Martolci
Dorf in Nordmazedonien
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Martolci (mazedonisch Мартолци) ist ein Dorf im zentralen Teil Nordmazedoniens, das zur Gemeinde Čaška gehört. Die nächstgelegene Stadt ist Veles.
| Martolci Мартолци | ||||
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Gesamtansicht von Martolci | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Region: | Vardar | |||
| Gemeinde: | Čaška | |||
| Koordinaten: | 41° 34′ N, 21° 39′ O | |||
| Höhe: | 330 m. i. J. | |||
| Einwohner: | 180 (2002[1]) | |||
| Kfz-Kennzeichen: | VE | |||
Geographie
Martolci liegt etwa 20 Kilometer südwestlich von Veles. Das Dorf befindet sich im zentralen Teil der historischen Landschaft Azot, welche auch Babunija genannt wird, angelehnt an den Babuna-Fluss. Die Nachbardörfer von Martolci sind Omorani, Izvor und Stari Grad. Nordwestlich des Dorfes erhebt sich das Bergmassiv Jakupica mit der Spitze Solunska Glava.[2]
Geschichte
Die Region Azot wurde nach 1900 Schauplatz blutiger Kämpfe und Scharmützel zwischen den bulgarischen Komitadschi der Inneren Makedonisch-Adrianopeler Revolutionären Organisation (WMORO) und den serbischen Tschetniks, welche sich teilweise erfolgreich in der Region eingenistet hatten.[3]
Laut der Statistik des Ethnographen Wassil Kantschow zählte Martolci Ende des 19. Jahrhunderts 340 Einwohner, welche allesamt als christliche Bulgaren klassifiziert wurden.[4]
Nach den Statistiken des Sekretärs des bulgarischen Exarchats Dimitar Mischew („La Macédoine et sa Population Chrétienne“) im Jahr 1905 lebten in Martolci 312 bulgarische Exarchisten.[5] Laut einem Geheimbericht des bulgarischen Konsulats in Skopje im Jahre 1895 erkannten alle 39 Häuser des Dorfes unter der Drohungen der serbischen Tschetniks das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel an.[6]
Im Zuge des Balkankrieges meldeten sich acht Dorfbewohner freiwillig zur Makedonisch-Adrianopeler Landwehr, einem Freiwilligenverband der bulgarischen Armee.[7]
Laut der letzten Volkszählung von 2002 lebten in Martolci 180 Einwohner, allesamt Mazedonier.
Persönlichkeiten
- Jovan Babunski (1878–1920), serbischer Tschetnik und Wojwode


