Mattea Meyer
Schweizer Politikerin
From Wikipedia, the free encyclopedia
Mattea Julia Meyer (* 9. November 1987 in Basel; heimatberechtigt in Villmergen und Opfikon) ist eine Schweizer Politikerin und Co-Präsidentin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP).

Leben
Mattea Meyer wurde im 1987 in Basel geboren und wuchs mit einer Schwester und einem Bruder in Rothenfluh im Kanton Basel-Landschaft und Winterthur im Kanton Zürich auf.[1] Mit sechzehn Jahren trat sie der Frauensektion von Amnesty International in Zürich[1] und in Winterthur den Jungsozialist*innen (JUSO) bei.[1] Meyer studierte ab 2007 Geschichte, Geographie sowie Politikwissenschaften an der Universität Zürich[1] und schloss 2015 mit einem Master in Wirtschaftsgeografie ab.[2] 2013 und 2014 war sie als persönliche Mitarbeiterin der Nationalräte Cédric Wermuth und Marina Carobbio tätig.[2]
Politische Laufbahn
Meyer war von 2009 bis 2013 Vizepräsidentin der JungsozialistInnen Schweiz.[3] 2010 rutschte sie in den Gemeinderat von Winterthur nach.[2] 2011 bis 2015 war sie Kantonsrätin im Kanton Zürich für den Wahlkreis XIV Winterthur Stadt. Im Kantonsrat war sie von 2011 bis 2013 Mitglied der Kommission für Bildung und Kultur, dann Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. 2015 wurde sie mit dem besten Resultat ihrer Partei in ihrem Wahlkreis wiedergewählt.[2] 2015 wurde sie von der Kantonalpartei auf die Liste für die Nationalratswahlen 2015 gesetzt; die NZZ bezeichnete sie in der Folge als «neues Supertalent» der SP.[4] Am 18. Oktober 2015 schaffte sie im ersten Anlauf die Wahl in den Nationalrat und trat als Kantonsrätin zurück. In ihrer ersten Legislaturperiode im Nationalrat war sie Mitglied der Finanzkommission[5] sowie der Immunitätskommission[6]. In der Immunitätskommission amtete sie die ersten zwei Jahre als Vizepräsidentin, anschliessend hat Meyer das Präsidium übernommen. In ihrer zweiten Legislaturperiode nahm sie in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) Einsitz und blieb in der Immunitätskommission. Bei den Parlamentswahlen 2019 und 2023 schaffte Meyer die Wiederwahl als Nationalrätin.[7]
Am 17. Oktober 2020 wurde Meyer zusammen mit Cédric Wermuth in das Präsidium der SP Schweiz gewählt.[8] Am 30. November 2025 gab sie bekannt, wegen grosser Erschöpfung eine politische Auszeit zu nehmen. Sie nahm an der Wintersession der eidgenössischen Räte im Dezember 2025 nicht teil.[9]
Persönlich
Meyer ist mit Marco Kistler liiert, das Paar hat zwei Kinder (* 2017, * 2021).[10]
Weblinks
- Website von Mattea Meyer
- Mattea Meyer auf der Website der Bundesversammlung
- Mattea Meyer auf der Website des Kantons Zürich (Staatsarchiv)