Matejiwzi

Dorf in der Ukraine From Wikipedia, the free encyclopedia

Matejiwzi (ukrainisch Матеївці; russisch Матеевцы/Matejewzy, polnisch Matyjowce) ist ein Dorf in der ukrainischen Oblast Iwano-Frankiwsk in der Westukraine mit etwa 1000 Einwohnern.

Kirche im Ort
Schnelle Fakten Basisdaten, Verwaltung ...
Matejiwzi
Матеївці
Wappen fehlt
Matejiwzi (Ukraine)
Matejiwzi (Ukraine)
Matejiwzi
Basisdaten
Staat: Ukraine Ukraine
Oblast:Oblast Iwano-Frankiwsk
Rajon:Rajon Kolomyja
Höhe:251 m
Fläche:9,76 km²
Einwohner:1.057 (2001)
Bevölkerungsdichte: 108 Einwohner je km²
Postleitzahlen:78267
Vorwahl:+380 3433
Geographische Lage:48° 30′ N, 25° 10′ O
KATOTTH: UA26080110010076796
KOATUU: 2623284201
Verwaltungsgliederung: 16 Dörfer, 1 Siedlung
Verwaltung
Adresse: вул. Відродження 10
78267 с. Матеївці
Matejiwzi (Oblast Iwano-Frankiwsk)
Matejiwzi (Oblast Iwano-Frankiwsk)
Matejiwzi
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Die Ortschaft liegt im Süden der historischen Landschaft Galizien am Nordufer des Pruth, etwa 10 Kilometer südöstlich vom Rajonzentrum Kolomyja und 58 Kilometer südöstlich vom Oblastzentrum Iwano-Frankiwsk entfernt.

Der Ort wurde 1405 zum ersten Mal schriftlich erwähnt, lag zunächst in der Adelsrepublik Polen-Litauen, Woiwodschaft Ruthenien[1] und kam 1772 als Matiowce zum damaligen österreichischen Kronland Galizien (bis 1918 dann im Bezirk Kolomea).

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges kam er zu Polen, war hier ab 1921 als Matyjowce in die Woiwodschaft Stanislau, Powiat Kołomyja, Gmina Matyjowce eingegliedert und wurde im Zweiten Weltkrieg erst von der Sowjetunion und ab 1941 bis 1944 von Deutschland besetzt und dem Distrikt Galizien angeschlossen. Nach der Rückeroberung durch sowjetische Truppen 1944 kam er 1945 wiederum zur Sowjetunion und wurde in die Ukrainische SSR eingegliedert, seit 1991 ist der Ort Teil der heutigen Ukraine.

Seit 1864 hat der Ort einen Bahnhof an der heutigen Bahnstrecke Lwiw–Tscherniwzi.

Am 9. September 2016 wurde das Dorf zum Zentrum der neu gegründeten Landgemeinde Matejiwzi (Матеївецька сільська громада/Matejiwezka silska hromada). Zu dieser zählten auch die 10 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer sowie die Ansiedlung Lypnyky;[2] bis dahin bildete es zusammen mit dem Dorf Pereryw die Landratsgemeinde Matejiwzi (Матеєвецька сільська рада/Matejewezka silska rada) im Südosten des Rajons Kolomyja.

Am 12. Juni 2020 kamen noch die Dörfer Huzuliwka, Korosty, Krywobrody, Tratsch und Zuzulyn aus dem Rajon Kossiw zum Gemeindegebiet.[3]

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Matejiwzi Teil der Gemeinde:

Weitere Informationen Name, ukrainisch transkribiert ...
Name
ukrainisch transkribiertukrainischrussischpolnisch
Debeslawzi Дебеславці Дебеславцы (Debeslawzy) Debesławce
Hanniw Ганнів Аннов (Annow) -
Huzuliwka Гуцулівка Гуцуловка (Guzulowka) Hucułowka
Korosty Корости Коросты Korosty
Kropywyschtsche Кропивище Крапивище (Krapiwischtsche) Kropiwiszcze
Krynytschky Кринички Кринички (Krinitschki) Kierniczki
Krywobrody Кривоброди Кривоброды (Kriwobrody) Krzywe Brody
Lypnyky Липники Липники (Lipniki) Lipniki
Pereryw Перерив Перерыв Pererów
Pylypy Пилипи Пилипы (Pilipy) Pilipy
Salutschtschja Залуччя Залучье (Salutschje) Załucze nad Prutem
Samulynzi Замулинці Замулинцы (Samulinzy) Zamulińce
Semakiwzi Семаківці Семаковцы (Semakowzy) Siemakowce
Tratsch Трач Трач Tracz
Trostjanka Тростянка Тростянка Trościanka
Zuzulyn Цуцулин Цуцулин (Zuzulin) Cuculin
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Einzelnachweise

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