Marta Wolff war die Tochter des Berliner Tuchhändlers Adolph Wolff und der Recha Davidsohn, die am 3. Januar 1865 in Berlin heirateten. Um 1870 lebte die Familie in der Potsdamer Straße 26a. Der Schriftsteller, Publizist und Kritiker Theodor Wolff (1868–1943) war ihr Bruder, der Verleger Rudolf Mosse (1843–1920) ihr Cousin.[1]
Ihre Fotografien sind größtenteils Porträts von am Anfang des 20.Jahrhunderts in Berlin lebenden Künstlern, Literaten oder Komponisten.[2] Die Porträts wurden auch in mehreren Zeitschriften um 1900 abgedruckt. 1922 wurde Marta Wolff Mitglied in der Deutschen Gesellschaft zur Förderung der Photographie.[3] Die Geschäftstelle des Vereins befand sich am Viktoria-Luise-Platz6, was nahelegen könnte, dass Marta Wolff ihre Ausbildung im dortigen Lette-Verein erhielt. In Berlin betrieb sie zuletzt eine Photographische Werkstatt in der Genthiner Straße37[4] bzw. Genthiner Straße19[5].
Um 1933 lebte Marta Wolff in der „Pension Mea“ in der Dörnbergstraße 7 in Berlin (Tiergarten). Ende 1933 verließ sie Berlin und lebte kurzzeitig in Italien, kehrte aber im Oktober 1934 nach Deutschland zurück, zunächst lebte sie in Garmisch, dann in Wiesbaden, dort zuletzt in der Parkstraße36. Im November 1940 wurde sie in ein sog. Judenhaus in der Herrngartenstraße11 in Wiesbaden zwangsumgesiedelt. Am 1.September 1942 wurde Marta Wolff nach Theresienstadt deportiert. Am Mittag des 22. September 1942 starb sie dort an einer Lungenentzündung.[6][7]
Ausschnitt, Porträt Wilhelm Hegeler mit Widmung an Elisabeth Förster-Nietzsche. Quelle: Signatur GSA 101/248 (Bearbeitungsstand 29.10.2025), in: Archivdatenbank des Goethe- und Schiller-Archivs, URL: https://ores.klassik-stiftung.de/ords/f?p=401:2:::::P2_ID:157104, abgerufen am 10. Dezember 2025.