huber als Vertreter des deutschen Sprachraums im Richterkollegium der Rota und erhielt zugleich den Rang eines Prälaten. Nach seinem Abgang 2014 wurde ein deutschsprachiger Richter an der Rota erst wieder 2017 mit dem Freiburger Kirchenrechtler Hans-Peter Fischer ernannt.[5]

Papst Franziskus ernannte Graulich am 22. Mai 2014 zum Untersekretär des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte,[6] auch Papst Leo XIV. beließ ihn in dieser Stellung.[7] Ab Juli 2024 gehörte er einer von Papst Franziskus berufenen Expertengruppe zu Fragen des Bischofsamtes unter Leitung von Felix Genn an, dem Bischof von Münster.[8]

Schriften

Einzelnachweise

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