Martin Ho

österreichischer Unternehmer vietnamesischer Abstammung From Wikipedia, the free encyclopedia

Martin Ho (* 1986; bürgerlich: Anh Tuan Ho[1]) ist ein österreichischer Unternehmer vietnamesischer Abstammung, der zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs in Wien betrieb. Neben der Gastronomie war Ho mit seiner Dots-Unternehmensgruppe auch im Bereich Hotellerie, Lifestyle-Konsumgüter und Edelstahl-Handel tätig.[2] Alle Lokale der Gruppe wurden im Laufe der 2020er Jahre verkauft oder geschlossen und der Sitz der Unternehmensgruppe 2024 nach Dubai verlegt.[3]

Von den Medien wurde Ho häufig als „Szene-Gastronom“ tituliert.[4][5] Unter Sebastian Kurz als österreichischem Außenminister fungierte Ho als „Integrationsbotschafter“[6] und unter Kurz’ Kanzlerschaft war er Mitglied einer regierungsberatenden Expertenrunde.[7][8]

Leben

Als Sohn vietnamesischer Einwanderer[9] kam Ho im Alter von zwei Jahren nach Wien.[10] Er maturierte an der Vienna Business School[11] und eröffnete als 19-Jähriger im Jahr 2005 mit finanzieller Unterstützung seiner Eltern als Quereinsteiger in der Gastronomie seinen ersten Betrieb in der Wiener Mariahilfer Straße, das DOTS.[12] Einige Jahre später folgte das DOTS im Brunnerhof, ein Sushi-Restaurant im 19. Wiener Gemeindebezirk und heute Sitz von Hos DOTS-Unternehmensgruppe.[13] Außerdem gehörte ihm die Pratersauna.[14]

Politisches

Martin Ho zählt zu den Freunden des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz.[15] Kurz ernannte ihn in seiner Zeit als Außenminister zum „Integrationsbotschafter“.[6]

Ho war Mitglied einer Expertenrunde, die die österreichische Bundesregierung zu Fragen der Nachtgastronomie im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in Österreich bei Massenquarantäne-Entscheidungen beriet.[7][8]

Privates

Ho hat mit seiner ehemaligen Partnerin Ivana zwei Kinder. Nach ihr ist auch einer seiner Betriebe benannt, Ivy’s Pho House, in welchem diese als Geschäftsführerin tätig war.[16][17]

Im Jänner 2022 verlor Ho ein gegen das Online-Medium zackzack.at und dessen Herausgeber Peter Pilz angestrengtes Gerichtsverfahren wegen übler Nachrede.[18][19]

Einzelnachweise

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