Martinsberg

Marktgemeinde im Bezirk Zwettl, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Martinsberg ist eine Marktgemeinde mit 1050 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Martinsberg
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Martinsberg
Martinsberg (Österreich)
Martinsberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Zwettl
Kfz-Kennzeichen: ZT
Fläche: 33,76 km²
Koordinaten: 48° 23′ N, 15° 9′ O
Höhe: 825 m ü. A.
Einwohner: 1.050 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 31 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3664, 3665
Vorwahl: 02874
Gemeindekennziffer: 3 25 17
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Markt 6
3664 Martinsberg
Website: www.martinsberg.at
Politik
Bürgermeister: Friedrich Fürst (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
16
3
16 3 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Martinsberg im Bezirk Zwettl
Lage der Gemeinde Martinsberg im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)KirchschlagLangschlagSchwarzenauWaldhausen
Lage der Gemeinde Martinsberg im Bezirk Zwettl (anklickbare Karte)
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Ortszentrum von Martinsberg
Ortszentrum von Martinsberg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Martinsberg liegt im südwestlichen Teil des Waldviertel am Ostende des Weinsberger Waldes. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 34 Quadratkilometer. Mehr als die Hälfte der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 43 Prozent sind bewaldet.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 17 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2025[2]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Edlesberg, Kleingerungs, Kleinpertholz, Loitzenreith, Martinsberg, Mitterndorf, Oed, Reitzendorf, Thumling, Walpersdorf, Weixelberg und Wiehalm.

Zum Ort/zur Katastralgemeinde selbst werden die Rotte Holzwiese sowie die Einzellage/Säge Wiesmühle gezählt.

Nachbargemeinden

Bad Traunstein Ottenschlag
Gutenbrunn Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kirchschlag
Pöggstall

Geschichte

Die Gemeinde wurde 1135 zum ersten Mal schriftlich im Zuge der Schenkung des Gebiets von Gräfin Adelheid von Wildberg an das Stift Kremsmünster als Prumste erwähnt, die dem Heiligen Martin geweihte Kirche wurde 1140 durch den Passauer Bischof Reginbert geweiht und zur Pfarrkirche erhoben. Der Ort erhielt 1299 das Marktrecht und hatte zur gleichen Zeit auch einen Schulmeister namens Magister Leo. 1503 wurde der Markt und die umliegenden Dörfer an die Herrschaft Pöggstall verkauft, während der Reformationszeit war der Ort stark protestantisch geprägt und wurde erst 1784 wieder eine eigene Pfarre. 1906 wird der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen, der Eisenbahnverkehr aber 1986 wieder eingestellt.[3]

Im Zuge der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung wurden am 1. Jänner 1967 die Gemeinden Oed und Weixelberg eingegliedert[4]. Die Gemeinde Ulrichschlag wurde am 1. Jänner 1970 eingemeindet[5], wechselte später jedoch zur Gemeinde Gutenbrunn.[6]

Einwohnerentwicklung

Martinsberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.492
1880
 
1.567
1890
 
1.530
1900
 
1.451
1910
 
1.380
1923
 
1.496
1934
 
1.450
1939
 
1.388
1951
 
1.373
1961
 
1.414
1971
 
1.419
1981
 
1.317
1991
 
1.242
2001
 
1.221
2011
 
1.153
2021
 
1.092
2025
 
1.050
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Martinsberg
Ortskapelle Kleingerungs
  • Katholische Pfarrkirche Martinsberg hl. Martin
  • Pranger Martinsberg
  • Ortskapelle Kleingerungs hl. Anna
  • Meteorstation Martinsberg des Österreichischen Astrovereins bei Oed
  • Sternwarte Orion
  • Edlesbergersee: Westlich von Martinsberg im Gemeindeteil Edlesberg befindet sich der Edlesbergersee (seltener auch Edlesbergerteich genannt). Dieser stellt ein Naherholungsgebiet und Fischreservat dar. Zusammen mit dem Hanslteich, dem Kampleitenteich und Reitzendorferteich wurde der 13,67 Hektar große Teich unter Anton Freiherr von Seldern Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt, um als Wasserspeicher für die Holzschwemme im Weitenbach zu fungieren.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden sechzig im Haupt- und vierzig im Nebenerwerb geführt. Im Produktionssektor waren fast drei Viertel der Beschäftigten im Baugewerbe tätig. Die größten Arbeitgeber im Dienstleistungssektor waren der Handel mit 56 Erwerbstätigen und die sozialen und öffentlichen Dienste mit 41 Erwerbstätigen (Stand 2011).[7][8][9]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 106 132 114 115
Produktion 16 12 144 166
Dienstleistung 39 33 128 124
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Verkehr

Bhf. Martinsberg-Gutenbrunn mit Dieseltriebwagen ÖBB 5042.14
  • Bahn: Der Ort bildete den Endpunkt der Lokalbahn Schwarzenau–Zwettl–Martinsberg, welche bis 1986 auch den Personenverkehr bediente. Danach wurde sie nur mehr für Gütertransporte (insbes. Holz, Abfallentsorgung sowie Heizöl) genutzt, 2014 wurden die Gleise endgültig abgetragen.
  • Industriebahn: Zwischen 1922 und 1933 existierte die Industriebahn Gutenbrunn–Martinsberg, diese führte vom Bahnhof Martinsberg zur Säge in Gutenbrunn.
  • Straße: Durch den Osten des Gemeindegebietes verläuft die Zwettler Straße B36, die von Ybbs nach Dobersberg führt.

Öffentliche Einrichtungen

In der Gemeinde gibt es einen Kindergarten,[10] eine Volksschule, eine Mittelschule und eine Musikschule.[11][12]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister

  • bis 2010 Johann Höllrigl (ÖVP)
  • seit 2010 Friedrich Fürst (ÖVP)[20]

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

  • 2015: Josef Rehberger[21]
Commons: Martinsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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