Marvin Oppong

deutscher Investigativjounalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Marvin Oppong (* 1982 in Münster) ist ein deutscher Journalist.

Marvin Oppong, 2019

Leben

Oppong wurde 1982 in Münster geboren. Sein Vater ist Ghanaer, die Mutter Deutsche.[1] Er begann 2002 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, ging 2004 für ein Jahr an die Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne und setzte es dann an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit dem Schwerpunkt Völker- und Europarecht fort. Er ist seit 2000 als freier Journalist tätig.

Eine von Oppongs Recherchen betraf den Rundfunkrat des WDR und die WDR mediagroup. Er übersandte dem WDR 2006 eine Liste mit Unternehmen und fragte an, mit welchen der WDR im geschäftlichen Kontakt stehe. Ziel war es, mögliche Verbindungen von Rundfunkratsmitgliedern mit den Unternehmen aufzudecken. Die Weigerung des WDR führte zu einem Rechtsstreit, den der Sender in dritter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht verlor,[2] woraufhin die Auskunft erteilt werden musste. 2014 erhielt Marvin Oppong für seinen Blog zu diesem Vorgang den Sonderpreis Medienkritik beim Alternativen Medienpreis.[3]

Oppong war von 2009 bis 2010 ein Autor des Blogs Carta. 2014 veröffentlichte Oppong, wie mehrere andere Journalisten, eine Arbeit über den Einfluss von bezahlten Auftragsautoren in der deutschsprachigen Wikipedia.[4] Die Studie wurde in den Medien verbreitet.[5][6][7] Inhaltliche und methodische Kritik an der Studie äußerten Leonhard Dobusch von netzpolitik.org[8][9] und das Wiki-Watch-Blog,[10] dessen Gründer Wolfgang Stock Wikipedia-Artikel im Umfeld des Pharmakonzerns Sanofi-Aventis bearbeitete, als er Kommunikationsberater für Sanofi-Aventis war.[11] Der Pressesprecher von Wikimedia Deutschland bestätigte gegenüber dem Magazin Cicero, dass es Versuche gebe, verdeckte PR in die Wikipedia einzubringen, ergänzte aber auch, dass es „in der Wikipedia bereits bestehende Projekte“ zu neun (der insgesamt zehn) Ansätze gebe, die Oppong als Lösungen vorgeschlagen hatte.[8]

Veröffentlichungen (Auswahl)

Autor

Herausgeber

Filme

  • Ein strahlendes Land – Mit dem Geigerzähler durch Deutschland, Dokumentarfilm, D 2019, 74 min.[12]

Einzelnachweise

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