Markus Kaatsch

deutscher Filmproduzent From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben

Markus Kaatsch arbeitete nach dem Abitur als Assistent des Filmproduzenten Jost Hering und als Production Trainee bei der internationalen Spielfilmproduktion Mr. Nobody, dann als Kurzfilmproduzent und -regisseur, Aufnahme- und Filmproduktionsleiter. Im Alter von 19 Jahren gründet er mit seinem Bruder Matthias Kaatsch „aug&ohr medien“: Eine Basis für Kurzfilmproduktionen und deren Auswertung. Markus Kaatsch studierte von 2010 bis 2017 an der dffb – Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin Filmproduktion. Sein Bewerbungsfilm Mein Sascha lief weltweit auf über 80 Filmfestivals. Markus Kaatsch hat während seines Studiums mehrere Filme mit der Produzentin Anna de Paoli, dem Producer Niklas Warnecke, der Regisseurin Katharina Woll, der Regisseurin Daria Belova und dem Regisseur Moritz Krämer umgesetzt. Der Kurzfilm Komm und Spiel unter der Regie von Daria Belova wurde bei den Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013 in der Sektion Semaine de la critique[3] mit dem Discovery Award for short film ausgezeichnet. Der Spielfilm Bube Stur unter der Regie von Moritz Krämer feierte seine Weltpremiere bei den Internationale Filmfestspiele Berlin 2015 in der Sektion Perspektive deutsches Kino.[4]

Markus Kaatsch war bei dem animierten Kurzdokumentarfilm Eye for an Eye Associate Producer. Der Film wurde 2016 u. a. für den Student Academy Awards nominiert[5] und gewann den Short Tiger Award[6]. Rosa Hannah Zieglers Familienleben wurde im Panorama der Internationale Filmfestspiele Berlin 2018 uraufgeführt[7] und im gleichen Jahr für den Deutschen Dokumentarfilmpreis nominiert[8]. Markus Kaatsch war bei diesem Film ebenso als Associate Producer tätig. Im August 2019 brachte X Verleih Sabina Sarabis Debütspielfilm Prélude in die deutschen Kinos[9]. Hochkarätig u. a. mit Liv Lisa Fries, Louis Hofmann und Saskia Rosendahl besetzt. Der Film feierte kurz zuvor auf dem Filmfest München in der Sektion Neues Deutsches Kino seine Premiere.[10]

2020 gründete Markus Kaatsch mit Nina Poschinski und Michael Grudsky die Zeitgeist Filmproduktion in Berlin. In den ersten Jahren entstanden vielfach preisgekrönte Kinospielfilme wie Sweet Disaster unter der Regie von Laura Lehmus und nach einem Drehbuch von Ruth Toma, Katharina Wolls Alle wollen geliebt werden oder Ararat unter der Regie von Engin Kundag. Florian Plumeyer und Katharina Woll erhielten auf dem Filmfest München 2022 den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das Beste Drehbuch[11] und Hauptdarstellerin Anne Ratte-Polle den Preis für Schauspielkunst beim Festival des deutschen Films[12]. Ararat feierte seine Weltpremiere auf der 73. Berlinale in der Sektion Perspektive deutsches Kino[13]. Die hochgelobte[14] High-End-Serie Sternstunde der Mörder eröffnete das Serienprogramm Televisionen des Filmfest Hamburg[15][16] und die Biberacher Filmfestspiele 2025.[17] Zu dem Ensemble des historischen Mehrteilers, der am Karfreitagabend 2025 in der ARD ausgestrahlt wird[18], gehören u. a. Jonas Nay, Nicholas Ofczarek, Jeanette Hain, Devid Striesow, Karel Dobry und Gerhard Liebmann. Die Deutschlandpremiere von Bernd Sahlings Kinderspielfilm Ab morgen bin ich mutig fand im Wettbewerb beim Goldener Spatz 2025 statt.[19] Es folgten Vorführungen u. a. auf dem Sarajevo Film Festival[20], Tallinn Black Nights Film Festival[21], Internationales Filmfestival Schlingel[22] und Giffoni Film Festival[23].

Markus Kaatsch ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.[24]

Tätigkeit als Filmagent

Neben seinem Studium an der dffb formte Markus Kaatsch „aug&ohr medien“ zu einer Filmagentur um, deren Aufgabe darin bestand, Filmstudenten und Nachwuchsregisseuren eine Vermarktungsplattform zu geben. Zu den betreuten Filmemachern gehörten u. a. Dietrich Brüggemann, Robert Gwisdek, Moritz Krämer, Karoline Herfurth, Nora Fingscheidt[25], Mascha Schilinski[26], Jannis Lenz[27], Bernhard Wenger[28], Kai Stänicke, Anselm Belser, Sophie Kluge, Bryn Chainey, Dennis Stein-Schomburg und Joya Thome.

Er verhalf dem nur 43-sekündigen Kurzfilm FELIX von Anselm Belser mit über 170 Festivalscreenings zu einem der erfolgreichsten, deutschen Kurzfilme 2012. Der von „aug&ohr medien“ ausgewertete Kurzfilm Alles wird gut[29] von Patrick Vollrath erlangte großen Erfolg. Er wurde u. a. für den Oscar 2016 als Bester Kurzfilm nominiert,[30] gewann den Student Academy Awards 2015: Studenten-Oscar in Bronze als Bester fremdsprachiger Film und wurde bei dem Österreichischer Filmpreis 2016 als Bester Kurzfilm ausgezeichnet.[31]

Markus Kaatsch war bis 2020 als Filmagent tätig.

Tätigkeit als Schauspieler

Markus Kaatsch übernahm als Jugendlicher Episodenrollen in Sitcoms wie Angie oder Zack! Comedy nach Maß. Er spielte Nebenrollen u. a. in Fernsehspielfilmen von Kai Wessel, Christoph Schrewe oder Daniel Lang. McDonald’s besetzte ihn zwei Mal als Hauptrolle in einem Werbespot. Von den Gagen finanzierte Kaatsch erste Kurzfilme.

Privates

Er lebt mit seiner Lebensgefährtin Kathrin du Hamél und zwei gemeinsamen Kindern in Berlin.

Filmografie als Produzent & Regisseur (Auswahl)

Auszeichnungen eigener Produktionen (Auswahl)

Auszeichnungen & Erfolge vermarkteter Filme (Auswahl)

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI