Matilde Capuis
italienische Komponistin, Pianistin, Musikpädagogin und Organistin
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Matilde Margherita Mary Capuis (* 1. Januar 1913 in Neapel; † 31. Januar 2017 in Turin) war eine italienische Komponistin, Pianistin, Musikpädagogin und Organistin.

Leben
Kindheit und Jugend
Die gebürtige Neapolitanerin komponierte schon in früher Kindheit noch bevor sie überhaupt wusste, was Komponieren bedeutet. Große Werke an klassischer Musik hatte sie nur wenig gehört, weil es im Elternhaus weder Radio noch Grammophon gab. Erst mit 16 Jahren erlebte sie ihren ersten Konzertbesuch.[1]
In einem Interview erzählte sie: „Manchmal, wenn ich unbeobachtet war, setzte ich mich hin und schrieb eine Musik auf, die mir im Kopf herumging“[2] und spielte sie intuitiv am Klavier nach, da sie bislang bei wöchentlichen Klavierstunden ihrer Mutter nur zugehört und selbst keinen Unterricht erhalten hatte. Ihr Vater Cesare bemerkte ihr Spiel eines Tages zufällig und fragte erstaunt, was das denn für ein schönes Stück sei. Sie antwortete: „Una cosa che ho fatto io!“ („Eine Sache, die ich selbst gemacht habe“). Der Vater zeigte daraufhin ein paar ihrer Werke einem befreundeten Organisten, der darüber ebenso erstaunt war und meinte, dass das Kind unbedingt Unterricht in Harmonielehre erhalten solle, wodurch Capuis erstmals Musikunterricht erhielt.[2][1]
Dennoch erhielt sie keinen Kompositionsunterricht: „Meine Liebe gehörte nicht dem Klavier, sondern der Geige. Schon als Zwei- oder Dreijährige wollte ich unbedingt eine Geige haben“, wie sie weiter erzählte.[2] Das größte Hindernis dabei war – wie sie immer wieder selbst betonte – ihre eigene Schüchternheit und die sehr sparsame Erziehung, obwohl ihr Vater als Ingenieur und Fabrikdirektor seiner Tochter eine gute musische Ausbildung hätte ermöglichen können.[3]
Sie „komponierte heimlich, im Stillen; es war mir eine absolute Notwendigkeit, half mir, meinen innersten Gefühlen freien Lauf zu lassen, namentlich in schweren Augenblicken, und ich schützte so mein inneres Gleichgewicht“[3] und führte eigene Werke bei Familienfesten zusammen mit ihren jüngeren Schwestern Elena und Graziella als Trio MEG auf. Ihre erste Geige, die „eine Holzkiste, keine Geige“ war, kaufte sie sich im Alter von 16 Jahren selbst: „Mit außergewöhnlicher Hartnäckigkeit, die gar nicht zu meiner sonst sprichwörtlichen Schüchternheit passte, brachte ich dann meine Eltern dazu, mir endlich den Violinunterricht zu erlauben“.[4]
Studium und Zweiter Weltkrieg
1932 verunglückte Vater Cesare Capuis als passionierter Bergsteiger in den Dolomiten,[5] wodurch die Mutter die vier Töchter alleine erziehen musste. Dennoch konnte Matilde Capuis am Conservatorio Benedetto Marcello in Venedig bei Gabriele Bianchi, am Conservatorio di Musica Luigi Cherubini in Florenz Violine, Klavier und Orgel und von 1941 bis 1946 Komposition an der Accademia Musicale Chigiana in Siena bei Vito Frazzi studieren.[6]
1942 wurde sie im Rahmen eines Abschlusskonzerts eines Kurses an der Accademia Musicale Chigiana sexistisch angegangen: Weil sie wusste, dass sie als komponierende Frau einen schweren Stand hatte, hatte sie ihre Ouverture, die mit großem Orchester zur Aufführung gelangen sollte, mit M. Capuis eingereicht. Als Dirigent Antonio Guarnieri bemerkte, dass er das Werk einer Frau vor sich hatte, verweigerte er die Aufführung, indem er die Noten vom Pult wischte und „Nie werde ich das Werk einer Frau dirigieren!“ brüllte.[3]
Am 7. April 1944, einem Karfreitag, erlebte Matilde Capuis den schwersten Schlag ihres Lebens, als ihre beiden jüngeren Schwestern Elena und Graziella, deren Mann und Kind bei der Bombardierung von Treviso ums Leben kamen. Ihre Mutter sagte ihr tags darauf ins Gesicht, dass doch besser gewesen wäre, wenn sie – Matilde, ihre am wenigsten geliebte Tochter – anstelle der Schwestern gestorben wäre. Nichtsdestotrotz kümmerte sich Matilde Capuis um die Mutter bis zu deren Tod 1984.[7]
