Masami Uno
japanischer Verschwörungstheoretiker und Schriftsteller
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Masami Uno (japanisch 宇野 正美, Uno Masami; * 1942) ist ein japanischer Schriftsteller, Prediger, Verschwörungstheoretiker und Holocaustleugner.
Leben
Herkunft, Bildung
In seiner Jugend konvertierte er zum Christentum und wurde zum Pastor in der Christian Biblical Church in Kyōto.[1] Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Osaka Metropolitan University, schloss 1964 ab und unterrichtete gut elf Jahre als Lehrer an einer renommierten Mittelschule in Osaka.[2] Pierre Lavelle merkt kritisch an, dass es sich bei den biographischen Daten um Eigenangaben auf den Umschlägen seiner Bücher handelt.[3]
Werk
Masami begann seine Autorenkarriere mit Büchern über angebliche biblische und apokalyptische Prophezeiungen und wandte sich in den 1980er-Jahren dem Judentum und dem Holocaust zu.[4] Seine beiden 1986 erschienenen Bücher Verstehe die Juden und du kannst die Welt erkennen (Yudaya ga wakaru to sekai ga mietekuru) und Verstehe die Juden und erkenne Japan (Yudaya ga wakaru to nihon ga mietekuru) wurden Bestseller.[5] Einige Bücher verkauften sich millionenfach, er wurde in diversen Zeitungen zitiert und sogar von der langjährigen Regierungspartei LDP für Redebeiträge eingeladen. In mehreren Büchern leugnete er den Holocaust.[6][7]
Seiner Einschätzung nach steht die US-amerikanische Regierung unter einer „jüdischen Schattenregierung“. Die Beziehung zwischen den USA und Japan sind, seiner Ansicht nach, Beziehungen zwischen „den Juden“ und Japan. „Die Juden“ seien verantwortlich für das Platzen der japanischen Wirtschaftsblase.[8][9]
Masami ist neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als christlich-fundamentalistischer Pfarrer tätig. Seine antisemitischen Verschwörungstheorien verbindet Masami mit einem christlichen Millenarismus. Masami hat diverse Verbindungen mit rechtsextremen Personen in den USA, unter anderem mit dem 2019 verstorbenen Lyndon LaRouche.[8]
Rezeption
David G. Goodman hält Masami für einen der wichtigsten japanischen Antisemiten, weil dieser erstens die traditionellen jüdischen Stereotypen in Japan reaktiviert und zweitens via Allianzen mit westlichen Holocaustleugnern deren Argumente nach Japan gebracht habe.[10]