Mati Logoreci

albanischer Lehrer, Sprachwissenschaftler und Herausgeber From Wikipedia, the free encyclopedia

Mati Logoreci (* 10. Februar 1867 in Shkodra; † 7. Februar 1941 in Tirana) war ein albanischer Lehrer, Sprachwissenschaftler und Publizist. Er gehörte zu den aktiven Persönlichkeiten der albanischen Nationalbewegung Rilindja.[1]

Mati Logoreci

Er beteiligte sich 1889 an der Eröffnung der ersten albanischsprachigen Schule in Prizren und verfasste Schulbücher.[2] 1908 nahm er am Kongress von Monastir teil, der ein einheitliches albanisches Alphabet beschloss.[3] Zwischen 1916 und 1918 war er Mitglied der albanischen Literarischen Kommission (Komisia letrare). 1920 nahm er am Kongress von Lushnja als Vertreter von Shkodra teil.

Leben

Logoreci wurde als Sohn von Frano Logoreci und Marije Thaçi in Shkodra geboren. Er erhielt seine erste Ausbildung in seiner Heimatstadt und besuchte anschließend eine kaufmännische Schule. Neben Albanisch beherrschte er Italienisch, Französisch und Deutsch.[4] Er heiratete 1894 Paulina, mit der er vier Kinder hatte: Kolë, Gjon, Marta und Shaqe. Sein ältester Sohn, Kolë Logoreci, wurde ein albanischer Ökonom und Staatsbeamter, der unter König Zogu als Leiter der staatlichen Haushaltsabteilung tätig war.

Seine berufliche Laufbahn begann er als Angestellter einer Handelsgesellschaft, die ihn nach Monfalcone bei Triest entsandte. In dieser Zeit kam er mit Werken bedeutender Vertreter der albanischen Nationalbewegung in Kontakt, darunter Jeronim de Rada, Dora d’Istria, Zef Serembe und die Brüder Frashëri.

Am 1. Mai 1889 wurde in Prizren die erste albanischsprachige Schule eröffnet, an deren Gründung er beteiligt war. Später gründete er eine weitere private Schule. Beide Einrichtungen wurden 1900 geschlossen.

Am 14. November 1907 gründete er die Zeitschrift Dashamiri, die in Triest im sogenannten „Agimi“-Alphabet gedruckt wurde. Die Publikation erschien bis August 1908 in insgesamt vierzehn Ausgaben.[5]

Im November 1908 nahm er gemeinsam mit seinem Cousin ersten Grades Ndre Mjeda am Kongress von Monastir teil.[6] Zu den weiteren Teilnehmern gehörten unter anderem Gjergj Fishta und Luigj Gurakuqi.

Nach der albanischen Unabhängigkeit war Logoreci im Bildungswesen tätig, zuerst als Lehrer. Er war Teil der Kommission, die die Gründung der Nationalbibliothek Albaniens vorbereitete. Nachdem diese am 10. Juli 1920 gegründet worden war,[7] stellte das Bildungsministerium sie unter die Leitung von Mati Logoreci.[8][9] Von 1922 bis 1923 war er Generalsekretär des albanischen Bildungsministeriums, danach bis zu seiner Pensionierung wieder als Lehrer. 1936 gründete er die Zeitung Drita.[7]

Er veröffentlichte mehrere Schulbücher und historische Werke, darunter Historija e përgjithshëme (1924).[10]

Mati Logoreci starb 1941 in Tirana.

Auszeichnungen

Ehrungen

  • Schule „Mati Logoreci“ in Shkodra
  • Schule „Mati Logoreci“ in Prizren
  • Straße in Tirana

Einzelnachweise

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