Capuis ertrug zunächst keine Musik mehr, begann aber 1945 bei weiteren schweren Angriffswellen mit Luftalarm und Explosionen wieder mit dem Komponieren, weil die Musik ihr Kraft gab. Ihre Kriegstraumata versuchte Capuis, zunächst mit Kinder- und Wiegenliedern zu überwinden.[8] Ihr Oratorium Il pianto della Madonna. Lauda drammatica (Florenz 1945) stellt eine Passion aus weiblicher Sicht als fast apokalyptisch anmutende Marienklage dar. Mit diesem Werk wandte sie sich verstärkt Instrumentalmusik zu. Für ihre erste Cello-Sonate gewann sie 1952 einen Kompositionspreis und lernte dadurch in Turin den Cellisten Ugo Attilio Scabia kennen, der ihr musikalischer Mentor und Lebensbegleiter wurde, sie zu weiterem Komponieren ermutigte und auch den Druck ihrer Werke in die Wege leitete, da sie immer noch stark an Minderwertigkeitsgefühlen litt. Das Duo Scabia-Capuis wurde so auch über Italiens Grenzen durch gemeinsame Konzerte und Schallplatten hinaus bekannt.[9]
Professur
1969 schlug der Direktor des Conservatorio Giuseppe Verdi in Turin sie als Kompositionsprofessorin vor; diese Stelle kam jedoch nicht zustande. Als ihr dann eine Professur für Musiktheorie und Tonsatz angeboten wurde, sagte sie zu und übte diese bis zu ihrer Emeritierung 1983 aus. Im April 1994 vermachte sie ihren musikalischen Nachlass dem Archiv Frau und Musik, das sich damals noch in Kassel befand, und brachte ihre Werke, die der Furore Verlag nach und nach herausgab und gibt, persönlich bei einem Deutschland-Besuch dort ein.[10] Durch ihre Schweizer Großmutter beherrschte sie auch die deutsche Sprache gut.[11] Nur wenig Wert legte Matilde Capuis auf das Festhalten des genauen Entstehungsdatums ihrer Werke, das in den originalen Notenhandschriften in ihrem Nachlass oft fehlt. Auch unterschied die Komponistin keine einzelnen Schaffensphasen und hat sich über ihre eigene Tonsprache nie geäußert.[12]
Capuis war laut Renate Brosch und Gabriele Derendorf, die zusammen mit Krista Kern das Duo Capuis bildete, eine „sanfte und gleichzeitig starke, aristokratisch wirkende Persönlichkeit, in der Zusammenarbeit streng und genau, aber immer auch liebevoll: Von jedem ihrer Werke hatte sie ein Ideal vor Ohren, das sie genau umgesetzt haben wollte. Denn: ‚Die Noten sind ja nur kleine Zeichen, die müssen ja wieder aufgeweckt werden.‘ Ihre Noten wollte sie so hören, wie sie sie beim Komponieren imaginiert hatte – und passte sie ansonsten nochmals an und komponierte um, wenn sie merkte, dass ihr Werk in der Realität anders klang als in ihrem Kopf.“[8]
Letzte Jahre und Tod
Ihr 100. Geburtstag wurde im Turiner Konservatorium am 8. März 2013 feierlich mit einem Konzert mit ihren Werken begangen.[13] Matilde Capuis starb im Alter von 104 Jahren zurückgezogen in Turin. Die Einsegnung ihrer Leiche mit anschließender Beerdigung fand am 3. Februar 2017 in der Pfarrkirche Santa Rosa da Lima in der Via Bardonecchia statt. Sie wurde auf dem Cimitero monumentale di Torino bestattet.[13][14] Ihre Erben vermachten ihren Flügel der Turiner Stadtbibliothek in der Villa Amoretti, wo sich auch eine Büste von ihr befindet.[15]
Musikalisches Wirken

Wie ihre Biografin Renate Brosch festhält, hatte Matilde Capuis kein offizielles kompositorisches Vorbild: „Im persönlichen Gespräch zeigt sie sich auffallend schweigsam, wenn diese Frage berührt wird: 'An ein Vorbild dachte ich gar nicht. Ich liebte einfach alle, jeden in seiner eigenen Welt.'“[16] Avantgarde-Musik lehnte sie ab.[16]

Ihr Liedschaffen, das zwischen italienischem Verismo und französischem Impressionismus angesiedelt ist, ist geprägt von italienischen und norwegischen Dichtern wie Giovanni Pascoli, Sergio Corazzini, Cino da Pistoia oder Gustav Fröding. Sie betätigte sich auch selbst als Dichterin und verfasste Texte zu eigenen Liedern wie zum Beispiel zu Implorazione selbst. Sängerin und Capuis‘ deutsche Biografin Renate Brosch, die Konzerte mit und zu Capuis besonders in Privatkonzerten in Italien gestaltete und organisierte, beschreibt Capuis‘ Kompositionsschaffen so: „Man spürt die Nähe zu Komponisten wie Puccini und Poulenc, und doch auch wieder nicht, eine kraftvolle, authentische Klangsprache, ein ganz eigener Stil von großer emotionaler Wahrhaftigkeit.“[12]
Preise und Auszeichnungen (Auswahl)
- Premio Quartetto Veneziano 1948
- Premio Circolo Universitario Bozen 1948
- Concorso Internationale per Compositori Genova 1952 für ihre Violoncello-Sonate in c-Moll
- Concorso Internationale per Compositoras H. Rubinstein Buenos Aires 1962
- Ehrung der Università della Terza Età Turin
- Ehrenbürgerschaft der Stadt Turin 2001[17][18]
- Ritratti Musicali Piemontesi: Eine Huldigung der Stadt Turin an die Komponistin Matilde Capuis 2005
Werke
Klavier zweihändig
- 7 Schizzi (Edizioni Curci, Milano 1976, E. 9930C)
- Fiaba Armoniosa – 7 pezzi per pianoforte (A. Folrivesi & Co., Firenze 1955, 12250)
- Klaviersonate e-Moll (Bèrben, Ancona 1991)
- Sei Preludi (Edizioni Curci, Milano 1972, E. 9552C)
- Puppenmärchen für Klavier (ca. 14 Minuten)
Klavier vierhändig
- Bozzetti (Edizioni Curci, Milano 1969, E. 9055C)
- Sei pezzi facili (Edizioni Curci, Milano 1967, E. 8670C)
Orgel
- Corale (2004)
- Fantasia (Furore Verlag, Kassel 1996, fue 215)
- Preludio e Allegro (Furore Verlag, Kassel 1996, fue 2160)
Streicher
- Animato con passione für Violoncello und Klavier
- Ballata für Violoncello und Klavier (Editore Zanibon, Padova 1960, G. 4382Z)
- Brevi pagine di musica da Camera per la gioventu (1991) für Violine, Viola und Violoncello (Furore Verlag, Kassel 1996, fue 1930)
- Cantabile e Allegro für Viola und Klavier
- Canti senza parole für Violine solo (Edizioni Curci, Milano 1976, E. 10058C)
- Corale für Streichorchester, Orgel und 2 Hörner/Streicher und Orgel (Bearb.)
- Due Movimenti für Oboe und Klavier 1997 (Furore Verlag, Kassel 1996, fue 2200)
- Elegia (1978) für Violoncello und Klavier (Furore Verlag, Kassel 1999, fue 1920)
- Immagini für Violoncello und Klavier 1988 (Furore Verlag, Kassel 1999, fue 3510)
- Quintetto per 5 violoncelli, Elegia/Scherzo (Edizioni Curci, Milano 1976, E. 9931C)
- Raccolta di pezzi für 1/2/3 Violoncelli mit/ohne Begleitung (Casa Editrice Musicale Scomegna, Torino, ES 213)
- Sonate a-Moll für Violine und Klavier
- Sonate g-Moll für Violine und Klavier 1950 (Edizioni Curci, Milano 1976, E. 9929C)
- Sonate c-Moll für Violoncello und Klavier (Edizioni Curci, Milano 1971, E. 9298C)
- II. Sonate d. Moll für Violoncello und Klavier (Bèrben, Ancona 1993, E. 3609B)
- III. Sonate fis-Moll für Violoncello und Klavier (Edizioni Curci, Milano 1978, E. 10199C)
- IV. Sonate G-Dur für Violoncello und Klavier (Furore Verlag, Kassel 2001, fue 3820)
- V. Sonate für Violoncello und Klavier (Furore Verlag, Kassel 2001, fue 3850)
- Streichquartett a-Moll
- Streichquartett cis-Moll (Furore Verlag, Kassel 1998, fue 2830)
- Streichquartett d-Moll
- Streichquartett g-Moll (G. Zanibon, Padova 1963, G 4486Z)
- Streichtrio
- Suite in miniatura für Violine, Violoncello und Klavier (G. Zanibon, Padova 1961, G. 44312Z)
- Tema Variato für Violoncello und Klavier (G. Zanibon, Padova 1960, G. 4356Z)
- Sei Miniature für Flöte oder Oboe und Violine 2002 (Furore Verlag, Kassel 2002, fue 4090)
Kammermusik für gemischte Besetzung
- Breve Dialogo (1991) für B-Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (Furore Verlag, Kassel 1999, fue 1910)
Orchesterwerke
- Concentus brevis für Oboe und Streichorchester (Furore Verlag, Kassel 1997, fue 2523)
- Corale für Streichorchester, Orgel und zwei Hörner/Streicher und Orgel (Bearb.)
