Martin Werding

deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen From Wikipedia, the free encyclopedia

Martin Werding (* 23. März 1964 in Leverkusen) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Er hat an der Ruhr-Universität Bochum den Lehrstuhl für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen inne.

Martin Werding, 2022

Er studierte Philosophie (M.A. 1989) und Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Universität Passau (Dipl.-Volksw. 1991). Währenddessen schloss er eine Journalistenausbildung am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses ab.[1] Nach seinem Studium war Werding von 1992 bis 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Lehrstühlen für Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie für Finanzwissenschaft in Passau (Dr. rer. pol. 1997, Habilitation 2008).

Ab 1999 war er am Münchner ifo Institut für Wirtschaftsforschung tätig, wo er von 2000 bis 2008 den Bereich Sozialpolitik und Arbeitsmärkte leitete. 2007 hatte er eine Gastprofessur an der Hitotsubashi-Universität in Tokio. Nach Abschluss seiner Habilitation wurde er 2008 er als Professor für Sozialpolitik und öffentliche Finanzen an die Ruhr-Universität Bochum berufen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind Öffentliche Finanzen, Sozialpolitik (Alterssicherung und Familienpolitik), Bevölkerungsökonomie (Fertilität und Migration) und Arbeitsmarktpolitik.

Martin Werding ist seit 2013 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz.[2]

Im Jahr 2021 stellte Martin Werding zusammen mit Johannes Vogel und Christian Dürr auf der Bundespressekonferenz eine Studie zum Konzept der Aktienrente der FDP vor. Diese Studie ist durch Martin Werding und Benjamin Läpple im Auftrag der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag entstanden.[3][4]

Im September 2022 wurde Werding auf Vorschlag der Arbeitgeber in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berufen.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI