Martin Balasus
deutscher Politiker (CDU)
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Leben und Beruf
Balasus wuchs in Moorrege auf und machte 2005 sein Abitur am Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen. Von 2005 bis 2006 absolvierte er den Zivildienst am Förderzentrum Raboisenaschule in Elmshorn. Anschließend studierte er zunächst an der Universität Flensburg und dann ab 2010 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit dem Abschluss eines Masters of Education (M.Ed.). Nach dem Lehramtsreferendariat war er von 2015 bis zu seinem Einzug in den Landtag als Studienrat für Deutsch und Geschichte am Johann-Rist-Gymnasium in seinem Geburtsort tätig.
Ehrenamtliche politische Tätigkeit
Balasus wurde bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 2018 als Abgeordneter in den Pinneberger Kreistag gewählt. Dort wirkte er als Mitglied im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur sowie im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Senioren. Bei den Kommunalwahlen 2023 kandidierte Balasus nicht erneut für den Kreistag.
2020 rückte Balasus in die Gemeindevertretung Moorrege nach. Bei den Kommunalwahlen 2023 wurde er erneut in die Gemeindevertretung gewählt. Dort ist er stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses.
Von 2021 bis 2024 war Balasus Ortsvorsitzender der CDU in Moorrege und von 2022 bis 2024 stellvertretender Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Pinneberg. Auf dem Parteitag am 29. Juni 2024 wurde er als Nachfolger von Christian von Boetticher mit knapp 95 % der Stimmen zum Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Pinneberg gewählt.[1]
Politisches Mandat
Balasus kandidierte bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2022 als Direktkandidat im Wahlkreis Pinneberg-Elbmarschen und auf Platz 43 der Landesliste seiner Partei. Er erlangte mit 43,2 % der Erststimmen das Direktmandat in seinem Wahlkreis und zog damit in den 20. Landtag ein.[2] Dort ist er Mitglied im Bildungsausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Innen- und Rechtsausschuss. Balasus ist bildungs- und sportpolitischer Sprecher seiner Fraktion. 2023 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion gewählt.
Politische Positionen
Bildung
Martin Balasus hat sich früh für ein umfassendes Smartphone-Verbot an Schulen ausgesprochen. Er plädiert dafür, die Nutzung von digitalen Endgeräten nicht nur in Grundschulen, sondern auch in weiterführenden Schulen einzuschränken. Als Begründung nennt er Ablenkung im Unterricht, die Gefahr von Cybermobbing[3] sowie den unkontrollierten Zugang zu problematischen Inhalten.
Neben restriktiveren Regeln für Handys[4] setzt er sich dafür ein, die basalen Kompetenzen in den Kernfächern Deutsch und Mathematik stärker zu fördern, um Schülerinnen und Schüler frühzeitig sprachlich und rechnerisch zu festigen. Darüber hinaus fordert er eine Stärkung des Wirtschafts- und Politikunterrichts (WiPo), um junge Menschen besser auf gesellschaftliche und ökonomische Zusammenhänge vorzubereiten.[5]
Wirtschaft, Verkehr und Digitalisierung
Balasus befürwortet eine stärkere Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und den Ausbau moderner Infrastrukturen, sowohl digital als auch verkehrlich. Er spricht sich für den Abbau bürokratischer Hürden aus. Im Bereich Verkehr fordert er die Sanierung von Straßen und Radwegen sowie auch Neubauten. So fordert er den Bau des dritten und vierten Bahngleises zwischen Pinneberg und Elmshorn, der Kreisstraße 22 zwischen Uetersen und Tornesch und den Weiterbau der A20.
Migration
In der Asylpolitik plädiert Balasus für eine Arbeitspflicht für Asylbewerber.[6] Er schlägt vor, dass Asylbewerber in den Kommunen einfache gemeinnützige Tätigkeiten übernehmen, wie etwa die Pflege von Grünflächen oder Reinigungsarbeiten. Ziel sei es, einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten und den Alltag der Betroffenen besser zu strukturieren.[7]
Gesellschaftspolitik
Gesellschaftspolitisch trat Balasus im Kreis Pinneberg mit Forderungen nach einer einfachen, verständlichen Verwaltungssprache hervor. Er lehnte den Gebrauch gendergerechter Sprachformen in amtlichen Texten ab und forderte, dass die Kreisverwaltung auf solche Schreibweisen verzichtet.[8]
Klima und Energie
Im Bereich des Klimaschutzes fordert er die Abschaltung des Kohlekraftwerks Wedel, den Ausbau der Windkraft, die Förderung von Solar- und Photovoltaik und die Elektrifizierung von Bahnstrecken.
Persönliches
Balasus ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er ist evangelischer Konfession.[9]