- Dialogo per archi für Streichorchester 1954 (Furore Verlag, Kassel 2019, fue 2555)
- Leggenda per la Notte di Natale für Streichorchester 1948 (Furore Verlag, Kassel 2022, fue 2558)
- Sinfonia g-Moll für Orchester
- Tre Momenti für Violoncello und Streichorchester (Furore Verlag, Kassel 2023, fue 2557)
- Ouverture für Orchester 1942
- Variazioni su tema d’autore ignoto für Orchester 1941 (Furore Verlag, Kassel 2025, fue 2561)
Gesang
- 8 Canti per Bimbi für 1–3 Stimmen mit/ohne Begleitung, darin: Perghiera (M. Capuis), Uccellin Che Voli (M. Capuis), Il Ruscello (M. Capuis), È Nato! (G. Gozzano), Ninna Nanna A Livia (A. Rosati), Dormi, Dormi (M. Capuis), È Giunta Primavera (M. Capuis), Notte Di Luna (G. Leopardi) (Carisch S.p.A., Mailand 1972, 21906)
- Divagazioni für Sopran und Violoncello (Edizioni Curci, Milano 1978, E. 10198C), darin Introduzione, Mormorar Cantando, Frammento, Marziale, Punctus Contra Punctum, Melos
- Dodici liriche für Singstimme und Klavier (Bèrben, Ancona 1990), darin Manina Chiusa, Il Sentiero, Lasciatevi Guardare, Oh, Io Soni Veramente Malato, Questa Notte, Ave Maria, Gloria, La Nave Della Vita, L'Allegro Viandante, Implorazione, Io Voglio Morire
- E cade pa ploggia für Stimme, Violoncello und Klavier
- Irgendwo will man ganz ruhig sein (Text: Ottmar Lechler) für mittlere Stimme, Violoncello und Klavier
- Le ultime parole di Crista sulla Croce für Bariton und Orchester/Klavier
- Tre Liriche für Singstimme, Violoncello und Klavier (A. Forlivesi & Co., Firenze, 14006)
- Dodici liriche per pianoforte e canto 1941 (Musicale Mignani, Firenze), darin Implorazione/Dalla Desolazione del poeta (Sophie Drinker Institut)
- Trilli Mattutini – Musiche per l’infanzi für Gesang und Klavier, Liederbuch (Franceschini & Figlio, Firenze 1948)
- Und über einem Grab weint eine Frau! (Text: Ottmar Lechler) für Mezzosopran/Bariton und Klavier
Chorwerke
- Cantata für Frauenchor und Orchester
- Preghiera di gedú sul Monte degli Olivi für Chor a cappella
- Il pianto della Madonna. Lauda drammatica di Jacopone da Todi für Soli (STB), Frauenchor, gemischten Chor und Orchester[19]
CD- und Schallplatten-Ausgaben (Ersteinspielungen)
- Note al femminile: Autrici classiche e contemporanee in concerto (Italien, ohne Jahr, CD-Mitschnitt, Archiv Frau und Musik)
- Duo Scabia-Capuis, LP, Cetra 1967, mit Sonate in c-Moll für Violoncello und Klavier
- Ohne Titel, Vinyl (10"), Marhel MA 25035 ohne Jahr, u. a. mit dem Puppenmärchen
- Duo Capuis (Gabriele Derendorf/Krista Kern): Matilde Capuis: Werke für Violoncello und Klavier, Vol. 1, CD, Corona 1998
- Duo Capuis (Gabriele Derendorf/Krista Kern): Matilde Capuis: Werke für Violoncello und Klavier, Vol. 2, CD, Corona 1998
- Debut: Studentinnen der Hochschule für Musik Köln , Abt. Wuppertal, singen Lieder von Komponistinnen, CD, Cavalli 2002
- Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik (Hg.): 25 Plus – Piano Solo: Klaviermusik aus aller Welt. Im Rahmen des 25. Jubiläums des IAK 2004, 2 CD, Salto Records International (Furore Verlag), darin Capuis' Corale als Klavierversion
- Ulrike Martin/Annegeer Stumphius/Martina Hußmann: La Nave Della Vita Das Schiff des Lebens. Lieder von Matilde Capuis, CD, Salto Records International (Furore Verlag) 2005
- Raphaela Gromes: Serenata Italiana, CD, Sony 2017, mit Animato con passione
- Angelo Castaldo/Francesca Ajossa: Voci Di Donne. Opere Organistiche Delle Compositrici Italiane, CD, SIAE 2019, mit Preludio, Allegro e Fantasia für Orgel
- Raphaela Gromes: Femmes, CD, Sony 2023, mit den Tre Momenti
Literatur
- Paola Damiani: Capuis, Matilde, in: Julie Anne Sadie/Rhian Samuel (Hg.): The Norton/Grove dictionary of women composers (englisch; Abonnement erforderlich). New York (W. W. Norton) 1994, S. 104, ISBN 0-393-03487-9.
- Renate Brosch: Matilde Capuis. „Es war mir wichtig, meinen innersten Gefühlen freien Lauf zu lassen.“, in: Clara Mayer (Hg.): Annäherung – an sieben Komponistinnen. Band 7. Kassel (Furore Verlag) 1996, S. 53–65, ISBN 3-927327-36-0, darin detailliert besonders zu ihrem Liedschaffen.
- Renate Brosch: „Außerhalb der Zeit. Die italienische Komponistin Matilde Capuis“, in: Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik (Hg.): VivaVoce 32. Kassel 1994, S. 2–3.
- Conny Frühauf: „Ohne Musik wäre ich verrückt geworden“. Die italienische Komponistin Matilde Capuis. Regie: Leslie Rosin. SWF 1997.
- Renzo Cresti: Eine Welt für sich – in der Schwebe zwischen Kantabilität und Zurückhaltung. Matilde Capuis zum 90. Geburtstag, in: Internationaler Arbeitskreis Frau und Musik (Hg.): VivaVoce 65. Frankfurt/Main 2003, S. 20–23.
- Kadja Grönke/Reinhard Schulz/Sara Trauffer: Komponistinnen im Rampenlicht: Violeta Dinescu zum 50. Geburtstag; Adriana Hölszky zum 50. Geburtstag; Matilde Capuis und Alice Samter, in: clingKlong. Bern 2003.
- Raphaela Gromes/Susanne Wosnitzka: Matilde Capuis – „Ohne Musik wäre ich verrückt geworden“, in: Fortissima! Verdrängte Komponistinnen und wie sie meinen Blick auf die Welt verändern. München (Goldmann Verlag) 2025, S. 28–33, ISBN 978-3-442-31797-4.
- Nachruf des Conservatorio Giuseppe Verdi Turin, abgerufen am 8. Februar 2026.
- Leonardo Osella: Addio alla musicista Matilde Capuis. Aveva compiuto 104 anni, insegnò composizione al Conservatorio, in: La Stampa vom 2. Februar 2017, abgerufen am 8. Februar 2026.
Weblinks
- Emily E. Hogstad: Eight of the Oldest Composers to Ever Live vom 15. November 2025
- Furore Verlag (Hg.): Kurzbiografie und Notenbestand zu Matilde Capuis
- Archiv Frau und Musik, Nachlass: 123 Medien (Stand: 9. Februar 2026), darunter Noten und Originalhandschriften, Einspielungen, Fotos, Literatur und Graue Literatur
- Gesprächskonzert im Archiv Frau und Musik Frankfurt/Main anlässlich des 90. Geburtstags von Matilde Capuis (14. Mai 2003, CD-Mitschnitt)
- YouTube, diverse Konzerteinspielungen